501 Jugendfeuerwehrler beim Wissenstest

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Beim Anlegen eines Mastwurfs mit Halbschlag um ein Strahlrohr hatte kaum einer der 501 Teilnehmer Schwierigkeiten. Die Buben und Mädchen zeigten durchwegs hervorragendes Können, freuten sich Kreisjugendwart Florian Reiter und sein Vorgänger Georg Fleischer (Mitte), der als Prüfer tätig war.

Traunstein - 501 Buben und Mädchen aus Jugendfeuerwehrgruppen im Landkreis Traunstein nahmen am diesjährigen Wissenstest teil und beendeten damit das Ausbildungsjahr der Feuerwehranwärter.

Der alljährliche Test gibt den Buben und Mädchen die Möglichkeit ihre während des Jahres erlernten Kenntnisse und Fertigkeiten zu überprüfen. Über die überaus große Resonanz, die der Wissenstest in diesem Jahr fand, freute sich besonders Kreisjugendwart Florian Reiter und bescheinigte allen Teilnehmern eine hervorragende Ausbildung, was an den guten Ergebnisse des Tests erkennbar war.

Aufgeteilt auf die vier Inspektionsbereiche des Landkreises fand der Wissenstest in den Feuerwehrgerätehäusern in Traunstein, Trostberg, Grabenstätt und Fridolfing statt. Die meisten Teilnehmer gab es im Inspektionsbereich Land 4, den nördlichen Bereich des Landkreises. Dort traten 157 Jugendfeuerwehrler an, dicht gefolgt vom östlichen Landkreis, dem Inspektionsbereich Land 3, wo sich 155 Buben und Mädchen dem Wissenstest unterzogen. 105 und 84 Teilnehmer waren es im Süden - im Achental und Trauntal (Land 2) - beziehungsweise in der Landkreismitte bei den Feuerwehren rund um Traunstein und Traunreut.

Der Test, der bundesweit im Rahmen der Grundlagenausbildung der Jugendfeuerwehren durchgeführt wird, stand in diesem Jahr unter dem Schwerpunktthema „Organisation der Feuerwehren und Jugendschutz.“ Im theoretischen Teil des Tests waren Fragen zu beantworten. So wurde zum Beispiel nach dem Unterschied von Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr gefragt, oder was unter „Abwehrendem Brandschutz“ und „Technischer Hilfeleistung“ zu verstehen ist. Fragen, die den Jugendschutz betrafen, lauteten zum Beispiel: Ist Kindern und Jugendlichen der Genuss von Tabakwaren in der Öffentlichkeit gestattet und welche Folgen das Rauchen haben kann?

Knoten und Stiche vorführen

Bei Aufgabe 2 musste den fünf Brandklassen (A bis E) insgesamt zwölf Stoffe zugeordnet werden. Die Buben und Mädchen mussten unter anderem wissen, dass Stadtgas der Brandklasse C zuzuordnen ist. Fachwissen und praktische Fertigkeiten waren bei Aufgabe 3 notwendig. Dabei mussten Knoten und Stiche vorgeführt werden, die zum Aufziehen von Geräten beherrscht werden müssen, zum Beispiel ein Mastwurf mit Halbschlag mit denen ein Strahlrohr über Leitern in ein oberes Stockwerk gezogen werden kann.

Beim Wissenstest gehe es nicht darum, einen Prüfungsbesten zu küren oder eine Auszeichnung zu vergeben, sondern den Anwärtern die Möglichkeit zu geben ihren Wissensstand festzustellen, erklärte Kreisjugendwart Reiter das Ziel des Wissenstests.

119 Gold-Abzeichen

Dennoch gingen die Teilnehmer nicht leer aus. Die Absolventen der Stufen 1 bis 3 erhielten Abzeichen in Bronze, Silber und Gold. Ein Abzeichen in Bronze wurde in diesem Jahr 213 Mal vergeben, Silber gab es für 136 Jugendliche und über Gold freuten sich 119 Buben und Mädchen. Bei Erreichen der Stufe 4, der höchstmöglichen Kategorie, wird den Jugendlichen eine schmucke Urkunde überreicht, jedoch nicht unmittelbar nach dem Wissenstest, sondern bei der Jahreshauptversammlung ihrer Heimat-Feuerwehr, um damit die Bedeutung der erfolgreichen Teilnahme entsprechend zu würdigen. 33 Jugendfeuerwehrler erreichten heuer diese höchste Wissenstest-Auszeichnung.

Pressemitteilung Freiwillige Feuerwehr

Quelle: chiemgau24.de

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