"Ein lebenswertes Zuhause schaffen"

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Beim Richtfest für den Neubau des Seniorenzentrums Wartberghöhe kamen auch Bewohner und Mitarbeiter zu Wort. Hier formuliert eine Heimbewohnerin ein Gebet um Gottes Segen für ein gutes Zusammenwirken aller Beteiligten.

Traunstein - Das Diakonische Werk Traunstein trägt dem gestiegenen Bedarf an Pflegeplätzen in der Region Rechnung. Seit Oktober 2009 wird am Seniorenzentrum an der Wartberghöhe gebaut.

42 Pflegeplätze werden zu dem bestehenden alten Bau in drei Wohngruppen entstehen. Jetzt war Richtfest.

Die aufgrund des schlechten Wetters im Winter nicht durchgeführte Grundsteinlegung wurde in Anwesenheit von rund 80 geladenen Gästen aus Lokalpolitik, Kirche, von Fachfirmen sowie den Heimbewohnern und Mitarbeitern gleich nachgeholt.

Georg Eisenbichler, Leiter des Seniorenzentrums, stellte heraus, dass in die Planungen für das Bauprojekt auch praxisbezogene Ideen der Mitarbeiter eingeflossen seien.

Der Leiter des Seniorenzentrums, Georg Eisenbichler, wirbt um Unterstützung des Projekts, bei dem in die Wohngruppen durch Spenden drei Kachelöfen eingebaut werden sollen.

Der Geschäftsführer des Diakonischen Werks, Diakon Thomas Zugehör, wies darauf hin, dass Projekte dieser Art in der Regel von Bauträgern ausgeführt würden, die sich dann einen Träger suchen. Die Diakonie habe sich - in Anlehnung an die alttestamentliche Schöpfungsgeschichte - von dem Gedanken leiten lassen, dass "der Mensch ein Ebenbild Gottes ist. Das Zusammenwirken von Gebäude und der sozialen Lebensqualität der Bewohner ist der Grund, warum die Diakonie dieses Haus baut". Er dankte insbesondere auch der Dr.-Johannes-Heidenhain-Stiftung Traunreut, die das Diakonische Werk mit einem wesentlichen Beitrag zur Baufinanzierung unterstützt habe.

Richtfest des Seniorenwohnheimes des Diakonischen Werks

Traunsteins Zweiter Bürgermeister Hans Zillner wies darauf hin, dass der Anteil der über 60-Jährigen in der Stadt Traunstein bei 29 Prozent liege - Tendenz steigend. "Die Senioren sind ein starker Teil unserer Bürgerschaft und wir sind dankbar für die Lebensleistung, die sie in Familie und Beruf erbracht haben." Daraus leite man auch die Verpflichtung ab, ihnen im Alter die bestmögliche Pflege und Versorgung zu bieten.

Der stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser wies auf die Bedeutung des Seniorenzentrums hin, dessen Bestandsbau seit 1954 steht. Der Bedarf für weitere Wohn- und Lebensmöglichkeiten im Stil des Zentrums steige. Im Landkreis würden derzeit rund 36.000 Menschen wohnen die über 65 Jahre alt seien. Im südlichen Landkreis bestünde ein höheres Angebot als im nördlichen.

Architekt Harald Martin erläuterte seine Zielsetzung für die Baumaßnahme, "ein lebenswertes Zuhause und einen menschlichen Arbeitsplatz schaffen".

Nach dem Richtfestspruch durch den Zimmerermeister Ralf Klammer nahmen Stadtpfarrer Sebastian Heindl und Dekan Gottfried Stritar die ökumenische Segnung vor. Stritar wies auf vier Aspekte hin, die sich in dem Zentrum wiederfinden würden: Menschenwürde, Achtung vor der Persönlichkeit, Respekt und Gemeinschaft seien die Bausteine, aus denen das Haus gebaut werde.

Die räumliche Nähe zum Nachbarbau eines so genannten geschlossenen Immobilienfonds, der mit dem Arbeiter Samariter Bund als Betreiber ein Pflegeheim auf dem ehemaligen "Kieselbräu-Gelände" mit 118 Betten errichtet, sorgten für manche Verwirrung.

So waren zuletzt auch Baumaterialien auf der Baustelle des Diakonischen Werks abgeladen worden, führte Eisenbichler aus.

wz/Chiemgau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

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