Junge Frauen setzen sich gegen Quote ein

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Die Frauen der Jungen Union sprechen sich gegen eine Frauenquote aus.

Traunstein - Mit einer gemeinsamen Erklärung bestärken nun auch die Funktionsträgerinnen der Jungen Union im Landkreis Traunstein die Kritik an den Plänen der Ministerin von der Leyen.

"Wir brauchen keine Sonderstellung um genauso weit zu kommen wie unsere männlichen Kollegen", so Isabella Seidl. "Wer glaubt, Frauen könnten sich ohne Quote nicht durchsetzen, beweise nur, dass er uns nichts zutraut" bekräftigt die Bankerin, die aktuell in der Schweiz und in München für eine große Privatbank arbeitet.

„Frauen brauchen gezielte Förderung, ein Zwang zur Quote ist hier aber definitiv der falsche Weg und beweist nur die mangelnde Kreativität vieler Akteure!“ so Seidl weiter.

Die Damen der JU verteidigten den Kurs der Jungen Union gegen eine Quotenregelungen und stärkten damit auch dem Kreisvorsitzenden Sigi Walch den Rücken.

Magdalena Haas betonte, dass es wichtig sei, den Frauen zunächst die Möglichkeiten zu geben, sich frei zu entscheiden. "Beruflicher Erfolg und Familie dürfen sich für junge und motivierte Frauen nicht mehr ausschließen", findet die Ortsvorsitzende der JU Taching-Tengling.

„Unsere Gesellschaft müsse sich abgewöhnen, bei jeder Problematik nach dem Staat zu rufen“, so Isabella Seidl. Die Wahl des Lebensentwurfs müsse nach Ansicht der JU-Damen bei den Familien bleiben.

Andrea Haslwanter, Stadträtin aus Traunreut betonte ebenfalls, dass man sich für die Wahlfreiheit der Frauen einsetzen müsse und nicht für die Bevorzugung eines Lebensentwurfes: „Mit der Einführung einer Frauenquote in Unternehmen würden nicht nur die Leistungen engagierter Frauen herabgewürdigt, sondern parallel auch Frauen diskriminiert, die sich für Familie und Kinder entschieden hätten.“

Magdalena Haas betonte, dass es gar nicht nötig sei, ein "Überweib" zu sein, zumindest solange sich jede Familie frei für ein Modell entscheiden könne, und auch ein Umdenken in unserer Gesellschaft stattfinden würde. „Unfair und unsachlich“ findet sie den Argumentationsaufbau der SPD, wer gegen eine Quote sei, sei gegen Gleichberechtigung.

Isabella Seidl fügt hinzu: „Was wir brauchen ist eine offene Diskussion und keine Denkverbote.“ Die Frauen sind sich einig, dass man in der ganzen Debatte nicht vergessen dürfe, dass bei jungen Frauen, Familie genauso viel zähle wie beruflicher Erfolg.

Pressemitteilung Junge Union Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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