Kostenfreie Bildung ist ein Menschenrecht

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Die Vertreter der Jusos Berchtesgadener Land und Traunstein, Franz Eder (links) und Seppi Parzinger, mit dem Spitzenkandidat der BayernSPD für die Landtagswahl 2013, Christian Ude.

Landkreis - Anlässlich des Besuchs von Christian Ude, SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2013, diskutierten Vertreter der Jusos BGL und Traunstein über die aktuelle Bildungspolitik.

Besonders die Forderungen Christian Udes zur Abschaffung der Studiengebühren und zur Versorgung mit wohnortnahen Gemeinschaftsschulen stießen bei den jungen Sozialdemokraten auf vollste Zustimmung.

Bei der Landtagswahl im Herbst 2013 stimmt die bayerische Bevölkerung unter anderem über den zukünftigen Kurs in der Bildungspolitik ab. Aus diesem Grund nahmen die Jusos aus den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein den Besuch des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt München und Spitzenkandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten, Christian Ude, zum Anlass, um über die aktuelle Situation im Freistaat und über Verbesserungen für die Zukunft zu diskutieren. Dabei fielen den Jungsozialisten erhebliche Missstände zu Ungunsten der Schüler und Studenten in Bayern auf.

Franz Eder von den Jusos aus dem Berchtesgadener Land beklagte die fehlende soziale Gerechtigkeit in der Bildungspolitik. „Ich beginne in diesem Herbst mein Studium und weiß deshalb aus eigener Erfahrung, wie ernst dabei der finanzielle Aspekt genommen werden muss“, schilderte Eder. „Es ist schlichtweg absurd, dass Bildung, die zweifelsohne der wichtigste Grundstein einer erfolgreichen Zukunft ist, fast ausschließlich vom Einkommen der Eltern abhängt.“ Er forderte daher die Abschaffung der Studiengebühren und erinnerte daran, dass diese in keinem sozialdemokratisch regierten Bundesland erhoben würden. „Kostenfreie Bildung ist in meinen Augen ein Menschenrecht und muss daher allen, unabhängig ihrer sozialen Herkunft, gewährleistet werden“, so der Freilassinger weiter.

Außerdem sei es wichtig, den Notendruck zu reduzieren, betonten die Sozialdemokraten: „Nach dem aktuellen System muss schon ein Viertklässler die wichtigen Entscheidungen für seine Zukunft treffen, und gerät gerade in diesen jungen Jahren unter enormen Leistungsdruck. Hier muss die frühzeitige Selektion, welche nur anhand des Notendurchschnitts betrieben wird, gestoppt werden“, forderte Seppi Parzinger aus Bergen. „Darüber hinaus ist es unbedingt notwendig, dass die Schüler länger gemeinsam in ihren Klassen bleiben und individuell nach ihren Fähigkeiten gefördert werden.“ So dürfe vor allem nicht stur an der Dreigliedrigkeit des Schulsystems festgehalten werden, sondern es müsse durch die Einführung von Gemeinschaftsschulen die Durchlässigkeit nach oben gesteigert werden.

Die Jusos waren sich einig, dass es vieler Verbesserungen im bayerischen Bildungssystem bedarf, um das Wohl der Kinder, Jugendlichen und Studierenden in den Vordergrund zu stellen. „Wir sind überzeugt davon, dass Christian Ude für eine gerechtere Bildungspolitik in Bayern einstehen wird“, stellten die Jugendlichen einhellig fest. „Die Förderung von Kindern und Jugendlichen ist Garant für ein friedliches Zusammenleben und kommt letztendlich allen Gesellschaftsgruppen im Freistaat zugute.“

Pressemeldung Jusos Freilassing

Quelle: chiemgau24.de

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