Hauptausschuss diskutiert neues Konzept

Das sind die Pläne für den Veitsdance 2015

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Lustig war er ja, der Veitsdance 2014. Einigen Anwohnern produzierte die Veranstaltung aber entschieden zu viel Lärm und Müll.
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Traunstein - Weniger Lärm und mehr Toiletten: Der Veitsdance soll nach Negativschlagzeilen im letzten Fasching im kommenden Jahr ein neues Konzept bekommen. Das ändert sich 2015:

Lärm an der Grenze zur Körperverletzung, sturzbetrunkene Jugendliche, die in Hauseingänge erbrechen, und Müll am gesamten Stadtplatz - in der Augen einiger Anwohner war der Veitsdance 2014 ein Debakel. Schon kurz nach dem Faschingstreiben beschwerten sie sich öffentlich, forderten ein neues Konzept für den Veitsdance.

Das ändert sich 2015:

Am Donnerstag diskutierte der Hauptanschuss der Stadt das Konzept für den Veitsdance 2015. Die Pläne - die das Gremium einstimmig annahm - enthalten mehrere Veränderungen im Vergleich zur diesjährigen Veranstaltung: So sollen die Getränke beim Veitsdance künftig in Kunststoff- und nicht mehr in Glasflaschen ausgegeben werden. Damit soll verhindert werden, dass sich überall auf dem Stadtplatz Glasscherben verteilen. Außerdem wird das offizielle Betriebsende der Veranstaltung auf 22 Uhr festgelegt, bis 22.30 Uhr soll die Veranstaltung geräumt sein. Auch mehr öffentliche Toiletten sollen aufgestellt werden - den Schilderungen verärgerter Anwohner zufolge hatten 2014 Betrunkene in Briefkästen uriniert. Ein Alkoholverbot, das zeitweilig ebenfalls im Gespräch war, wird es allerdings nicht geben.

Das sagen die Stadträte:

Der Hauptausschuss war dem Veitsdance gegenüber im Großen und Ganzen positiv eingestellt. Oberbürgermeister Christian Kegel (SPD) lobte ausdrücklich den Veranstalter des Veitsdance, den Faschingsverein Veitsgroma Zunft, für sein Engagement und Stadtrat Ernst Haider (UW) sagte: "Ich sehe keine Veranlassung, die Veranstaltung infrage zu stellen." Probleme mit Müll oder Lärm gibt es Haider zufolge das ganze Jahr über immer mal wieder, auch im Zusammenhang mit kleineren Veranstaltungen und eben nicht nur bei Volksfest oder Veitsdance. "Man darf das auch nicht überbewerten."

Dass es beim Veitsdance dennoch Veränderungen geben muss, darin waren sich alle einig. "Es ist eine Schweinerei, wenn sich die Leute in Hauseingängen übergeben müssen", sagte etwa Oberbürgermeister Kegel, der das neue Konzept lobte. Das frühere Betriebsende des Veitsdance könnte dem Oberbürgermeister zufolge auch den Gaststätten am Stadtplatz zugute kommen. "Sie werden sich freuen, wenn sie den einen oder anderen Absacker verkaufen können."

Auch Alkoholkonsum beim Faschingszug ist ein Problem

In der Diskussion im Hauptausschuss wurde auch deutlich, dass nicht der Veitsdance alleine für Lärm und Müll verantwortlich ist. Manfred Bulka vom Ordnungsamt der Stadt erklärte, dass es am Faschingssamstag rund um den Stadtplatz auch andere Faschingsveranstaltungen gegeben habe. Zudem hätten sich die Jugendlichen auch in Gaststätten Alkohol geholt. Um ein zu starkes "Vorglühen" der Besucher zu vermeiden, ist es eigentlich verboten, auf den Faschingswagen zu trinken. Zudem versucht der Veranstalter, schon bei der Zugaufstellung stark alkoholisierte Gruppen auszuschließen.

Stadträtin Waltraud Wiesholler-Niederlöhner (SPD) kritisierte, dass beim Faschingszug dennoch Alkohol konsumiert wird. "Es ist zwar verboten, aber es wird nicht eingehalten", so Wiesholler-Niederlöhner. Einerseits finde sie das nicht gut, andererseits wolle sie den Faschingszug auch nicht abschaffen. "Ich weiß nicht, wie wir das Problem lösen sollen."

Unter den Zuhörern im Hauptausschuss befanden sich mehrere Mitglieder der Veitsgroma Zunft. Auf Anfrage von Chiemgau24 erklärten sie, der Verein werde sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zum Konzept des Veitsdance 2015 äußern.

Quelle: chiemgau24.de

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