"Gemeinsam sind wir stark - Jugend rettet"

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Den Kindern wurde bei einem Erste Hilfe-Kurs das „Abenteuer Helfen“ näher gebracht. Angie Müll, Jugendleiterin und Ausbilderin bei den Maltesern zeigte mit praktischen Übungen, mit welchen einfachen Maßnahmen effektiv geholfen werden kann.

Traunstein - 130 Kinder und Jugendliche nahmen am Aktionstag der Rettungs- und Hilfsdienste teil. Dort lernten die jungen Sanitäter alles, was für die Rettung von Menschen wichtig ist.

130 Kinder und Jugendliche von Malteser Hilfsdienst, Bayerischen Roten Kreuz (BRK), Feuerwehren, Technischem Hilfswerk (THW) und Deutscher-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) kamen unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark - Jugend rettet“ erstmals zu einem „Tag der Hilfsdienste“ zusammen. Eingeladen hatte die Malteser Jugend aus Anlass ihres 30-jährigen Bestehens und des fünften Geburtstags der Traunsteiner Jugendgruppe. Im Schulhaus und auf dem Gelände der Krankenpflegeschule gab es für die jungen Sanitäter der Hilfsorganisationen einen interessanten und abwechslungsreichen Aktionstag mit Vorträgen und Workshops, aber auch ausreichend Möglichkeit zum Kennenlernen und zur Begegnung.

Begrüßt wurden die Nachwuchs-Retter von Oberbürgermeister Manfred Kösterke, dem Schirmherrn der Veranstaltung. Er zeigte sich begeistert von der großen Teilnehmerzahl und freute sich, dass sich junge Menschen ehrenamtlich in Hilfs- und Rettungsdiensten engagieren. "Ehrenamtlicher Dienst bringt den Jugendlichen wertvolle Erfahrungen für Schule und Beruf, vor allem aber für die Persönlichkeitsbildung", betonte Kösterke. Wolfgang Raufeisen von der Krankenpflegeschule würdigte die Initiative zu dem gemeinsamen Aktionstag der Jugendverbände und sprach seine Hoffnung aus, dass der "Tag der Hilfsdienste" kein einmaliges Projekt sei, sondern eine Fortsetzung findet.

Hochkarätige Fachvorträge gab es bei Jugendtag der Hilfs- und Rettungsdienste, zu dem 130 Kinder und Jugendliche zusammen kamen. Dr. Gerhard Füchsl, der selbst als Jugendlicher in der Malteser Jugend Traunstein sein Interesse an Medizin und Rettungsdienst entdeckte, sprach zum Thema „Bauchweh – und was steckt dahinter.“

Im ersten Teil gab es für die Jugendlichen Vorträge von Fachärzten. Dr. Anton Berger (Kinderneurologe), Dr. Johannes Hilberath (Kinderarzt), Dr. Claus Denzel (Unfallchirurg) und Dr. Wolfgang Weiß (Radiologe), alle aus dem Klinikum Traunstein sowie Dr. Gerhard Füchsl (Gastroenterologe) von der Kreisklinik Mühldorf und Joaquin Kersting (Ärztlicher Leiter Rettungsdienst) referierten in jugendgemäßer Art zu verschiedenen Themen, von Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen und deren Akutversorgung, einem Einblick in den Schockraum und die Behandlung bis zur Antwort auf die Frage, was man unter einem „akuten Abdomen" versteht und welche Erstmaßnahmen bei einem Krampfanfall zu ergreifen sind. Als Zuhörer wähnte man sich eher in einem Fachkongress für Notfallrettung als auf einem Jugendtag der Hilfsdienste und staunte, was die jungen Sanitäter an Wissen und Können "auf dem Kasten haben". Während die Jugendlichen gespannt den Fachvorträgen zuhörten wurde den Kindern bis 12 Jahre das "Abenteuer Helfen" bei einem Erste-Hilfe-Kurs näher gebracht. Die Ausbilder zeigten, wie ein Notruf abgesetzt wird und welche Angaben für die Mitarbeiter in der Integrierten Leitstelle wichtig sind, übten mit den Kindern die Schocklage, ebenso die stabile Seitenlage bei bewusstlosen Patienten und wie Wunden richtig verbunden werden.

Wie wird ein Zimmerbrand gelöscht und wie schützt ein Atemschutzgerät bei Brandrauch? Die Feuerwehr zeigte wie Brände bekämpft und Menschen aus verrauchten Räumen gerettet werden.

Nach einem schmackhaften Mittagessen, für das die Küchentruppe der Malteser sorgte, ginges im zweiten Teil des Aktionstages mit interessanten Workshops weiter. Die Jugendfeuerwehren aus der Stadt Traunstein demonstrierten, wie ein Zimmerbrand unter Einsatz von Atemschutzgeräten gelöscht wird, die DLRG lud zum Schnuppertauchkurs ein und die Gruppe für realistische Darstellung (RUD) der Malteser zeigte, wie Verletzungen täuschend echt geschminkt und dargestellt werden. Unter Anleitung von Ausbildern des BRK und der Malteser konnte die Herz- Lungen-Wiederbelebung und das Anlegen von Verbänden geübt werden. „Bergen und Retten“ war das Thema einer Vorführung der THW-Jugend und „funkend“ ging es durch die Stadt Traunstein, bei einer Sprechfunkübung. Zum Abschluss des Tages würdigte Max Rauecker, der Kreisbeauftragte der Malteser den Jugendleiter Dr. Michael Winklmaier für die hervorragende Organisation des Jugendtages und freute sich, dass Fortbildung, Gemeinschaft und Kennenlernen zu einem gelungenen und erfahrungsreichen Tag verbunden werden konnten. Nur gemeinsam sei man stark, was im Rettungsdienst und in der Notfallvorsorge der Bevölkerung häufig zu Tragen komme. In unterschiedlichsten Notfallsituationen sei eine gute Zusammenarbeit von Hilfs- und Rettungsdiensten das Erfolgsrezept. „Es ist gut, wenn das schon in der Jugend geschieht und miteinander geübt wird. Ein altes Sprichwort sagt schon: Früh übt sich, wer ein Meister werden will!“ Der Jugendtag der Hilfsdienste endete mit einem feierlichen Wortgottesdienst.

Presseinformation Malteser Hilfsdienst e.V.

Quelle: chiemgau24.de

Zurück zur Übersicht: Region Traunstein

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser