Kläranlage als Kraftwerk für Öko-Strom

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Der Ausbau der erneuerbaren Energien in der Stadt Traunstein geht weiter: Auf dem Dach der Kläranlage in Empfing werden insgesamt 660 Solarmodule installiert. Der Anbieter Maxsolar GmbH sicherten sich den Standort in einer öffentlichen Ausschreibung.

Traunstein - Der Aufbau der neuen Photovoltaikanlage auf der Klärschlammlagerhalle hat begonnen. Rein rechnerisch deckt der jährlich produzierte Strom den Bedarf von 35 Haushalten.

Die Kläranlage der Stadt Traunstein reinigt täglich das Abwasser von 30.000 Haushalten und Gewerbebetrieben - und ist ganz nebenbei auch noch ein kleines Kraftwerk zur Strom- und Wärmegewinnung. Als Energielieferant dient zum einen die Biomasse, die im Betriebsprozess anfällt, zum anderen in Zukunft auch eine Photovoltaikanlage auf dem Klärschlammlagerhalle. In einer öffentlichen Ausschreibung konnten sich Unternehmen um den Standort bewerben, der aufgrund der Südausrichtung ausgezeichnete Voraussetzungen für die Produktion von Sonnenstrom bietet. Der Zuschlag ging an die Max Solar GmbH aus Traunstein.

Seit dieser Woche läuft der Aufbau der neuen Anlage, die auf eine Spitzenleistung von 128 kW ausgelegt ist. Oberbürgermeister Manfred Kösterke betonte, dass die Stadt Traunstein auf zahlreichen Dächern ihrer Gebäude die Nutzung der Sonnenenergie ermöglicht, entweder mit eigenen Anlagen oder durch die Verpachtung an private Anbieter oder die Überlassung der Dachflächen für Bürgersolaranlagen. Auf der Klärschlammlagerhalle werden 660 Module mit einer Fläche von insgesamt 850 Quadratmetern installiert.

Rein rechnerisch deckt der jährlich produzierte Strom den Bedarf von 35 Haushalten. Eingespeist wird der Strom ins Netz der Stadtwerke Traunstein, die den Strom für ihre Traunsteiner Kunden schon heute zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien beziehen. Für die Kläranlage in Empfing bedeutet die Photovoltaikanlage einen Schritt hin zu noch mehr Umweltfreundlichkeit – auch wenn die Sonne im Vergleich zur Biomasse deutlich weniger Energie liefert: Das mit Methangas aus dem Faulturm betriebene Kraftwerk erzeugt jährlich die 5-fache Menge an Strom und liefert nebenbei noch 96 Prozent der Wärme, die für den Betrieb der Kläranlage und die Heizung der Gebäude benötigt wird.

Pressemitteilung Stadt Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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