Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Auffälligkeiten bei Zahlen der aktuell Corona-Infizierten

Enorme Unterschiede: Die Kommunen von Mühldorf, Altötting und Traunstein im Vergleich

Symbolbild eines Corona-Test mit den 7-Tages-Inzidenzwerten der Landkreise Mühldorf, Altötting und Traunstein vom 26. Januar.
+
Symbolbild eines Corona-Test mit den 7-Tages-Inzidenzwerten der Landkreise Mühldorf, Altötting und Traunstein vom 26. Januar.
  • Xaver Eichstädter
    VonXaver Eichstädter
    schließen

Auch wenn die Inzidenzzahlen der Landkreise Mühldorf, Altötting und Traunstein nicht so weit auseinander liegen, die Zahlen der „aktiv“ Corona-Infizierten gehen weit auseinander: alle „Hotspots“ liegen hier im Landkreis Traunstein.

Mühldorf/Altötting/Traunstein - Wenn es darum geht, wie viele Personen aktuell mit dem Corona-Virus infiziert sind, vermittelt die Inzidenzzahl ein verschobenes Bild. Denn sie beleuchtet nur die Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage - als vom Virus genesen gilt man aber erst nach zwei Wochen. Vergleicht man die Zahlen der Landkreise Mühldorf, Altötting und Traunstein fällt auf: Traunstein hat mit 137 zwar eine unauffällige Sieben-Tages-Inzidenz, die Zahl der aktuell Corona-Positiven fällt mit 1238 aber hoch aus.

„Aktiv“ Corona-Infizierte: Alle „Hotspots“ im Kreis Traunstein

0,7 Prozent der Bevölkerung im Landkreis Traunstein gilt momentan als Corona-positiv. Zum Vergleich: Im Kreis Mühldorf sind es nur 0,24 Prozent (insgesamt 283 Personen), im Kreis Altötting gerade mal 0,18 Prozent (insgesamt 205). Vergleicht man die Städte und größeren Gemeinden der drei Landkreise miteinander, liegen alle „Hotspots“ im Landkreis Traunstein: Vor allem Taching am See mit 1,96 Prozent (insgesamt 42 Personen), in Siegsdorf, Waging und Inzell gelten momentan jeweils 1,1 Prozent als Infiziert.

Auch im Bereich unter einem Prozent an Corona-Positiven kommt zuerst eine ganze Reihe an Orten aus dem Landkreis Traunstein: Grassau mit 0,9 Prozent, Traunstein mit 0,8 Prozent und Ruhpolding sowie Traunreut mit jeweils 0,7 Prozent an infizierter Bevölkerung. Größere Kommunen aus den Landkreisen Mühldorf und Altötting sind erst unter der 0,5-Prozent-Marke zu finden: Garching, Neumarkt-St. Veit und Ampfing melden gerundete 0,4 Prozent an positiv mit dem Corona-Virus Getesteten.

Die genauen Zahlen je Kommune in den Landkreisen Mühldorf, Altötting und Traunstein. Die Zahlen aus Altötting stammen vom 26. Januar, Traunstein vom 25. Januar und Mühldorf vom 22. Januar. Das Landratsamt Traunstein nennt die genaue Zahl nur für Orte mit mindestens 20 Infizierten. Damit will man einzelne Betroffene vor einer Identifizierung schützen und soziale Ausgrenzung verhindern

Stellt man die absoluten Zahlen nebeneinander wird der Unterschied ebenso deutlich: Haag hat momentan vier Corona-Infizierte, das in der Größe vergleichbare Grassau dagegen 64. Burgkirchen meldet 13 Personen mit dem Corona-Virus, Trostberg dagegen 75. Zwei Gemeinden in der Region sind momentan „Corona-frei“, nämlich Egglkofen und Jettenbach im Landkreis Mühldorf. In Töging, das Mitte Dezember noch als „Hotspot“ im Landkreis Altötting galt, hat sich die Lage inzwischen ebenfalls beruhigt: 0,2 Prozent der Einwohner haben derzeit den Corona-Virus.

Die Fallzahl in einer Kommune lässt aber keine generellen Rückschlüsse auf die Ansteckungsgefahr vor Ort zu. Denn die Zahl sagt nichts darüber aus, wo sich eine Person mit dem Virus infiziert hat - ob im Gemeindegebiet oder nicht. Zudem sagen die Zahlen nichts über den Zusammenhang einer Ansteckung aus, also ob sich mehrere Personen beispielsweise unabhängig voneinander infiziert haben oder ob sich mehrere Personen innerhalb einer Familie infiziert haben. Als Beispiel: Kleine Gemeinden mit einem Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim.

xe

Kommentare