Drei Staatsmedaillen für Rinderzüchter

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"Hilde" und "Silber": Die beiden mit Kopfschmuck aufgekränzten Pinzgauerkühe mit ihren Züchtern Martin Gramelsberger aus Heißanger und Josef Koller, Bischofswiesen, am Fuße der Bavaria.

München/Traunstein - Bereits zum vierten Mal in Folge verbuchten die Traunsteiner Züchter einen großen Erfolg bei der Landestierschau in München.

Sie stellten bei der Landestierschau auf dem Zentrallandwirtschaftsfest (ZLF) in München erneut einen von fünf Klassensiegern und zwei Klassenreservesieger beim Fleckvieh. Ein hervorragendes Ergebnis bei vier ausgestellten Traunsteiner Fleckviehkühen und einer Konkurrenz von 50 Tieren.

In der Klasse Kühe mit zumindest sechs Kalbungen stellte sich der ausstellungserfahrene Züchter Josef Kaiser aus Höpperding mit seiner Kuh Ronda dem Richtwettbewerb. Auch vier Jahre nach ihrem Klassensieg auf dem ZLF 2008 überzeugt diese Kuh noch mit Eleganz. Ein drüsiges Euter, ein sehr guter Eutersitz und trockene Sprunggelenke zeichnen diese Romello-Tochter aus. Ein Klassenreservesieg wurde ihr vom Preisrichter Reinhard Scherzer aus Kärnten zugesprochen. Geschlagen wurde sie von der ältesten Fleckviehkuh der Tierschau. Mit elf Kalbungen präsentierte sich eine Horwart-Tochter aus dem Mühldorfer Zuchtgebiet mit einer derartigen Vitalität, dass sie an diesem Tag den Sieg auch berechtigt zugesprochen bekam.

Die schwierigste Klasse bei Preisrichtwettbewerben ist in der Regel die Klasse der Kühe mit zwei Kalbungen, in der elf Tiere aus dem ganzen bayerischen Zuchtgebiet zur Auswahl standen. In dieser Klasse traten die Traunsteiner Züchter Franz Gumpinger aus Walchen, Gemeinde Tittmoning, und Johann Schederecker aus Zelln, Gemeinde Schnaitsee, an. Beide Kühe waren im Fundament tadellos. Die Kuh Huberta, eine Inhof-Tochter aus dem Zuchtbetrieb Schederecker befindet sich in der Hochlaktation. Den Transport und die Umstellung verkraftete sie schwer. Sie musste sich bei dieser Schau deshalb mit einem 1e-Preis zufrieden geben. Erfolgreicher war Franz Gumpinger, sehr lange überlegte Preisrichter Reinhard Scherzer die Entscheidung in dieser Klasse. Vorteile sah er bei dieser Waldbrand Tochter namens Karo im Körperbau. Er charakterisierte sie als tiefrumpfige Kuh mit einem guten Fundament und einer perfekten Oberlinie. Letztendlich entschied er sich aber doch für das überragende Euter der Wal-Tochter aus dem Miesbacher Zuchtgebiet.

Mit insgesamt 18 Erstkalbskühen war die Konkurrenz für die Huascaran-Tochter Ronda aus dem Teisendorfer Zuchtbetrieb Bernhard Esterer groß. Diese Kuh, ebenfalls mit dem Namen Ronda, verkörpert den Zweinutzungstyp Fleckvieh perfekt. Optimale Winkelung, trockene Sprunggelenke, gute Oberlinie und ausreichend Fleischansatz verbunden mit einer guten Euteranlage: Diese Eigenschaften und eine gute Präsentation durch den Züchter reichten zum Klassensieg.

Komplettiert wurde das erfolgreiche Abschneiden der Traunsteiner Züchter durch zwei sehr gute Pinzgauerkühe. Martin Gramelsberger aus Heißanger bei Übersee errang mit der Glitzer-Tochter "Hilde" schließlich den 1a-Preis. Hilde, eine mittelrahmige Kuh, mit guter Rückenlinie und einem überragenden Exterieur ist eine sehr harmonische Kuh. Sie verkörpert das Zuchtziel der Pinzgauer Rasse perfekt. Stolz kann auch Josef Koller aus Bischofswiesen auf seine Ruber-Tochter "Silber" sein. Die milchtypische lange Kuh überzeugt durch ein drüsiges Euter.

Bernhard Esterer kann am heutigen Samstag bei der Siegerehrung die staatliche Züchtermedaille in Gold aus den Händen von Ministerpräsident Horst Seehofer entgegennehmen. Ebenfalls ausgezeichnet für ihre züchterischen Leistungen wurden Franz Gumpinger und Josef Kaiser mit der Staatsmedaille in Silber.

re/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: chiemgau24.de

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