Waldbrandalarm stellte sich als Irrtum heraus

Inzell - Waldbrandalarm für acht Feuerwehren gab es am späten Mittwochabend, nachdem ein Inzeller einen Feuerschein im Bergwald, westlich des Teisenbergs gesehen und Brandgeruch im Ortsteil Holzen bemerkt hatte.

Rund 140 Floriansjünger der Wehren aus Inzell, Hammer, Ruhpolding, Weißbach, Eisenärzt, Siegsdorf, Vogling und Traunstein rückten gegen 22.25 Uhr aus, konnten aber kein Feuer ausfindig machen. Nach ausgiebiger Erkundung entdeckte die Besatzung eines Löschfahrzeugs der Feuerwehr Hammer einen Forstarbeiter, der bis in die Nacht hinein mit einem Prozessor im Bergwald arbeitete. Die großen Arbeitsscheinwerfer der Holzerntemaschine erschienen vom Tal aus als großer Lichtschein, was wie ein Waldbrand aussah. Der wahrgenommene Brandgeruch hatte seine Ursache in einem Lagerfeuer, das im BLSV Sport- und Feriendorf in Holzen entzündet worden war, genau dort, wo sich alle angerückten Feuerwehren mit ihren Einsatzfahrzeugen im Bereitstellungsraum versammelt hatten. Der Alarm der Feuerwehren stellte sich somit als Irrtum und Fehlinterpretation heraus. Das Großaufgebot an Floriansjüngern konnte nach nur einer halben Stunde die Heimfahrt zu den Gerätehäusern antreten.

Zu einem größeren Brand kam es am Mittwoch kurz nach 14 Uhr auf einem Feld nahe Dieperting (Gemeinde Waging). Eine rund 2500 Quadratmeter große Fläche stand in Flammen. Die Feuerwehren Palling und Otting hatten das Feuer nach kürzester Zeit gelöscht. Verletzt wurde niemand. Was den Brand ausgelöst hat, ist noch unklar.

Die Kreisbrandinspektion Traunstein mahnt wegen der anhaltenden Trockenheit zu größter Vorsicht und Umsicht. Die Waldbrandgefahr nimmt nach der Prognose des Deutschen Wetterdienstes in den nächsten Tagen deutlich zu. Bis Ostersonntag wird sie im Chiemgau und Rupertiwinkel die Stufe 3 (mittlere Gefahr) und 4 (hohe Gefahr) auf der fünfteiligen internationalen Gefahrenskala erreicht haben. Die Feuerwehr erinnert daran, das Rauchen in Wäldern von 1. März bis 31. Oktober verboten ist. Im Wald oder in Waldnähe darf kein offenes Feuer entfacht werden. Zigarettenkippen bitte nicht aus dem fahrenden Auto oder Zug werfen, ebenso sollten Pkw nicht über trockenem Gras abgestellt werden, weil es der heiße Katalysator entzünden könnte. Sollte es dennoch zu einem Brand kommen, bitte sofort die Feuerwehr über Telefon 112 benachrichtigen.

Peter Volk/Feuerwehr

Quelle: chiemgau24.de

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