Kanal und Kläranlage führend

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In Traunstein liegen die Kosten für die Abwasserbeseitigung mit 70 Euro pro Einwohner und Jahr deutlich unter dem bayerischen Mittelwert von 100 Euro. Das bescheinigt die Teilnahmeurkunde am Projekt „Benchmarking Abwasser“. Die Urkunde präsentieren (v.l.) der Leiter des Sachgebiets Stadtentwässerung, Heinrich Vogl, Oberbürgermeister Manfred Kösterke, der zuständige Mitarbeiter für Kanalneubau und -Unterhalt, Andreas Prams, und der Betriebsleiter der Kläranlage, Bernhard Schmidt

Traunstein - Ein Vergleichstest bescheinigt die überdurchschnittliche Wirtschaftlichkeit der Kläranlage. Die Kosten pro Einwohner liegen 30 Euro unter dem Durschschnitt.

Eine gute Reinigungsleistung zu günstigen Preisen wird der Kläranlage Traunstein in einer landesweiten Vergleichsuntersuchung attestiert. Der Aufwand für die Abwasserbeseitigung in Traunstein liegt mit 70 Euro pro Einwohner und Jahr deutlich unter dem Mittelwert der bayerischen Teilnehmer von 100 Euro. Diese Bilanz zog die Bayerische Umweltstaatssekretärin Melanie Huml in München zum Abschluss der zweiten Runde des Projekts „Benchmarking Abwasser“. Die Große Kreisstadt Traunstein hat mit den Aufgaben der Abwasserableitung und Abwasserbehandlung in der Kläranlage Traunstein bereits zum zweiten Mal unter weiteren 89 Kommunen und Unternehmen teilgenommen.

Die Staatssekretärin machte deutlich: „Die Abwasserentsorgung in kommunaler Verantwortung garantiert hohe und zuverlässige Reinigungsleistung für den Schutz unserer Gewässer und nicht zuletzt deutschlandweit mit die günstigsten Abwassergebühren.“ Um die kommunale Abwasserentsorgung in Bayern zu unterstützen, zu modernisieren und transparenter zu gestalten, hat das Umweltministerium im Jahr 2007 zusammen mit dem Bayerischen Gemeindetag, dem Bayerischen Städtetag und der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) das Benchmarking-Projekt gestartet. Berücksichtigt werden die Kriterien Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Qualität, Kundenservice und Nachhaltigkeit der Abwasserentsorgung.

 Heinrich Vogl, Leiter des Sachgebiets Stadtentwässerung Traunstein, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Stadt Traunstein. In seinem Kurzbericht zu den Erfahrungen im Benchmarking betonte Vogl: „Das Erkennen der Zusammenhänge zwischen dem effektiven Einsatz von Personal und Betriebsmitteln und den dadurch verursachten Kosten sind existenziell wichtig für die Rechtfertigung des Einsatzes von Steuermitteln und Gebühren unserer Bürger und unserer Nachbargemeinden.“ Benchmarking schaffe eine Vertrauensgrundlage für eine transparente Gebührenpolitik und die Grundlage für die Entwicklung von zukunftsfähigen kostengünstigeren Verfahrenstechniken, so Vogl.

Oberbürgermeister Manfred Kösterke sprach dem Team der Stadtentwässerung seine Anerkennung für das Ergebnis des Benchmarking aus. „Die hohe Wirtschaftlichkeit der Abwasserbeseitigung in Traunstein ist erfreulich für unsere Bürger aber auch für die Nachbargemeinden, die ihre Abwässer in die Kläranlage einleiten“, sagte Kösterke. In Zukunft werde die Stadt Traunstein die Energieeffizienz und damit die Wirtschaftlichkeit des Kanal- und Kläranlagenbetriebs weiter erhöhen, um entgegen dem Trend steigender Energiepreise die Gebühren stabil halten zu können. Die Kläranlage in Empfing kann aktuell rund 70 Prozent des benötigten Gesamtenergiebedarfs an Wärme und elektrischer Energie – jährlich immerhin über drei Millionen Kilowattstunden – aus Biogas gewinnen.

Eine weitere Steigerung wird angestrebt. Hohe Summen investiert die Stadt Traunstein auch in den nächsten Jahren in das Kanalnetz und die Kläranlage, damit der Werterhalt der vorhandenen Substanz gewährleistet werden kann. Im Kanalbetrieb sind die hydrodynamische Kanalnetzberechnung zur Feststellung der vorhandenen Kapazitäten und die Zustandserfassung der Schäden im Kanalnetz wichtige Punkte im Maßnahmenprogramm. Mit der Sanierung der mechanischen Rechenanlage, der Verbesserung in der Schlammbehandlung, der Optimierung der Prozesswasserbehandlung und der Belebung und der weiteren Steigerung der Energieeffizienz werden neue Weichen für die Zukunft gestellt.

Pressemeldung Stadt Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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