Figuren erzählen aus der Vergangenheit

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Installation der Metallfiguren in Traunstein

Traunstein - Im Rahmen eines Kunstprojektes stehen sechs Metallfiguren vor dem Bahnhof in Traunstein. Was sie da tun:

Kindheitserinnerungen stehen im Mittelpunkt der interaktiven Installation „Ein Kind in Traunstein“ der Münchener Künstlerin Tatjana Utz, die nun rund um den Bahnhof der Großen Kreisstadt zu sehen ist. Das Kunstprojekt im öffentlichen Raum umfasst sechs freistehende Metallfiguren mit gemalten Ganzkörperporträts von Menschen unterschiedlicher Altersstufen, die ihre Kindheit in Traunstein verbracht haben. Sie stehen, wie zufällige Passanten, auf dem Bahnhofsvorplatz, am Busbahnhof, vor der Wartehalle und auf dem Mittelbahnsteig.

Mit den Porträtierten geführte Interviews können als Kurzfassung gehört oder als längere Version gelesen werden. Insgesamt entsteht so ein Kaleidoskop persönlicher Kindheitserinnerungen und Geschichten – von den 1930er-Jahren bis heute. Auf diese Weise erfahren Einheimische und Gäste etwas über die Vergangenheit und Gegenwart, den Alltag und das Leben in der Stadt Traunstein über Jahrzehnte und Generationen hinweg.

Breite Perspektive auf die Vergangenheit

Das Projekt „Ein Kind in Traunstein“ ist an der Schnittstelle von bildender Kunst und Geschichte platziert. Die gezielte Auswahl der Zeitzeugen soll sicherstellen, dass eine Bandbreite von Erfahrungsberichten von den 1930er-Jahren bis zur Gegenwart erreicht wird. Die Erinnerungen sind dabei persönlich, subjektiv und emotional. Zeitzeugenberichte sind keine objektive Geschichtsschreibung und keine historischen Wahrheiten, sie ersetzen keine Fakten, sondern ergänzen diese.

Die Realisierung des Kunstprojektes „Ein Kind in Traunstein“, das in Zusammenarbeit mit sehr vielen Beteiligten erfolgte, war eine logistische und fachliche Herausforderung. Das gelungene Ergebnis jedoch rechtfertigt alle Mühen: Die Stadt Traunstein hat mit der Figurengruppe am Bahnhof eine ganz besondere Attraktion hinzugewonnen, die die Stadtgeschichte anders als gewohnt präsentiert. Die Installation wird anlässlich der Oberbayerischen Kultur- und Jugendkulturtage 2013 realisiert, verbleibt jedoch danach dauerhaft in Traunstein an den ausgewählten Standorten. Unter folgender Internetadresse können Bilder der Figuren angeschaut, die Audioquellen abgehört und die Langfassungen der Texte gelesen werden: www.traunstein.de/EinKindinTraunstein.aspx

Pressemitteilung Stadt Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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