Harter Feuerwehr feiert Jubiläum 

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125 Jahre Feuerwehr Hart: Auf geht's zum Festumzug

Chieming - Gott zu Ehr, dem Nächsten zur Wehr: Die Feuerwehr aus Hart feierte ihr 125-jähriges Bestehen im großen Rahmen mit vielen Besuchern, Festumzug und Gottesdienst.

Bei strahlendem Sonnenschein und großer Hitze beging die Freiwillige Feuerwehr Hart den großen Jubiläums-Festsonntag zu ihrem 125-jährigen Bestehen. Am Kirchenzug, Festgottesdienst und Festzug beteiligten sich rund 70 Vereine. Unter den rund 1500 Festgästen weilte auch Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer.

Sonniger Festgottesdienst

„Aufgrund der Hitz´n darf ich um eine kurze Predigt bitten“, bat Festleiter Josef Mayer Junior die Geistlichkeit in Person von Ruhestandspfarrer Josef Hofmann und Pater Liviu, die den Festgottesdienst auf der großen Wiese unterhalb des Harter Kriegerdenkmals zelebrierten. Die wenigstens der 1500 Festgäste fanden dort in der Gluthitze einen schattenspendenden Baum, doch der Festverein hatte in weiser Vorahnung vorgesorgt und Sonnenschirme bereitgestellt. Darüber hinaus wurden die Besucher mit Wasser versorgt.

Er könne sich nicht erinnern, dass es dies schon einmal während eines Gottesdienstes gegeben hätte, betonte Ehrenfestleiter Hans Lauber, der Hart bei seiner persönlichen Auslegung einer historischen Überlieferung als „Mittelpunkt der Welt“ bezeichnete. „Wenn man schon seit 50 Jahren dabei ist, ist das heute eine große Freude“, ließ Lauber stolz verlauten. Begonnen hatte der Festtag der Freiwilligen Feuerwehr Hart bereits am frühen Morgen um 6 Uhr mit dem Weckruf. Um 8 Uhr folgte dann der Empfang der Vereine am Festzelt. Dort formierte sich gegen 9.30 Uhr der imposante Kirchenzug, der sich in sechs Zügen auf dem kürzesten Weg durch das Dorf bewegte. 70 Vereine, darunter die Harter Ortsvereine und etwa 60 Feuerwehrvereine, sowie verschiedene Musikapellen beteiligten sich daran. Der Gottesdienst wurde dann von der Musikkapelle Chieming musikalisch untermalt (Schubert-Messe).

Jubiläumsfest zu 125 Jahren Feuerwehr Hart

Pfarrer in Ruhe, Josef Hofmann, würdigte die Harter Feuerwehrler, die ihren Dienst jahrzehntelang treu erfüllt und ihr Leben für andere eingesetzt hätten und versprach Festleiter Mayer, sich kurz zu halten. Man habe sich heute nicht nur wegen der Tradition in so großer Zahl versammelt, so Pater Liviu, sondern um Gott zu loben und zu preisen und vertrauensvoll zu ihm zu beten. „Gott lebt in uns und zeigt uns, dass wir niemals alleine sind“, stellte Liviu klar. Die Kraft und die Liebe, die „er uns schenkt“, gelte es tagtäglich an die Mitmenschen weiterzugeben. Die Fürbitten hielt die Feuerwehrjugend. Während des Gottesdienstes positionierten sich die Fahnenabordnungen beidseits des blumengeschmückten Altars und gaben mit dem Harter Kirchturm im Hintergrund ein einprägsames Bild ab. Als die Harter Kanoniere ihre Salutschüsse abfeuerten, senkten sich die Fahnen. Nach der Segnung der Patenbänder hatten die Fahnenbräute ihren großen Auftritt.

Grußworte und Glückwünsche

Daniela Rottner von der Harter Feuerwehr befestigte nach ihrer kurzen Ansprache das Patenband an der Fahne der Isinger Partnerfeuerwehr. Christina Heckel schmückte dann für die Isinger Feuerwehr die Harter Fahne mit einem Patenband. Bürgermeister Benno Graf bedankte sich bei allen, „die heute unserem Festverein, die Ehre erweisen“ und lobte die vorbildliche Zusammenarbeit der Vereine in der Gemeinde: „Macht´s so weiter“. Zu ihrem 125. Jubiläum gratulierte den Harter Floriansjüngern auch Kreisbrandrat Hans Gnadl. Er schloss sein Grußwort mit den traditionellen Worten: „Gott zu Ehr, dem Nächsten zur Wehr“. Den Glückwünschen schloss sich auch Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer an. Es sei wahr, dass man Gott heute von Herzen preisen müsse, wie es Pater Liviu gesagt hätte, doch gelte es das Jubiläum auch ordentlich zu feiern. „Vergelt´s Gott für das, was ihr leistet“, betonte der CSU-Politiker und gab offen zu, dass man auch als Verkehrsminister nichts wäre, „wenn man nicht die Feuerwehren als Nothelfer auf den Straßen hätte“. Der Landkreis sei zwar beim jüngsten Hochwasser „mit einem blauen Auge davon gekommen“, doch habe es sich wieder einmal bewahrheitet, wie wichtig die professionelle Arbeit der heimischen Feuerwehren sei, lobte stellvertretender Landrat Georg Klauser. Man müsse alles dafür tun, dass diese weiterbestehen können.

Anschließend wurde gemeinsam die Bayernhymne angestimmt. Nach dem Gottesdienst setzte sich der Festzug wieder in Richtung Festzelt in Bewegung, allerdings drehte man nun eine größere Runde. Während sich die Ehrengäste in den Festtagskutschen ausruhen konnten, mussten die Pferde in der gleisenden Mittagssonne kräftig arbeiten.

mmü

Quelle: chiemgau24.de

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