Behörde tüftelt und hofft auf Besserung

B306-Sperrung: Umleitungs-Chaos und Staus rund um Inzell

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Inzell - Die Ortsdurchfahrt ist seit Montag bis Ende Juni gesperrt, doch viele Verkehrsteilnehmer versuchen es abseits der ausgeschriebenen Umleitung - die Folge: Staus und Verkehrschaos. 

"Chaotische Verhältnisse im Inzeller Salinenweg. Das Staatliche Bauamt Traunstein hat eine Vollsperrung der Bundesstraße in Inzell angeordnet. Es soll weiträumig umgeleitet werden. Doch was ist Sachstand? Busse fahren halbstündig durch eine Straße die gerade einmal 4,5 Meter breit ist", umschreibt einer unserer Leser das Problem ziemlich exakt. 

Vor allem Busse machen die Sache schwierig

Ein weiteres Leserfoto - auch das Staatliche Bauamt sieht das größte Problem im Salinenweg bei den Bussen. 

Über Siegsdorf, Eisenärzt und Ruhpolding sollte man Inzell momentan umfahren, so die offizielle Umleitung des Staatlichen Bauamts. Inzells Lage in den Bergen lässt für den überörtlichen Verkehr auch kaum andere Routen zu - doch vielen ist dieser Weg wohl zu weit: "Viele fahren auf der gewohnten Strecke hinein bis Boden und probieren es oder werden übers Navi auf den Salinenweg geleitet", so auch Peter Maltan vom Staatlichen Bauamt im Gespräch mit chiemgau24.de. 

Der schmale Salinenweg nordwestlich von Inzell, über Gschwall und die "Kritische Akademie", ist derzeit also oft überlastet. "Am Dienstag in der Früh war ein Stau von Wald bis zum Feriendorf weil Busse nicht aneinander vorbeikommen", schreibt uns ein Leser. Hier wird das ganze zum Problem: Zwei Autos kommen noch aneinander vorbei, bei Bussen oder Schwerlastverkehr wird's eng.

Gespräche sollen Situation entschärfen

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"Ja, auch der RVO nutzt die Strecke", so Maltan vom zuständigen Staatlichen Bauamt: "Die Busse nutzen den Salinenweg, um ihre Zeitpläne einhalten zu können, das ist das Problem." Auch er berichtet von rangierenden Bussen, die es am Salinenweg derzeit noch komplizierter machen, als es eh schon ist. Am Donnerstag fanden sich die Verantwortlichen zum Gespräch zusammen: RVO, Inzells Bürgermeister Egger und das Staatliche Bauamt - "damit der RVO dort wirklich nur die allernötigsten Busse fahren lässt", so Maltan.

Das Staatliche Bauamt rechnet aber ohnehin damit, dass sich die Situation in den nächsten Tagen entspannen wird. Erfahrungsgemäß sei die erste Zeit einer Vollsperrung immer schwierig. "Viele probieren es am Anfang einfach erstmal, mit der Zeit sehen es viele ein und die Situation bessert sich", so Peter Maltan. Er appelliert an die Autofahrer, die offizielle Umleitung über Siegsdorf, Eisenärzt und Ruhpolding zu nehmen

xe

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Quelle: chiemgau24.de

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