Weiterer Schritt für Heizkraftwerk in Grabenstätt - Im November voraussichtlich im Betrieb

Heizkraftwerk soll an Sporthalle angebaut werden

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Das für die Fernwärmeversorgung in "Grabenstätt Süd" benötigte Heizkraftwerk soll an die Ostseite der neuen Sport- und Mehrzweckhalle angebaut werden. Bereits im November könnte es in Betrieb gehen. Im Bild links ist der im Bau befindliche Übergang zur Grundschule Grabenstätt zu sehen.

Grabenstätt - Beim Bauausschuss ging es um das Projekt "Fernwärmeversorgung Grabenstätt Süd". Christian Sextl vom Ingenieurbüro erläuterte die Pläne.

Auf der Tagesordnung der jüngsten Bauausschusssitzung stand unter anderem das laufende Projekt "Fernwärmeversorgung Grabenstätt Süd". Christian Sextl vom gleichnamigen Ingenieurbüro in Erlstätt erläuterte dem Gremium das geplante Heizkraftwerk, das an der Ostseite der neuen Sport- und Mehrzweckhalle angebaut werden soll und bereits im November in Betrieb gehen könnte.

Aus Gründen einer effektiven Nutzung soll das rund 15 Meter lange und rund 13 Meter breite Hauptgebäude und das neun Meter lange und etwa 3,4 Meter breite "Gebäudeteil Ölheizung" mit einem Pultdach mit Sieben-Grad-Neigung versehen werden. "Optisch würde es besser aussehen, wenn die Dachneigung an jene des Turnhallendachs angepasst würde", warf Gerhard Wirnshofer (BGE) kritisch ein. Auch Maximilian Wimmer (CSU) sprach von "Geschmacksache". Bei einem Funktionsbau müssten einfach "Abstriche gemacht werden", so Bürgermeister Georg Schützinger. Zudem werde das Heizkraftwerk des gegründeten Kommunalunternehmens nicht im Sichtbereich, sondern im Osten der Halle vor einer freien Wiese stehen.

Nach den Regenfällen der vergangenen Tage steht das Wasser in der Sport- und Mehrzweckhalle teilweise mehrere Zentimeter hoch (Bild rechts). Das Dach wurde noch nicht abgedichtet. Die hellen Punkte sind Blitzlichtreflektionen in Regentropfen.

"Ein Satteldach wäre viel teurer gewesen", verwies Sextl auf die Vorgabe der Gemeinde, eine möglichst kostengünstige Lösung anzubieten. Die seitliche Wandhöhe und Gebäudehöhe Süd von rund acht Metern sei für die Anlieferung und das Abladen der Hackschnitzel mit einem Lkw notwendig. Deswegen müsse auch zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme eine entsprechende Zufahrt bestehen. Die beiden Kamine werden sogar fast 13 Meter hoch sein, da sie den First der Turnhalle um mindestens drei Meter überragen müssen. Die Ölheizung bezeichnete Sextl als "Notheizung", falls es im Heizkraftwerk Probleme gebe. Nur im südlichen Teilbereich sind ein kleines Obergeschoss und ein zirka 17,5 Quadratmeter großer Raum geplant, in dem die Steuerung und ein Büro untergebracht werden sollen. Die gesamte Nutzfläche des Gebäudes beträgt in etwa 225 Quadratmeter.

Da es sich um eine Mehrzweckhalle handle, dürfe ein gewisser Lärmpegel nicht überschritten werden, betonte Sextl und verwies auf die anstehenden Lärmuntersuchungen. Eine Kommunwand müsse sowohl die Funktion des Schallschutzes als auch des Brandschutzes übernehmen, hieß es. Weil das Heizwerk nicht der nördlich angrenzenden Schule, sondern der Fernwärmeversorgung dienen wird, ergeben sich für den betreffenden Bereich Abweichungen vom geltenden Bebauungsplan. Anderseits steht auch eine Gemeinbedarffläche zur Verfügung.

Der Bauausschuss erteilte den erforderlichen Befreiungen hinsichtlich der bestehenden Gebietswidmung und der Dachgestaltung, sprich Pultdach statt Satteldach, Dachneigung sieben Grad statt 18 bis 24 Grad und geringere Dachüberstände, einstimmig seine Zustimmung.

mmü/Chiemgau Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

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