"Gelungenes Beispiel für Kunst im öffentlichen Raum"

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Stolz präsentiert der Traunsteiner Künstler Rolf Wassermann seine von ihm entworfene drei Meter hohe Stele am neuen Kreisverkehr an der Verlängerung der Südspange, die seit wenigen Tagen in der Mitte des Kreisverkehrs steht. Oberbürgermeister Manfred Kösterke nannte es bei der Einweihung der Südspangen-Verlängerung "ein sehr gelungenes Beispiel für Kunst im öffentlichen Raum."

Traunstein - Der Traunsteiner Künstler Rolf Wassermann hat die Stele inmitten des neu gebauten Kreisverkehrs an der  Südspange gestaltet - Oberbürgermeister Kösterke ist begeistert.

Wer in diesen Tagen auf der in der vergangenen Woche neu eröffneten Verlängerung der Südspange oder von Haslach Richtung Axdorf fährt, kann auf dem neu erbauten Kreisverkehr die drei Meter hohe Stele bewundern, die der Traunsteiner Künstler Rolf Wassermann geschaffen hat und die - wenn man vorbeikommende Bürger befragt - ein "echter Gewinn" für die Optik des Kreisverkehr ist. Oder eine freundliche-künstlerische Begrüßung an Traunsteins Stadtgrenze ist, wie es ein anderer Passant nannte.

Begonnen hatte alles damit, das die Stadt Traunstein den Sechsundvierzigjährigen, dessen beruflicher Werdegang unter Anderem das Maler- und Lackiererhandwerk, sowie Schlosser, Kunstglaser, Zinngießer und ein Designstudium umfasst, anfragte, ob er eine Idee habe, wie man die Wappen der vier Partnerstädte am neuen Kreisverkehr präsentieren könne. "Als erstes machte ich mich auf den Weg, um mir vor Ort ein Bild zu machen. Dabei war es mir wichtig, die Anfahrtsrichtungen zu begehen und zu befahren, um ein Gefühl für die Situation zu bekommen." Pläne, die einen Einblick in die "Vogelperspektive gaben rundeten die Ideenfindung ab. Diese mündeten dann in vier verschiedene Varianten, die Wassermann dann Oberbürgermeister Manfred Kösterke präsentierte, die alle das Ziel hatten "ein Kunstwerk zu schaffen, das Traunstein symbolisch vertritt und für jedermann leicht zu begreifen ist" wie er es formulierte. Haben doch gerade Autofahrer nur Sekundenbruchteile Zeit, einen Blick darauf zu werfen. Man entschied sich gemeinsam für den Wappenobelisk, in dem die Traun - dargestellt als Welle, die sich um den Obelisk windet - den Stein umfließt. Im Inneren befinden sich Steine vom Traunufer, die den Grundstock der Stadt verkörpern sollen.

Traunstein, dargestellt als zentrale Säule des Chiemgaues mit ihren vier Partnerstädten. Das Stadtwappen, geformt in einer lichtdurchlässigen Stahlschnitttechnik bildet den Abschluss des Kunstwerks."Durch die Umsetzung des Stadtwappens möchte ich die Offenheit unserer Stadt der Welt gegenüber zum Ausdruck bringen“ erklärt Wassermann die Symbolik seines Werks, dessen Arbeiten bis zur Fertigstellung sich auf rund drei Monate beliefen.

Oberbürgermeister Kösterke zeigte sich bei der Einweihung der Südspangen-Verlängerung mit dem Kunstwerk sehr zufrieden und nannte es "ein sehr gelungenes Beispiel für Kunst im öffentlichen Raum."

Wer also das Kunstwerk in seiner Gesamtheit erfassen will und mit dem Auto unterwegs ist, ist damit "gezwungen" eine oder zwei "Runden" im Kreisverkehr um die Stele zu fahren. Dass es aufgrund der vielen Interessierten bereits zu Staus an dem Kreisverkehr gekommen sei, ist dabei allerdings nur ein nicht haltbares Gerücht. Vielleicht macht es ja aber so mancher Bürger so wie Stadtpfarrer Georg Lindl, der nicht ohne Stolz bei der Südspangen-Einweihung berichtete, dass er bisher alle Fahrtwege und Besuche im Stadtgebiet Traunstein mit dem Drahtesel zurückgelegt habe - und da eröffnet sich dem anhaltenden Radfahrer oder auch dem Fußgänger auf dem angrenzenden Fuß- beziehungsweise Radfahrweg die Möglichkeit das gelungene Kunstwerk in Ruhe zu betrachten. Denn obwohl der Künstler seine Ideen in das Projekt eingebracht hat, möchte Wassermann Freiraum geben, sich mit dem Kunstwerk auseinander zu setzen: "Ich wünsche mir, dass sich die Vorbeikommenden selbst mit der Symbolik beschäftigen."

awi

Quelle: chiemgau24.de

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