Porsche auf A8 demoliert - zwei Schwerverletzte

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Grabenstätt - Chaos herrschte in der Nacht auf der A8: Ein Porsche-Fahrer löste einen Massenunfall mit einem riesigen Trümmerfeld und zwei Schwerverletzten aus.

Am frühen Donnerstagmorgen, 1. Mai, gegen 1.30 Uhr, befuhr ein 47-jähriger Überseer mit seinem Porsche Boxter S die A8 von Salzburg in Richtung München. Zwischen der Rastanlage Hochfelln/Nord und der Anschlussstelle Grabenstätt kam der Fahrer, welcher glücklicherweise alleine im Fahrzeug saß, aufgrund viel zu hoher Geschwindigkeit verbunden mit regennasser Fahrbahn im Kurvenbereich ins Schleudern und prallte mehrmals rechts und links in die Schutzplanken. Letztlich blieb der Porsche völlig demoliert und unbeleuchtet auf beiden Fahrspuren im Auslauf des Gefällbereiches liegen.

Großes Trümmerfeld

Ein nachfolgender 56-jähriger Haushamer fuhr unmittelbar dahinter mit seinem Volvo und konnte dem liegengebliebenem Porsche nicht mehr ausweichen. Der Volvo-Fahrer rammte den Porsche mit dessen linker Fahrzeugfront und katapultierte in letztlich nach links an die Mittelschutzplanke. Der Volvo-Fahrer schleuderte durch den Anstoß nach rechts in die Schutzplanke und kam nach gut 200 Metern ebenfalls völlig deformiert im rechten Graben zum Liegen.

Eine nachfolgende Autofahrerin aus Grassau erkannte die Situation und versuchte die Unfallstelle abzusichern. Ein kurz darauf kommender Pkw, besetzt mit vier polnischen Staatsbürgern erkannte die Unfallsituation, schaltete ebenfalls die Warnblinkanlage ein, um auf die Gefahrensituation aufmerksam zu machen und verringerte seine Geschwindigkeit. Ein hinter dem polnischen Honda Civic fahrender in Ungarn lebender Rumäne übersah dies wiederum und krachte mit seinem mit drei Personen besetzten Audi A4 dem polnischen Wagen ins Heck.

Zwei Schwerverletzte

Die daraufhin folgenden Fahrzeuge konnten letztlich rechtzeitig anhalten. Bei dem ersten Unfall wurde sowohl der Porsche- als auch der Volvo-Fahrer schwer, aber glücklicherweise nicht lebensbedrohlich verletzt. Beide wurden durch das BRK, welches mit zwei Rettungswägen und dem Notarzt aus Siegsdorf vor Ort war, zur stationären Behandlung ins Klinikum nach Traunstein verbracht. Beim zweiten Unfall blieben alle Insassen unverletzt.

Schwerer Unfall auf Autobahn

Die alarmierten Feuerwehren aus Grabenstätt und Bergen übernahmen bis zum Eintreffen der Autobahnmeisterei Siegsdorf die Sperrung der BAB in Richtung München, gewährleisteten den vorbeugenden Brandschutz und säuberten letztlich in Zusammenarbeit mit einem speziell für die technische Verkehrsflächenreinigung entwickeltem Gerät die beiden Fahrspuren auf einer Länge von gut 400 Metern. Von den vier verunfallten Fahrzeugen wurden drei durch die Abschleppdienste Rigra und Stadtelmeyer aus Siegsdorf abgeschleppt. Der polnische Pkw war weiterhin fahrbereit. Die Autobahn war in Richtung München rund zweieinhalb Stunden total gesperrt. Es kam zu einem Rückstau von gut 3 Kilometern.

Pressemeldung Polizei Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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