Festgottesdienst und Festzug als Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten

GTEV „Chiemgauer“ feierte Jubiläum

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Grabenstätt - Zum 100-jährigen Jubiläum des GTEV „Chiemgauer“ fand der Festgottesdienst und der Festzug durch den Ort bei strahlendem Sonnenschein statt. *Neue Fotos*

Nachdem beim Kirchenzug ein kräftiger Regenschauer niedergegangen war, hatte der Wettergott mit dem Festverein GTEV „Chiemgauer“ Grabenstätt ein Einsehen, die Wolkendecke riss plötzlich auf und der Festgottesdienst und der Festzug durch den Ort konnten bei strahlendem Sonnenschein über die Bühne gehen. Dem großen Festsonntag wohnten neben den gut 20 Grabenstätter Ortsvereinen und 25 heimischen Trachtenvereinen auch zwei große Abordnungen aus der Pfälzer Partnergemeinde Meckenheim und vom US-Bruderverein Bavarian Club Edelweiß Westchester New York bei. Unter den rund 3000 Festgästen weilten unter anderem Landtagsabgeordneter Klaus Steiner, Bezirksrat Markus Fröschl, stellvertretender Landrat Sepp Konhäuser sowie diverse Bürgermeister und Gemeinderäte.

Grabenstätt habe schon lange nicht mehr so ein Fest gehabt, „des hat´s a moi wieder gebraucht“, freute sich der Erste Vorstand des Festvereins Sepp Fleischmann mit heiserer Stimme im voll besetzten Festzelt am Sportplatz. Kurz zuvor hatten die rund 3000 Teilnehmer und über 2000 Zuschauer einen imposanten Festzug mit wunderschön geschmückten Festwagen, Fahnenabordnungen und Musikkapellen genossen. Auch der eindrucksvolle Feldgottesdienst am Fuße des Karlspergs wird allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben. Zelebriert wurde er von Pater Augustin und dessen Vorgänger Josef Kreuzpointner. Die Kapelle war extra von den Zimmerern des Festvereins errichtet worden. Augustin betonte, dass man gerade heute wieder sehe, wie wichtig den heimischen Trachtlern der Glaube sei. Der Trachtenverein „Chiemgauer“ habe es sich einst zur Aufgabe gemacht, das Brauchtum und die Tradition zu erhalten und dies sei ohne den Glauben gar nicht möglich. Auch wenn die Bewährungsproben und Enttäuschungen im Alltag noch so groß seien, dürfe man den Glauben an Gott nie verlieren, denn „er ist immer für uns da und gibt uns Halt“, so Augustin. Als die Grabenstätter Böllerschützen ihren Salut in den weiß-blauen Himmel abfeuerten, senkten sich die Fahnen der Abordnungen. Regina Wiesholler hatte die ehrenvolle Aufgabe, das Erinnerungsband von Schirmherrn, Ehrenvorstand und Bürgermeister Georg Schützinger an die Fahne des Festvereins zu heften. Vroni Huber tat dies im Namen der Ortsvereine.

Trachtenjubiläum Grabenstätt

Das dritte Erinnerungsband kam vom amerikanischen Bruderverein Bavarian Club Edelweiß Westchester New York. Bürgermeister Schützinger beglückwünschte den GTEV „Chiemgauer“ zu dessen Jubiläum. In seiner langen Vereinsgeschichte habe sich dieser „herausragende Verdienste für die Erhaltung von Brauchtum, Sitte und Tracht erworben“. Der Grabenstätter Trachtenverein sei ein „Eckpfeiler des blühenden Vereinslebens in unserer Gemeinde“ und übernehme mit seiner vorbildlichen Jugendarbeit auch eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. „Ich bin zuversichtlich, dass dieses Jubiläum erneut Kraft und Auftrieb gibt, das Erbe unserer Väter weiterzuführen und in die Herzen der Jugend hineinzutragen“, so Schützinger. Gauvorstand Peter Eicher lobte die Grabenstätter Trachtler, die den gestrigen Festabend mit „lauter eigenen Leuten“ famos gestaltet hätten. „Wir sind stolz auf euch und ihr könnt auch stolz sein“, betonte Eicher und schob hinterher: Die Jubiläumsfeierlichkeiten würden eindrucksvoll beweisen, dass „die bayerische Volkskultur lebt und die Trachtensache noch nie so anerkannt war wie heute“. Wenn die Jugend weiterhin so mitziehe, könne man auch den kommenden 100 Jahren optimistisch entgegenblicken. Ein Sonderlob heimsten sich Gauvorplattler Mathias Wiesholler sowie Ehrenvorstand Schützinger ein, der dem Verein über 30 Jahre geführt und nach schwierigen Zeiten wieder zur Blüte verholfen habe. Stellvertretender Landrat Sepp Konhäuser ermunterte die Trachtler, „ihre wichtige Arbeit und Einsatz zur Erhaltung unserer Traditionen fortzusetzen – für unsere bayerische Heimat und die Menschen, die hier leben“.

Begonnen hatte der Festsonntag bereits am frühen Morgen um 6 Uhr mit dem Weckruf. Die meisten Vereinsmitglieder hatten kaum geschlafen, denn der vorangegangene Festabend hatte keine Wünsche offen gelassen. Um 8 Uhr morgens folgte dann der Empfang der Vereine am Festzelt. Dort formierte sich gegen 9.15 Uhr der imposante Kirchenzug, der sich kurz darauf in 13 Zügen auf seinen Weg zum Feldgottesdienst am Fuße des Karlspergs machte. Gut 2000 Besucher säumten die Straßen beim anschließenden Festzug und jubelten den 3000 Teilnehmern aus nah und fern zu. Im Festzelt ging es nach der wohlverdienten Stärkung mit den Ehrentänzen und der Meistpreisvergabe weiter. Der erste Platz ging an den GTEV „Chiemseer“ Chieming mit 241 Teilnehmern. Auf den Rängen zwei und drei reihten sich der GTEV Nußdorf (192 Teilnehmer) und der GTEV Bergen (154 Teilnehmer) ein. Der Grabenstätter Festverein GTEV „Chiemgauer“ war mit 229 Teilnehmern vertreten. Für die musikalische Unterhaltung sorgten im Zelt die Musikkapellen Bergen und Grabenstätt.

Festsonntag des GTEV "Chiemgauer" Grabenstätt

mmü

Quelle: chiemgau24.de

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