Schikane unter Soldaten endete tödlich

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Traunstein/Moskau - Ein 37-jähriger Soldat stand jetzt vor Gericht, weil er einen jungen Rekruten schikaniert und geschlagen haben soll. Der Misshandelte starb wenig später.

Über 15 Jahre ist der Vorfall nun schon her, bei dem ein heute 37-jähriger Soldat einen jungen Rekruten schickaniert und geschlagen haben soll. Der misshandelte Soldat starb kurz darauf im Krankenhaus. Der Fall wurde nun am Montag vor dem Traunsteiner Landgericht verhandelt.

Der Angeklagte war damals, im Oktober 1996, in einer Kaserne in Moskau stationiert. Eines Nachts kam einer seiner Kameraden mit zwei Flaschen Wodka im Gepäck zurück aus dem Urlaub. Was folgte war ein Zechgelage unter den Soldaten. Gegen 2.30 Uhr morgens kamen die Kameraden dann auf die Idee, die jungen Rekruten zum Appell antreten zu lassen. Zuerst ließen sie die jungen Soldaten in einer Linie aufstellen, um sie anschließend zu schikanieren und zu schlagen. Dabei soll der Angeklagte einem der Rekruten einen heftigen Faustschlag gegen die Brust verpasst haben. Nach wenigen Minuten soll der junge Soldat ohnmächtig zu Boden gefallen sein. Er verstarb wenig später im Krankenhaus.

Der 37-Jährige musste sich nun wegen Körperverletzung mit Todesfolge vor dem Landgericht verantworten. Die fünfte Strafkammer in Traunstein sah allerdings die Vorwürfe nicht als gerechtfertigt an und sprach den Soldaten frei.

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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