Man kann sich Gurken wieder schmecken lassen

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Traunstein - Die Zahl der EHEC-Erkrankungen geht bundesweit zurück - das Gesundheitsamt Traunstein ist froh, dass (bislang) nur zwei Verdachtsfälle gemeldet wurden, die sich zudem nicht bestätigten.

Seit Anfang Mai sind deutschlandweit den Gesundheitsbehörden 3408 EHEC-Erkrankungen gemeldet worden, davon entwickelten 798 das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS), eine schwere Verlaufsform der EHEC- Erkrankung, die zum Nierenversagen führen kann. Insgesamt sind bisher 39 Personen an EHEC bzw. HUS verstorben. Die regionale Verteilung konzentriert sich eindeutig auf Nord-Deutschland: 75 Prozent der Erkrankten stammen aus den Bundesländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg und Bremen. In Bayern gab es 115 EHEC- (4,4 Prozent) bzw. 15 HUS- Erkrankungen (2,3 Prozent), Todesfälle wurden nicht gemeldet. Dem Gesundheitsamt Traunstein wurden zwei Verdachtsfälle gemeldet, die sich jedoch nicht bestätigten. Für die Durchfallerkrankungen ursächlich waren andere Keime. In diesem Zusammenhang erwähnt der Leiter des Gesundheitsamtes Traunstein, Dr. Franz Heigenhauser, die gute Zusammenarbeit mit dem Klinikum Traunstein.

Auf Grund des deutlichen Rückgangs der Neuerkrankungen geht Dr. Heigenhauser davon aus, dass die „Ansteckungsquelle“ versiegt ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass der aggressive EHEC-Keim, der für die Schwere der Krankheitsverläufe verantwortlich ist, verschwunden wäre. Dr. Heigenhauser wörtlich: „Er ist aus den Schlagzeilen, aber nicht aus der Welt!“ Deshalb rät er neben einer konsequenten Einhaltung der Hygieneregeln vorsorglich bis auf weiteres auf Sprossen zu verzichten. Haushalten und Gastronomiebetrieben empfiehlt er, noch vorrätige Sprossen sowie möglicherweise damit in Berührung gekommene Lebensmittel zu vernichten. Auch auf selbstgezogene rohe Sprossen und Keimlinge sollte seiner Meinung nach im Moment verzichtet werden, da noch nicht sicher ist, ob eine Kontamination über das Saatgut erfolgt ist. Gurken, Tomaten und Blattsalate kann man sich dagegen getrost schmecken lassen.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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