Sport- und Mehrzweckhalle feierlich eingeweiht

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Bürgermeister Georg Schützinger (von links), TSV-Chef Roman Metzner, Rektorin Josephine Brunnhuber und Alois Wiesholler (Ortsvereine) freuen sich über die eingeweihte Sport- und Mehrzweckhalle Grabenstätt. Sie halten des symbolischen Schlüssel.

Grabenstätt - 700 geladene Gäste begrüßte Roman Metzner zur Einweihung der Sport- und Mehrzweckhalle. Der Vorsitzende des TSV war stolz, was man gemeinsam gebaut hat.

„Ich stehe heute stellvertretend für all diejenigen hier, die während der letzten Jahre das Projekt ´Sport- und Mehrzweckhalle Grabenstätt´ mit viel Einsatz unterstützt und erfolgreich umgesetzt haben“, sprach der Erste Vorsitzende des TSV Grabenstätt, Roman Metzner, zu den rund 700 geladenen Gästen der Einweihungsfeier. In besonderer Weise bedankte er sich bei den TSV-Mitgliedern, der Schule, der Gemeinde, den Spendern und allen freiwilligen Helfern aus den Ortsvereinen. „Wir haben die Halle gemeinsam geplant, gemeinsam gebaut und werden sie auch gemeinsam nutzen“, stellte Metzner klar und ließ kurz die achtjährige Entwicklungsgeschichte des „Gemeinschaftswerkes“ Revue passieren.

In der ersten Phase von 2005 bis 2008 habe man andere Sporthallen besichtigt und Erfahrungen ausgetauscht. In der Planungs- und Beschlussphase 2009/2010 bildete der Gemeinderat dann einen Turnhallenausschuss aus Vertretern der Gemeinde, Schule, TSV und Ortsvereine. Sinnvoll erschien eine breite Nutzung der Halle, also für Vereins- und Schulsport, Konzerte, Theater und ähnliches. Um in den Genuss der BLSV-Fördermittel in Höhe von 460.000 Euro zu kommen, musste eine TSV-Eigenleistung in Höhe von 230.000 Euro (zehn Prozent der Baukosten) erbracht werden. „Das war ein gewaltiger Brocken und durch den Verein alleine nicht zu schultern“, so Metzner. Und so habe es etwas gedauert, bis eine Kombination aus TSV-Barmitteln, Geldspenden, Arbeitsleistung auf der Baustelle und Baumspenden als beste Lösung auserkoren wurde. Eine weitere wichtige Wegmarke sei die Gründung des Fördervereins „Eine Halle für Grabenstätt“ im Juli 2010 gewesen, der fortan erfolgreich um Spenden warb und Benefizveranstaltungen organisierte. „Bisher haben wir mehr als 90.000 Euro erhalten“, freute sich der Vorsitzende. Schon 524 Quadratmeter, also mehr als die Hälfte der Hallenböden, seien symbolisch verkauft worden. Mit dem Spatenstich am 18. August 2011 begann die abschließende Bauphase. In den verschiedensten Bereichen leisteten „unsere über 300 Helden auf der Baustelle“ seit November 2011 ehrenamtlich knapp 6.000 Arbeitsstunden, lobte Metzner. Mit der neuen Halle gelte es nun auch neue Sportarten zu etablieren. Neue Möglichkeiten sehe er für die Sport-Kooperation mit der Schule, insbesondere bei der Nachmittagsbetreuung. Die hiesigen Waldbesitzer, die Bäume im Wert von 15.000 Euro gespendet hatten, erhielten Fichtensetzlinge zur „Wiederaufforstung“.

