Bergwacht Inzell und Ruhpolding mit Hubschrauber im Einsatz

Wanderin stürzt 100 Meter in die Tiefe - und überlebt

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Inzell - Dank eines aufmerksamen Melders konnte die Bergwacht Inzell und Ruhpolding am Mittwoch, den 3. Mai eine schwerverletzte Bergwanderin retten.

Gegen 13 Uhr nahm ein Paar beim Abstieg von der Reiter Alm über die Forststraße nach Weißbach Hilferufe wahr und setzte einen Notruf bei der Integrierten Leitstelle in Traunstein ab, welche die Bergwacht Inzell alarmierte. 

Woher kommen die Hilferufe?

Beim Eintreffen der Bergwacht beim Melder stellte sich heraus, dass sich eine genaue Lokalisation der Hilferufe als ziemlich schwierig herausstellte. Diese konnten vom Waldbahnweg kommen, aber auch vom gegenüberliegenden Plattlingsteig, der von Zwing in Richtung Harbachalm führt. 

Da der Waldbahnweg, durch schnelle Erkundung mittels Quad, ausgeschlossen werden konnte, wurde umgehend die Bergwacht Ruhpolding, der Rettungshubschrauber Christoph 14 und der Technikbus der Bergwacht Chiemgau nachalarmiert, um das extrem steile Gelände im Bereich des Plattlingsteiges schnellstmöglich abzusuchen. 

Frau stürzt 100 Meter tief, hat schwere Verletzungen

Noch bevor der Rettungshubschrauber einen Überflug machen konnte, wurde die Verletzte mit einem Fernglas von einem Posten auf der gegenüberliegenden Forststraße entdeckt, worauf die F ußtrupps über Funk zur Unfallstelle geleitet werden konnten. 

Die Frau war über 100 Meter vom Steig abgestürzt und hatte sich schwere Verletzungen zugezogen. Nach der Versorgung durch einen Bergwachtsanitäter konnte auch ein Notarzt in das teilweise senkrechte und technisch anspruchsvolle Gelände abgeseilt werden. 

Rettungshubschrauber Christoph 14

Um den Abtransport so schonend und zügig wie möglich zu gestalten, sollte dies luftgebunden mittels Bergetau geschehen. Dafür mussten Patient, Retter und Notarzt jedoch erst weitere 50 Meter abgeseilt werden, um in ein ausreichend freies Gelände für eine Luftrettung zu gelangen. 

Der Rettungshubschrauber Christoph 14 wurde am Wanderparkplatz in der Zwing stationiert und für die Taurettung vorbereitet, um sofort starten zu können, sobald die Lichtung vom Rettungstrupp erreicht wurde. 

Bodengebundener Abtransport wird zusätzlich vorbereitet

Zeitgleich wurde notwendiges Material und Rettungsmittel mit Fußtrupps in Richtung Unfallstelle gebracht, um für einen bodengebundenen Abtransport vorbereitet zu sein, sollte die Rettung mit dem Hubschrauber aufgrund des steilen Geländes, vorherrschender Winde oder der vorhergesagten Wetterverschlechterung nicht möglich sein. 

Tolle Zusammenarbeit der Bergwachten Inzell und Ruhpolding

Nachdem die Patientin mit dem Bergetau zum Zwischenlandeplatz Zwing geflogen wurde, ging es nach dem Umladen ins Innere des Hubschraubers auf direktem Weg in die Klinik. 

Im Einsatz waren insgesamt 20 Einsatzkräfte der Bergwachten Inzell und Ruhpolding

Herzlichen Dank an die Kollegen der Bergwacht Ruhpolding für die Unterstützung und die hervorragende Zusammenarbeit.

Bergwacht Inzell

Quelle: chiemgau24.de

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