Hochbehälter oberhalb der Raffner Alm geplant

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Ruhpolding - Das Trinkwassernetz am Unternberg und das Schneedepot der Chiemgau-Arena standen bei der jüngsten Gemeinderatssitzung auf dem Plan.

Mit den Themen Schneedepot der Chiemgau-Arena und  befasste sich der Gemeinderat Ruhpolding in seiner jüngsten Sitzung.

In einer vergangenen Sitzung des Gemeinderates wurde die Frage aufgeworfen, warum der übersommerte Schnee in der "Chiemgau Arena" nicht nur ausschließlich für die Belegung der Wettkampfloipen, sondern auch zur Präparierung einer Sprungschanze Verwendung fand. Aufgrund dieser Anfrage informierte nun Stadionleiter Engelbert Schweiger das Kommunalparlament über den Sachverhalt.

Zunächst ließ er wissen, dass im März das Schneedepot des Biathlonzentrums mit rund 12.200 Kubikmeter der weißen Pracht befüllt war, wovon bei der Öffnung im November noch 8365 Kubikmeter übrig waren -das entspricht einem Verlust von rund 32 Prozent. "Das zeigt, wie wichtig die Abdeckung ist", sagte er und zeigte aufgrund der vorliegenden Erfahrungswerte die Problematik auf. "Wir werden aber weiter nach Verbesserungsmöglichkeiten suchen."

Wie Schweiger weiter ausführte, sei am 24. November in Absprache mit den Bundestrainern und dem IBU-Vizepräsidenten Thomas Pfüller in der Chiemgau Arena eine Stecke von 2,2 Kilometern belegt worden, wofür 7661 Kubikmeter Schnee notwendig waren. Die Laufstrecke im Biathlonzentrum sei zwar derzeit optimal, aber noch nicht weltmeisterschaftstauglich.

Aufgrund vertraglicher Verpflichtungen, so der Stadionchef, müsse aber auch der Schanzenbetrieb für das Training sichergestellt werden. Darum sei die mittlere Sprunganlage mit 704 Kubikmetern Schnee belegt worden, was sich auch prompt als richtig erwiesen habe, denn zusätzlich hätten sieben Trainingsgruppen mit rund 100 Athleten die Schanze genutzt.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es um die Erweiterung der Trinkwasserversorgung "Ruhpolding-West" mit Erschließung der Ortsteile am Unternberg. Dazu stellte Georg Auer von der Bauingenieurgemeinschaft Trauntal ein Planungskonzept vor. Aufgrund der Druckerhöhung des Hochbehälters auf dem Kirchberg sei die Wasserversorgung für die meisten der betroffenen Ortsteile machbar. Zur Versorgung des Ortsteils Eisenberg, der Raffner Alm und Weingarten müsste in Bärngschwendt eine Pumpe zur Beschickung eines über der Raffner Alm zu bauenden Hochbehälters mit 70 Kubikmetern Fassungsvermögen installiert werden. Die Versorgung des Brander Tales wäre mit einer Ringleitung möglich. Die Gesamtkosten des Projektes bezifferte Auer mit netto rund 1,23 Millionen Euro.

Michael Mayer (SPD) regte an, bei der Realisierung des Ausbaues zunächst Prioritäten zu setzen, um die "Problemortsteile" am Unternberg anzubinden. Nach Auskunft des Bauingenieurs könnte man 2012 mit dem Erweiterungsbau beginnen.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, das Projekt weiter zu verfolgen.

hbw/Chiemgau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

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