Dachgeschoss-Brand in Inzell

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Inzell - Gegen 21 Uhr meldete die Feuerwehr Inzell am Samstagabend nach einem Dachstuhlbrand 'Feuer aus'. Eine Nachbarin hatte die Feuerwehr gerufen. **Jetzt mit Video**

Sachschaden von mindestens 300 000 Euro entstand am Samstagabend beim Brand in einem Ferienwohnhaus in Inzell. Bei Eintreffen der ersten Feuerwehr-Einheiten wurde als erste Lagemeldung von einem "offenen Dachstuhlbrand" berichtet. Flammen loderten aus den Dachflächen im Bereich des Firsts. Das Ferienhaus stand leer, so dass glücklicherweise keine Personen in Gefahr waren. Es wurde niemand verletzt. 140 Feuerwehrmänner waren bei dem Großeinsatz dabei.

Fotos vom Brand in Inzell

Gegen 19.15 Uhr wurde das Feuer von einem Nachbarn in der Ahornstraße, in der Nähe des Badeparks, bemerkt, was er über Notruf bei der Integrierten Leitstelle Traunstein meldete. Darauf alarmierte die Notrufzentrale die Feuerwehren Inzell, Ruhpolding und Weißbach. Nur wenige Minuten später waren die ersten Löschtrupps der Inzeller Floriansjünger am Brandort. Das Feuer hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt über die gesamte Gebäudelänge ausgedehnt, weshalb die Einsatzleitung mit Inzells Ersten Kommandanten Josef Steinhauer und Kreisbrandinspektor Georg König weitere Kräfte anforderte.

Um dem im Dachboden schwelenden Feuer Herr zu werden, positionierte die Feuerwehr drei Drehleitern am Gebäude, von denen aus der Höhe Wasser auf die Brandstellen im Dach gespritzt wurde. Zusätzlich rückten mehrere Trupps mit Atemschutzgeräten von innen bis zum Dachgeschoss vor und bekämpften die Flammen. Die Atemschutzträger durchsuchten alle Räume, um sicher zu sein, dass sich keine Personen im Gebäude aufhielten. Laut Einwohnermeldeamt sind drei Personen mit ständigem Wohnsitz in dem Ferienhaus gemeldet.

Da der Rauch in Richtung einer benachbarten Gaststätte zog, wurde dieses vorsorglich evakuiert. Schadstoffmessungen der Feuerwehren verliefen negativ, es bestand keine Gefährdung für die Anwohner.

Gegen 21 Uhr war das Feuer unter Kontrolle und weitgehend gelöscht. Allerdings zogen sich die Nachlöscharbeiten mehrere Stunden hin. Bis zum Sonntagmorgen stand ein Löschtrupp der Feuerwehr Inzell als Brandwache am Einsatzort parat. Trotz des Großaufgebotes an Löschmannschaften konnte nicht verhindert werden, dass die Wohnräume im Dachgeschoss ausbrannten und der Dachstuhl zerstört wurde. Auch die Ferienwohnungen im zweiten Obergeschoss wurden durch Brandrauch und die Hitze stark beschädigt. Das Feuer verursachte nach Schätzungen von Polizei und Feuerwehr einen Schaden von mindestens 300 000 Euro. Was das Feuer ausgelöst hat, ist noch unklar. Die Kriminalpolizei Traunstein ermittelt.

Für Josef Steinhauer, Erster Kommandant der Feuerwehr Inzell, war der Großbrand ein markanter Abschluss seiner langjährigen Tätigkeit als Aktivenchef. Um 18 Uhr, gut eine Stunde vor dem Feueralarm, fand im Inzeller Rathaus die Neuwahl des Ersten Kommandanten statt. Steinhauer stellte sich nicht mehr für das Amt zur Verfügung. Im Anschluss daran wurde um 19 Uhr mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche der verstorbenen Mitglieder der Feuerwehr Inzell gedacht. Mitten unter der Messe, kurz nachdem Pfarrer Gerhard Salzeder in seiner Predigt die ehrenamtliche Tätigkeit der Floriansjünger würdigte und davon sprach, dass man nie wisse, wann ein Alarm zum Einsatz ruft, schlugen die Funkmeldeempfänger der Aktiven an und die Feuerwehrler rannten aus dem Gotteshaus zum Feuerwehrgerätehaus. Josef Steinhauer leitete dabei seinen letzten Einsatz als Erster Kommandant. "Das wird in die Geschichte der Feuerwehr Inzell eingehen", meinte Kreisbrandinspektor Georg König. Die für 20 Uhr geplante Hauptversammlung des Feuerwehrvereins und der aktiven Mannschaft musste ausfallen.

Küchenbrand in Gaststätte am Simssee

Überhitztes Fett war gestern Mittag laut Feuerwehr die Ursache für einen Küchenbrand beim Seewirt in Ecking am Simssee, Gemeinde Riedering. Während der Brand dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehren aus Riedering, Neukirchen, Pietzing, Stephanskirchen und Schloßberg schnell gelöscht war und der Brandschaden relativ glimpflich ausging, dürfte der Rauchschaden erheblich sein. Dieser hatte sich nicht nur in der Küche, sondern auch in den Gasträumen ausgebreitet.

pv/jre/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © kaf

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