Bürgermeister Georg Schützinger dankte Bauleiter Alfons Rieder (Planungsgruppe Strasser & Partner) für dessen Geduld und Organisationstalent und freute sich darüber, dass es auf der Baustelle zu keinen größeren Unfällen kam. Es sei ein großer Vorteil, dass Schüler und Lehrer über einen unterirdischen Zugang direkt in die Halle gelangen könnten. Mit Gesamtbaukosten von 3,45 Millionen befinde man sich im vorgegebenen Kostenrahmen. Von der Regierung von Oberbayern rechne man mit einem Förderbetrag (FAG-Mittel/schulische Förderung) von 235.000 Euro, „wovon wir 90.000 Euro bereits erhalten haben“, so Schützinger. Seitens des BLSV (Breitensport) werde mit 460.000 Euro Zuschuss und 230.000 Euro zinsgünstigen Darlehen gerechnet. „Ich bin sehr stolz auf die vielen Spender, Helfer und Gönner, die mit ihrem riesigen bürgerschaftlichen Engagement die enorme Eigenleistung ermöglichten“, lobte der Rathaus-Chef. Die Gemeinde übernimmt 70 Prozent der Baukosten.

Den kirchlichen Segen erhielten die Sport- und Mehrzweckhalle und das benachbarte Fernwärme-Heizwerk von Pfarrer Rainer Maier und Pater Augustin. Die Halle solle für alle da sein, „möge der gute Geist für immer in ihr sein“, ließ Maier verlauten. Es mache ihn ungemein stolz, Pfarrer von Grabenstätt zu sein, lobte Augustin die einmalige Dorfgemeinschaft. Architekt Martin Straßer überreichte Schützinger und Metzner einen symbolischen Schlüssel und dieser gab diesen umgehend an die Kinder weiter, die in bunten Trikots eingelaufen waren. Landtagsabgeordneter Klaus Steiner (CSU) gratulierte zur Halle und sprach von einem „wichtigen Beitrag für den Schul- und Breitensport“. Auch die von der Regierung von Oberbayern verteilten Fördergelder müssten erst im Landtag bewilligt werden und dort tobe oft ein harter Kampf um die Mittel. Von einem „Gewinn für die Gemeinde und für die Schüler“ sprach Schulrat Klaus Biersack. Man sehe, dass solch eine Investition auch in Zeiten knapper Kassen möglich sei. „Viele Freude in der neuen Turnhalle“, wünschte die Elternbeiratsvorsitzende Waltraud Hübner den Kindern und lobte die Bauherrengemeinschaft, bestehend aus der Gemeinde und dem TSV. Die stellvertretende BLSV-Vorsitzende, Claudia Daxenberger, strich die Bedeutung des Sports heraus, der den Kindern auch sehr viel für das spätere Leben mitgebe. Architekt Straßer zeigte die Vorzüge der neuen 2,5-fach Halle auf und lobte die Eigenleistung: „Solch ein Engagement habe ich noch nie gesehen“. Dem schloss sich auch Siegfried Gärtner als stellvertretender Vorsitzender des Förderverein „Eine Halle für Grabenstätt“ an: „Ohne die Vereine und deren fleißige Helfer hätte man das nicht durchführen können“. Von den Ortsvereinen erhielt er eine 900-Euro-„Stuhlspende“.

Einweihung der Sport- und Mehrzweckhalle Grabenstätt

Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Musikkapelle Grabenstätt unter der Leitung von Christian Bergmann. Bei den Aufführungen der Grundschüler wurde auf Pezzibällen getrommelt, mit Bändern getanzt und akrobatisch geturnt. Bürgermeister Schütziner sollte die Spitze der Pyramide bilden, verzichtete aber aus Rücksichtnahme auf die neue Bühne auf das gewagte Unterfangen. Den „Gangnam Style“ zeigten alle Schüler gemeinsam. Der TSV-Nachwuchs bestach mit einer Kindershow und auch die Bläserklasse überzeugte. Ein besonderes Highlight war das von Rektorin Brunnhuber geschriebene Theaterstück „Das himmlische Wunder von Grabenstätt“ der 4b. Darin bedurfte es schon der Überzeugungskraft weiser Engel, bis sich der aus einem wundersamen Traum erwachte Bürgermeister Schützinger, perfekt dargestellt von Sohnemann Georg, auf das Großprojekt Turnhalle einließ. Für Begeisterung sorgte die Grabenstätter Faschingsgarde, die letztmals ihre mitreißende „God-save-the-Queen“-Choreografie mit spektakulären Hebefiguren und flotten Tanzeinlagen aufführte. Unter den freiwilligen Helfern wurden drei Geschenke verlost.

mmü

Quelle: chiemgau24.de

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