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Theater auf dem Land

Corona und Umzug: Theaterstrickerei Grabenstätt blickt in ungewisse Zukunft

Es waren mitreißende Abende beim Kultursommer der Theater-Strickerei in Grabenstätt wie dieser mit der Austropop-Band AustriX, die die Menschen in Corona-Zeiten auf andere Gedanken brachten.
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Es waren mitreißende Abende beim Kultursommer der Theater-Strickerei in Grabenstätt wie dieser mit der Austropop-Band AustriX, die die Menschen in Corona-Zeiten auf andere Gedanken brachten.

Das Team der Theaterstrickerei aus Grabenstätt hofft auf eine Fortführung der bisherigen Erfolgsgeschichte, auch wenn noch nicht klar ist, wie es angesichts der Pandemie und den Umzugsplänen weitergehen soll.

Grabenstätt – Mit viel ehrenamtlichem Engagement, positiven Gedanken und abwechslungsreichen Kulturveranstaltungen ist die Theater-Strickerei Grabenstätt erfolgreich durch das schwierige Corona-Jahr 2021 gekommen. Ihr Kultursommer am Chiemsee-Ostufer hat Gäste aus nah und fern angezogen und bei den Künstlern und Besuchern für Begeisterung gesorgt.

„Die kulturelle Lesung ‚Karl Valentin‘ mit Madeleine Milojcic und dem Musikanten-Duo Landinger war im Oktober wohl unsere letzte Veranstaltung in unserer beliebten Location an der Chieminger Straße in Grabenstätt“, bedauert Doris Biller, Erste Vorsitzende des Theater-Strickerei-Vereins.

Aktuelle Artikel und Nachrichten finden Sie in unserem Dossier zur Corona-Pandemie

Es braucht noch viel Kraft und Mut

Ein wenig Wehmut sei damals zu spüren gewesen, „aber auch Dankbarkeit für die über das ganze Jahr erfahrene Solidarität und Wertschätzung von vielen Seiten“. Als man vor rund fünf Jahren die Kleinkunstbühne Theater-Strickerei Grabenstätt aus der Traufe gehoben habe, habe niemand erahnen können, dass sich diese in kürzester Zeit zu solch einer Erfolgsgeschichte entwickeln würde. „Wir werden auf alle Fälle mit Kraft und Mut die Zukunft weiter gestalten, auch wenn wir derzeit noch nicht genau wissen, wo wir nächstes Jahr beheimatet sein werden“, verspricht Biller.

Ambitioniertes Jugendtheater

Die alten Strickerei-Gebäude werden 2022 voraussichtlich abgerissen, um Platz für einen Supermarkt zu schaffen. Eigentlich war das Theater-Team schon Anfang dieses Jahres ausgezogen, doch dann gab der neue Eigentümer doch noch grünes Licht für den Kultursommer am alten Standort der Theater-Strickerei und die alten Räumlichkeiten wurden wieder provisorisch bezogen. Als auch die Gemeinde nach Vorlage eines Hygienekonzepts ihr „Ok“ gab, stand den Kulturveranstaltungen nichts mehr im Wege.

Sicher ist: Musikveranstaltungen mit Livebands diverser Musikgenres werden auch in Zukunft das Steckenpferd des verjüngten Theater-Strickerei-Teams um Licht- und Tontechniker Hansi Biller sein. Aber nicht nur im Bereich Organisation gibt es engagierten Nachwuchs, auch verfügt man mit der Jungen Chiemseer Bühne über ein sehr talentiertes und ambitioniertes Jugendtheater, das heuer das Kinderstück „Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt“ komplett in Eigenregie auf die Beine gestellt hat. „Wir durften viele positive Effekte in dieser schwierigen Zeit erleben“, resümiert Doris Biller und fügt an: „Die Pandemie betrifft und verbindet uns alle, der zwischenmenschliche Zusammenhalt hat sich gestärkt und neue Strukturen haben sich gebildet, so können wir mit Stolz auf ein tolles Nachwuchsteam blicken“.

Kulturministerin Claudia Roth will Etats schützen

Ganz im Winterschlaf befindet sich die Theater-Strickerei derzeit aber nicht, denn seit September wird an der neuen Produktion „Die Wurznoim“ geprobt. Dieses musikalische Theaterstück unter der Regie von Bettina Nistler soll in Kooperation mit der Kesslfligga Band auf die Bühne gebracht werden. Geprobt wird derzeit noch in der alten Theater-Strickerei.

Hoffnung macht den Theatern in Bayern einstweilen die neue Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne). Während eines ihrer ersten Veranstaltungsbesuche zum Amtsantritt sagte sie, Theater sei ein „Grundnahrungsmittel, keinesfalls Luxus“, und betonte, sie werde die Kulturetats schützen.

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