"Grenzen in den Köpfen müssen weg!"

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Traunsteins Landrat Hermann Steinmaßl und der Vorsitzende des IRE Franz Schausberger (v.l.)

Seeon - Wie kann man länderübergreifend einen gemeinsamen Weg in Sachen Bildung, Energie, Gesundheit und Wirtschaft finden? Diese Frage steht im Mittelpunkt der IRE-Expertenkonferenz.

"Die Grenzen in den Köpfen müssen weg", ist sich Franz Schausberger, der Vorsitzende des Instituts der Regionen Europas sicher. Der ehemalige Landeshauptmann von Salzburg sieht vor allem im Bereich Gesundheit noch viel Handlungsbedarf. Auf einer Pressekonferenz bei der IRE-Expertenkonferenz am Mittwoch im Kloster Seeon verdeutlichte auch Traunsteins Landrat Hermann Steinmaßl wie wichtig eine Zusammenarbeit der österreichisch-deutschen Grenzregion sei. "Im Bildungswesen gibt es schon eine gute Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Österreich. Es gibt aber noch viel zu tun. Wir müssen Brücken schlagen und an den Grenzen mehr zusammenwachsen."

Vor allem bei wirtschaftlichen Punkten gebe es noch einiges zu verbessern, sind sich Experten und Politiker einig. "Es gibt noch keine grenzüberschreitenden Gewerbegebiete. Die Unternehmen haben mehr Sorgen wegen der Konkurrenz, als dass sie die Chancen sehen. Daran müssen wir arbeiten, sagt Schausberger"

Auch im Gesundheitswesen sollen Wege gefunden werden, wie die Länder besser kooperieren können. Zum Beispiel könnten mehrere Krankenhäuser an den Landesgrenzen ein Anfang sein. 

Zudem werden auf der Expertenkonferenz Fragen zu möglichen energiepolitischen Projekten wie zum Beispiel gemeinsamen Wasserkraftwerken erläutert.

Bis die Grenzen in den Köpfen der Menschen dann tatsächlich weg sind, wird noch einige Zeit vergehen. Der IRE-Vorsitzende ist der Meinung, dass bei der nächsten Generation ein Umdenken stattfinden kann. Möglichst bald aber sollen weitere Maßnahmen ergriffen werden, um die Verschmelzung der Regionen voranzutreiben - unter anderem mit Fördergeldern der Europäischen Union.

redch24

Quelle: chiemgau24.de

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