Hochwasserschutz: "Durchführung im Plan"

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Kernstück der Maßnahme ist das Absenken der Sohle um etwa eineinhalb Meter auf einer Länge von zirka 2,6 Kilometern.

Traunstein - Die Bauarbeiten für den Hochwasserschutz an der Traun gehen voran. Über den Winter will man nun das Flussbett um ganze eineinhalb Meter absenken.

Der Hochwasserschutz an der Traun ist das größte und teuerste Projekt, das Traunstein zu schultern hat. Waldarbeiter haben bereits direkt am Flussufer vom Schwimmbadsteg bis zum Haslachersteg die nötigen Bäume gefällt, um Platz für den Einbau der Sohlrampen zu schaffen. Für das Ausholzen wurden vier Wochen benötigt, nach den Baumfällungen und dem Aufarbeiten wurde das Holz über das Flussbett abtransportiert und die Äste vor Ort zu Hackschnitzeln verarbeitet. Nun sind mehrere Bagger, Radlader und Lkw dabei, die Traunsohle bis zu eineinhalb Meter tiefer zu graben, da in den Traunufern sehr große Steine und Betonblöcke zur Ufersicherung eingebaut sind, die jetzt alle entfernt werden müssen. Diese werden zwischengelagert und wieder eingesetzt.

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Diese Maßnahmen im Süden sind ein wichtiger Baustein im Gesamtkonzept des "Hochwasserschutzes für Traunstein", erläuterte der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Traunstein, Günter Hopf, bei einem Ortstermin auf der Baustelle. Seine Behörde vertritt den Freistaat als Träger der Maßnahme. Mit dem bisherigen Verlauf der Bauarbeiten zeigte sich Hopf zufrieden. Nach den umfangreichen Vorarbeiten in der Planungsphase des Großprojekts verlaufe nun auch die Durchführung nach Plan: "Der Aufwand für das Vorhaben ist schon immens. Da bedarf es vor allem auch einer guten Zusammenarbeit zwischen den verantwortlichen Mitarbeitern im Amt und den externen Partnern."

Bauarbeiten zur Senkung des Flussbetts

Für Hochwasserschutz: Traun wird abgesenkt

Kernstück der Maßnahme sind der Abbruch der Wehranlagen unterhalb des Wochinger Spitz, der bereits abgeschlossen ist, sowie das Absenken der Sohle um etwa eineinhalb Meter auf einer Länge von zirka 2,6 Kilometern. Die Maßnahmen direkt im Flussbett können nur im Winter erfolgen, da zu dieser Jahreszeit das Hochwasserrisiko am geringsten ist. Auch die Eintiefung der Sohle und der Bau der oberen Rampen werden im Winter 2011/2012 erfolgen.

Aus Sicherheitsgründen ist der Uferweg zwischen dem Haslacher Holzsteg und dem Schwimmbadsteg an Werktagen jeweils von 7 bis etwa 16.30 Uhr gesperrt. Fußgänger und Radfahrer können den Bereich über eine ausgeschilderte Umleitung umgehen bzw. umfahren. Am Wochenende wird nicht gearbeitet, weshalb auch keine Sperrung erforderlich ist.

kaf

Quelle: chiemgau24.de

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