Wasserversorgung für die Zukunft gesichert

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Die Verträge für die neue Wasserversorgung der Gemeinde und Inzell sind unter Dach und Fach. Nach Traunstein und Siegsdorf ist Inzell der dritte Ort, der sein Trinkwasser aus der Laubau erhält. Das Foto von der Vertragsunterzeichnung im Maschinenhaus der Wasserversorgung zeigt v.l. Inzells Bürgermeister Martin Hobmaier, Traunsteins Oberbürgermeister Manfred Kösterke und den Siegsdorfer Bürgermeister Thomas Kamm.

Inzell - Die Einwohner von Inzell müssen sich keine Sorgen mehr um die Zukunft ihrer Trinkwasserversorgung machen. Bürgermeister Hobmaier unterzeichnete am Donnerstag einen Vertrag mit den Stadtwerken Traunstein.

Bürgermeister Martin Hobmaier unterzeichnete am Donnerstag, den 4. August den Vertrag mit den Stadtwerken Traunstein, der seiner Gemeinde den Anschluss an die Wasserversorgung in der Laubau ermöglicht. Nach Traunstein und Siegsdorf ist Inzell der dritte Ort, der Wasser aus der Laubau bekommt. „Wir erhalten dadurch die Chance, unsere Wasserversorgung nach 50 Jahren endlich auf gesunde Beine zu stellen“, machte Hobmaier bei der Vertragsunterzeichnung in der Laubau deutlich. Inzell habe aufgrund der Probleme mit den eigenen Quellen schnell handeln müssen und mit den Stadtwerken Traunstein einen zuverlässigen Partner gefunden. Die Bereitschaft der Stadt Traunstein zur Zusammenarbeit bezeichnete Hobmaier als „starkes Signal der kommunalen Verbundenheit“. Traunsteins Oberbürgermeister Manfred Kösterke gab dieses Kompliment an seinen Stadtrat weiter, der bereits vor zwei Jahren dem Anschluss von Inzell zugestimmt hatte.

„Wasser ist ein Gut, das nicht einem einzelnen gehört, sondern allen“, betonte Kösterke. Auch die Traunsteiner Haushalte würden ja seit 1985 nicht mehr mit Wasser aus dem eigenen Stadtgebiet versorgt, sondern aus der Laubau. „Wenn Ruhpolding uns das Wasser zur Verfügung stellt, haben wir die Pflicht, es auch anderen zu überlassen.“ Der Siegsdorfer Bürgermeister Thomas Kamm bestätigte, dass die Zusammenarbeit zwischen den an der Wasserversorgung beteiligten Orten über all die Jahre immer reibungslos funktioniert habe. Im Siegsdorfer Gemeinderat sei es keine Frage gewesen, für den Anschluss der Nachbargemeinde zu stimmen. Mit dem Ruhpoldinger Bürgermeister Claus Pichler waren sich die Rathaus-Chefs aus Traunstein, Siegsdorf und Inzell einig: „Wir brauchen keine Gesetze für die kommunale Zusammenarbeit, sondern wir praktizieren sie.“

Bis in Inzell das Wasser sauber, klar und unbehandelt aus den Wasserhähnen sprudelt, wird noch ein knappes Jahr vergehen. Der Leitungsbau soll im Oktober beginnen, und nach dem Winter fortgesetzt werden. „Im Frühsommer wollen wir mit allen Arbeiten fertig sein und die neue Wasserversorgung in Betrieb nehmen“, kündigte Bürgermeister Hobmaier an. Aus der Laubau wird das Wasser in den sechs Kilometer entfernten Hochbehälter in Inzell gepumpt, von dort gelangt es über das bestehende Leitungssystem in die Häuser und Wohnungen. Neben den Investitionen von rund 2,5 Millionen Euro für das Verlegen der Wasserrohre bezahlt die Gemeinde auch einen Investitionskostenzuschuss von 800.000 Euro für die Infrastruktur in der Laubau. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Bürger von Traunstein und Siegsdorf den Anschluss von Inzell nicht über ihre Wassergebühren mitfinanzieren müssen.

Unbegründet sind auch Befürchtungen, das Wasser in der Laubau könnte knapp werden. Noch nie seit dem Aufbau der Wasserversorgung wurde die genehmigte Entnahmemenge von 2,5 Millionen Kubikmeter ausgeschöpft. Vielmehr hat das steigende Umweltbewusstsein der Verbraucher dazu geführt, dass der Wasserverbrauch seit Jahren rückläufig ist. Selbst wenn Inzell die vereinbarten 550.000 Kubikmeter im Jahr komplett verbrauen würde, liegt die Wasserentnahme noch deutlich unter der genehmigten Gesamtmenge. In die Berechnungen haben die Stadtwerke einen großzügigen Sicherheitspuffer eingebaut, so dass auch Ruhpolding im Notfall die vertraglich zugesicherten 600.000 Kubikmeter für die Notversorgung seiner Bewohner beziehen kann.

Die Stadtwerke Traunstein können durch den Vertragsabschluss mit Inzell ihre Stellung als wichtigster Wasserversorger im südlichen Landkreis weiter ausbauen. Nach Angaben der Geschäftsführer Stefan Will und Josef Loscar versorgen die Stadtwerke 3.800 Haushalte mit Wasser aus der Laubau, in Inzell kommen noch einmal 1.800 Haushalte hinzu. Technisch bedeutet der Anschluss für die Stadtwerke kein Problem, da in der Vergangenheit immer wieder in den Ausbau der Brunnen und Anlagen investiert wurde. Erst im Oktober ist in der Laubau ein neuer Brunnen in Betrieb gegangen, der die Versorgung der Bürger mit Trinkwasser noch sicherer und zuverlässiger macht.

Pressemeldung Stadt Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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