„Die Quadratur der Mozartkugel“

Traunstein - Beim nächsten Themenabend der Linkspartei am 1. Juli um 20 Uhr im Sailerkeller in Traunstein geht es um die Zukunft der Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land.

Den sogenannten Masterplan für die Kernregion Salzburg, erstellt u.a. vom österreichischen Institut für Raumplanung, der TU München und weiteren Entwicklungsbüros. Es geht um das Leitmotiv, im Zuge der Grenzöffnung „die Kernregion Salzburg vom Halbkreis zum Vollkreis zu entwickeln“, also um bedeutsame Auswirkungen auf die bayerischen Grenzregionen Rupertiwinkel und Chiemgau.

Die LINKE in Traunstein/Berchtesgadener Land hat zur Podiumsdiskussion prominente Teilnehmer gewonnen: Erich Prechtl vom Bund Naturschutz im BGL, den Agrar-Diplomingenieur Hartmut Heinrich, Peter Haibach von der Salzburger Verkehrsplattform und Hannes Augustin von der Aktionsgemeinschaft Lebensraum Salzach.

„Auf dem Spiel steht – nicht mehr und nicht weniger – die Zukunft weiter Teile der Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land“, meint der Laufener Stadtrat Werner Eckl, der die Einleitung und die Moderation der Podiumsdiskussion übernehmen wird.

Im Auftrag von Stadt und Land Salzburg, Freistaat Bayern und der Landräte von Traunstein und Berchtesgadener Land wird schon im Vorwort des Masterplans festgestellt, worum es geht: Die Stadt Salzburg leide unter hohen Mietpreisen und Wohnungsknappheit in punkto wirtschaftlicher Entwicklung sei die „Verlagerung von Funktionen“ an günstiger Standorte zu erwägen, es stünden eine „Reihe von Infrastrukturentscheidungen“ an und die weitere Ausbreitung von Siedlungen und Verkehrswegen gefährde die jetzige Landschaft und Umweltqualität (im Raum Salzburg).

Das auf den ersten Blick durchaus begrüßenswerte grenzüberschreitende Denken, Planen und Handeln stellt sich aber in diesem Zusammenhang als Versuch der Missionierung bzw. Kolonialisierung der bayerischen Seite im Dienste reiner Wirtschafts- und Verkehrsinteressen einer künftigen „Metropole Salzburg“ heraus. Deshalb hat der Plan, dessen zweite Fassung in Bälde vorliegen soll, bereits jetzt nicht nur auf bayerischer Seite den Protest von Naturschutzorganisationen und Bürgerinitiativen hervorgerufen, die eine totale Zersiedelung der Landschaft und unverantwortliche Straßenbauprojekte befürchten. Auch im Salzburger Raum mehren sich kritische Stimmen. Wer sich über die bisher weitgehend unbekannten Details und die tiefgreifenden geplanten Veränderungen durch den Masterplan informieren möchte, ist deshalb herzlich eingeladen, Fragen zu stellen und mitzudiskutieren.

Pressemeldung Kreisverband Die Linke

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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