Heino erobert Herzen der Inzeller

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Betty Scheurl überreicht Heino im Namen des Kirchenchors einen von Klara Doppler gebundenen Wildblumenstrauß. 

Inzell - Heino breitete die Arme aus, als wollte er sie alle umarmen. Mit seinem sonoren, ausladenden Bariton erfüllte er den Kirchenraum der zum Erntedank festlich geschmückten Inzeller Pfarrkirche St. Michael. Hinter ihm stand erhöht die Statue des zum Schlag gegen das Böse ausholenden Erzengels Michael.

Auf seiner Tournee durch 46 Kirchen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Holland machte der bekannte Schlagersänger mit seinem neuen geistlichen Programm "Die Himmel rühmen" unter musikalischer Leitung von Erich Becht in der gut besetzten Inzeller Kirche Station, begleitet von Franz Lambert an der Orgel und dem Jazzgitarristen Peter Autsch.

Zu Inzell hat Heino durch die Freundschaft zu Familie Frankl vom "Hotel Bayerischer Hof", die auch den Kontakt vermittelte, eine besondere Beziehung. Mit den Worten "Es war am Anfang..." betrat der 70-jährige Sänger mit den blonden Haaren und der schwarzen Brille die Bühne. Sein erstes Lied, das er in den vergangenen 40 Jahren noch nie gesungen hatte, erzählte von der Schönheit der Schöpfung und unserer Pflicht, sie zu schützen, um den Kindern eine Zukunft zu geben. Wie ein roter Faden zog sich das Thema "Glaube" durch den Abend, den Heino selbst mit stimmigen Worten von Julius Hoppe moderierte.

Einige der klassischen Lieder sind mit neuen Texten versehen. Eine Tschaikowsky-Melodie erstrahlte als berührendes Liebeslied für Heinos Frau Hannelore von Auersperg in neuem Glanz, "Es ist nie zu spät für ein neues Leben" geht zurück auf Mozart. Das "Ave Maria no morro" von Herivelto Martins, das von einem armen Straßenmusikanten in Rio di Janeiro erzählt, wurde durch Heinos Gesang vom Mittelgang der Kirche aus sehr eindringlich. Gut kam Schuberts "Ave Maria" an, für Klassik-Fans in dieser schlagerähnlichen Soft-Interpretation freilich wie einige andere klassische Titel gewöhnungsbedürftig.

Das hervorragend intonierende Gloria Quartett mit Angie Horn (Sopran), Konstanze Arens (Mezzo), Gaby Plückhahn (Alt) und dem klassisch ausgebildeten Dieter Hohlheimer (Bariton) zeigte mit klaren und markanten Stimmen große Bandbreite: von facettenreichen Backgrounds über Chorsätze wie Mozarts "Ave verum corpus" und "Der Mond ist aufgangen" bis hin zum Taizé-Lied "Confitemini Dominum" und dem neuen geistlichen Lied "Danke". Mit dem von allen gesungenen "Großer Gott" klang das Konzert aus. Das Publikum zeigte sich von dem ganz "neuen Heino", den es hier erleben konnte, begeistert, und der Inzeller Kirchenchor bedankte sich bei Heino mit einem dekorativen Wildblumen-Strauß für den freien Konzerteintritt. vm/Chiemgau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

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