Ärger um weltbestes Sportgebäude

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Die neue Eisschnelllaufhalle "Max Aicher Arena" (hier ein Archivbild aus der Bauphase) wurde erst im November 2011 als weltbestes Sportgebäude ausgezeichnet: Jetzt laufen mit einigen der am Bau beteiligten Firmen Rechtsstreitigkeiten, bestätigte Bürgermeister Martin Hobmaier.

Inzell - Die "Max Aicher Arena" wurde im November 2011 als weltbestes Sportgebäude ausgezeichnet. Die Gemeinde hat aber nun Rechtsstreitigkeiten mit einige Baufirmen.

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Inzell hat das weltbeste Sportgebäude

Weltweit wird sie bewundert, und Inzell ist stolz auf sie: die neue Eisschnelllaufhalle "Max Aicher Arena", die erst im November 2011 als weltbestes Sportgebäude ausgezeichnet wurde. Doch für die Gemeinde Inzell gibt es da einen Wermutstropfen: Mit einigen der am Bau beteiligten Firmen laufen Rechtsstreitigkeiten, wie am Rande der Haushaltsdebatte in der Gemeinderatssitzung deutlich wurde.

"Es gibt Meinungsverschiedenheiten zwischen den zu erwartenden Leistungen und den tatsächlich erbrachten Leistungen", erklärte Bürgermeister Martin Hobmaier auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung. "Das müssen wir nun sauber abarbeiten." Nähere Details wollte er wegen des schwebenden Verfahrens nicht äußern, räumte jedoch ein, dass das Dach undicht war: "Es ist kein Geheimnis, dass es nass eingegangen ist".

Bürgermeister: Wir werden nicht locker lassen

Die Eishalle im Inzeller Haushalt:

Im Vermögenshaushalt fallen für die Eishalle 204.300 Euro für den Bauunterhalt 248.500 Euro an restlichen Baukosten und 160.000 Euro für den Saunaumbau an. Restzuschüsse gibt es noch vom Land, Bund und Kreis.

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Vor Gericht ist die Gemeinde noch nicht gezogen, doch sie hat einen Fachanwalt eingeschaltet. Dieser versucht die Differenzen mit den Firmen derzeit auf dem Verhandlungsweg zu klären. Das Problem am Dach sei "noch nicht endgültig beseitigt", berichtete Hobmaier. Da noch Schnee auf der Halle liegt, müsse man das Frühjahr abwarten. Unter anderem müsse die Dachrinne repariert werden.

"Wir werden so lange nicht locker lassen, bis das die Qualität hat, die wir erwarten", betonte der Bürgermeister. Das erwarte auch der Bürger. Immerhin geht es um viel Geld der Steuerzahler: 5,5 Prozent des 36-Millionen-Projekts Eishalle, also etwa 1,98 Millionen Euro, schultert die Gemeinden Inzell. "Das letzte Geld wird erst gezahlt, wenn alles gerichtet ist", kündigte der Rathauschef an. Dieses Vorgehen sei bei solchen Projekten durchaus üblich.

vm/Chiemgau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

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