Hoher Sachschaden bei Brand in Ruhpolding

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Ruhpolding - Beim Brand eines Hotels mit Gaststätte am Samstagabend in Ruhpolding entstand hoher Sachschaden, den die Feuerwehr nach ersten Schätzungen auf mindestens 250.000 Euro beziffert. **Zur Erstmeldung**

Das Dach- und Obergeschoss des weitgehend leerstehenden Hotelgebäudes in der Brandstätter Straße, in dem nur die Gaststätte im Erdgeschoss in Betrieb ist, brannten völlig aus. Zum Zeitpunkt des Brandausbruches befand sich niemand in dem Gebäudekomplex. Ein Feuerwehrmann, der bei dem Einsatz als Atemschutzträger tätig war, erlitt einen Kreislaufkollaps.

Gegen 19.20 Uhr wurde der Brand von Passanten und Anwohnern entdeckt und über Notruf die Feuerwehr verständigt. Als die ersten Löschmannschaften der Feuerwehr Ruhpolding eintrafen, stand das Dachgeschoss im südlichen Bereich des Gebäudes lichterloh in Flammen. Eine Rettungswagenbesatzung des Roten Kreuzes, die ebenfalls in wenige Minuten nach dem Alarm vor Ort war, konnte schnell Entwarnung geben und der Integrierten Leitstelle mitteilen, dass sich keine Personen im Gebäude befinden und niemand in Gefahr ist.

Die Feuerwehren aus Ruhpolding, Eisenärzt, Inzell, Siegsdorf, Vogling, Bergen und Traunstein hatten das Feuer nach nur 30 Minuten unter Kontrolle. Die Zumischung von Löschschaum zum Wasser zeigte in kürzester Zeit Wirkung und die mächtig auflodernden Flammen wurden erstickt. Von zwei Drehleitern aus und mit mehreren Löschtrupps, die rund um das Gebäude postiert waren, rückten die Wehren dem Feuer zu leibe. Das Dachgeschoss brannte jedoch im südlichen Teil bis zu einer Trennmauer in der Gebäudemitte hin völlig aus und auch das Obergeschoss wurde weitestgehend ein Raub der Flammen.

Dachgeschossbrand in Ruhpolding

Als langwierig erwiesen sich die Nachlöscharbeiten. Weil nach Ablöschen des offenen Feuers weiterhin Rauch aus dem Dach aufstieg, entschied die Einsatzleitung die Dachziegel zu entfernen und die Dachhaut mit der Motorsäge zu öffnen. Die Feuerwehren mussten sichergehen, dass sich in den Zwischenräumen keine versteckten Glutnester befinden. Um diese Kontroll- und Nachlöscharbeiten durchführen zu können, war eine große Zahl von Atemschutzträgern erforderlich.

Bei den hochsommerlichen Temperaturen in voller Schutzkleidung zu arbeiten, verlangte den Feuerwehrlern größte Anstrengung ab. Einer der Floriansjünger brach nach Verlassen des Brandobjektes zusammen. Er erlitt einen Kreislaufzusammenbruch und musste nach notärztlicher Versorgung vor Ort vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden.

Die Nachlöscharbeiten, bei denen die Atemschutzträger der Feuerwehr auch eine Wärmebildkamera zum Aufspüren von Glutresten verwendeten, zogen sich bis Mitternacht hin. Die Brandursache ist noch unklar. Noch während der Löscharbeiten nahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen auf.

Im Einsatz waren sieben Feuerwehren mit über 130 Mann, zudem ein Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug sowie eine Schnelleinsatzgruppe des BRK, der Organisatorische Einsatzleiter Rettungsdienst und die Polizei mit mehreren Streifenwagenbesatzungen.

Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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