Egger als Kandidat bestätigt

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Hans Egger, der Bürgermeisterkandidat der "Bürger für Inzell".

Inzell - Die "Bürger für Inzell" haben ihre Aufstellungsversammlung im Schützenheim wiederholt. Nun wurde endgültig ein Bürgermeisterkandidat bestimmt.

„Eine solch große Aufstellungsversammlung hat es dieses Jahr weder in Inzell, und nach meinen Informationen auch in keinem anderen Ort im Landkreis gegeben“ freute sich „Bürger für Inzell“ Gemeinderat Richard Hütter zur Eröffnung der Wiederholung der Aufstellungsversammlung seiner Gruppierung. Über 90 Inzeller Bürgerinnen und Bürger, unter ihnen besonders viele junge Leute, drängten sich ins Schützenheim, das nicht für alle Anwesenden Sitzgelegenheiten zur Verfügung hatte.

Zunächst erläuterte Hütter, dass die Wiederholung der Versammlung deshalb notwendig wurde, weil nicht abschließend hatte geklärt werden können, ob bei der Versammlung am 07. Januar formale Fehler begangen wurden. Nachdem er vom Inzeller Wahlleiter angesprochen worden sei, habe er zusammen mit Hans Egger, Claudia Hopf, Sepp Rieder, Claudia Doppler und Willi Hess, denen er seinen Dank für ihre intensive Unterstützung aussprach, kurzfristig entschieden die Versammlung zu wiederholen, „um uns und Hans Egger nicht wegen Formfehlern die Wahlchancen durch eine Anfechtung zu gefährden“. Auf Nachfragen aus dem Kreis der Zuhörer, wer denn den „Stein ins Rollen gebracht habe“ erklärte Hütter, dass dies nicht weiter hinterfragt wurde.

Er gab den Anwesenden einen kurzen Überblick über die Arbeit seiner Fraktion, die eine Listenverbindung mit der SPD im Gemeinderat hatte. Nie habe es bei Entscheidungen im Inzeller Gemeinderat Partei- oder Fraktionszwang gegeben. Alle Mitglieder der beiden Fraktionen hätten sich immer Sachfragenorientiert entschieden. Hütter warb nachdrücklich bei der Inzeller Bevölkerung „bei den Kommunalwahlen Personen zu wählen, unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit“.

Egger-Kandidatur als Weihnachtsgeschenk

Mit den Worten „Die Bekanntgabe deiner Kandidatur zum Bürgermeisterkandidaten war für uns ein Weihnachtsgeschenk“ übergab Hütter dem Bürgermeisterkandidaten Hans Egger das Wort, der den Anwesenden seine politischen Ziele erläuterte. Hans Egger betonte, dass er als langjähriger Gemeinderat und 2. Bürgermeister der Gemeinde Inzell über fundierte kommunalpolitische Erfahrung verfügt, um das Bürgermeisteramt ausüben zu können. Für ihn wäre als Bürgermeister „Bürgernähe“ das wichtigste Anliegen. „Mit den Leuten reden, sie mitnehmen“ will Hans Egger und so die Bürgerbeteiligung an gemeindlichen Angelegenheiten verstärken. „Der Naturbadesee hat gezeigt, wozu wir Inzeller fähig sind“ lobte Hans Egger den Inzeller Gemeinsinn.

Wichtig ist ihm der Erhalt der „Schönheit unseres Dorfes in einmaliger Umgebung“. Vor allem jungen Familien will er das Wohnen in Inzell noch schmackhafter machen. Mit Vermietern, Gastronomen und allen, die vom Tourismus leben, will Hans Egger Änderungen in den touristischen Konzepten anstoßen und umsetzen.

Die Max Aicher Arena bezeichnete er als große Herausforderung. Zur besseren Auslastung und optimalen Verwertung müssten alle an einen Tisch, die Verantwortung für die Max Aicher Arena tragen. „Nach langen Überlegen kandidiere ich jetzt gerne als Bürgermeister. Ich will alle Inzeller mitnehmen, ich will den Sachverstand am Ort nutzen“ rief Hans Egger zum Schluss den Anwesenden zu, die seine Ausführungen mit starkem Applaus honorierten.

Als Versammlungsleiter für die Wahl wurde von den Anwesenden Sepp Rieder, Fraktionssprecher SPD / Bürger für Inzell, gewählt, der zunächst feststellte, dass 67 stimmberechtigte und 24 nicht stimmberechtigte Gäste anwesend sind. Die anschließende geheime Wahl ergab die einstimmige Wahl (67 Stimmen) von Hans Egger zum Bürgermeisterkandidaten.

Frauenanteil soll gesteigert werden

Nach dieser Wahl gab Sepp Rieder allen Kandidatinnen und Kandidaten der Liste „Bürger für Inzell“ die Möglichkeit, sich persönlich vorzustellen. Der vorgeschlagenen „Blockabstimmung“ mit vorgegebenen Listenplätze wurde von der Versammlung zugestimmt. Da Herbert Öttl seine Bewerbung aus persönlichen Gründen zurückgezogen hatte, wurde die Verwaltungsfachwirtin Elisabeth Gehmacher als neue Bewerberin gewonnen. Bei den übrigen Kandidaten gab es keine personellen wohl aber Veränderungen beim Listenplatz.

Bei der anschließenden geheimen Abstimmung wurde der vorgeschlagenen Kandidatenliste einstimmig und der Listenverbindung mit der „SPD und Unabhängige“ mit einer Gegenstimme zugestimmt.

„Die SPD und die Bürger für Inzell haben zusammen zehn Frauen auf ihren Listen stehen“, dies, so Versammlungsleiter Sepp Rieder, sei einmalig und ein positives Zeichen. „Ich hoffe, dass es dadurch gelingt den Frauenanteil im neuen Inzeller Gemeinderat zu steigern“ warf Rieder in den Raum. Er wies darauf hin, dass die „SPD und Unabhängige“ Hans Egger als Bürgermeisterkandidaten genauso unterstützen wie die Inzeller „OBIC / FWG“.

„Mit der heutigen Versammlung haben wir den Wahlkampf eingeläutet“ stellt der frisch gekürte Bürgermeisterkandidat Hans Egger fest. Diesen werden die beiden Listen wie in der Vergangenheit gemeinsam bestreiten. „Wir gehen davon aus, dass ein fairer, von Argumenten und Persönlichkeiten geprägter Wahlkampf wird“ sagte Hans Egger. Er wies darauf hin, dass er, Claudia Doppler und Sepp Rieder auf der Liste der SPD für den Kreistag kandidieren.

„Wählt uns Inzeller bitte in den Kreistag, damit Inzell auch im Kreis gut vertreten ist“ warb Hans Egger. Mit einem Augenzwinkern gab er bekannt, dass beide Listen am Dienstag 25. Februar 2014 einen „vorgezogenen öffentlichen politischen Aschermittwoch“ in der Kritischen Akademie mit dem Kabarettisten Sepp Raith durchführen.

Pressemeldung Bürger für Inzell

Quelle: chiemgau24.de

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