Deutsche Telekom - Warnstreiks nehmen zu

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Die Mitarbeiter der Deutschen Telekom machten am Donnerstag ihrem Ärger über die ihrer Überzeugung nach „ungerechte Verteilung der Unternehmensgewinne“ Luft und legten vormittags die Arbeit nieder. Nach einem Demonstrationszug durch die Traunsteiner Innenstadt fand mittags vor der Traunsteiner Niederlassung eine Kundgebung statt, zu der die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hatte.

Traunstein - Nachdem die Mitarbeiter der Telekom in Traunstein für mehrere Stunden die Arbeit niederlegten, begannen sie einen Streikmarsch über den Bahnhof zur Konzernniederlassung.

Im Tarifstreit bei der Telekom setzten die Mitarbeiter des Konzerns in Traunstein am Donnerstag ein deutliches Zeichen. Nachdem sie für mehrere Stunden die Arbeit niedergelegt hatten, zogen die rund 150 Beschäftigten, die aus den Standorten Traunstein, Bad Reichenhall und Mühldorf kamen, vom Traunsteiner Stadtplatz über den Bahnhof zu der Konzern Niederlassung und drückten ihren Ärger über das ihrer Überzeugung nach unakzeptable Arbeitgeberangebot mit Transparenten und lautstark mit Trillerpfeifen und Streikparolen aus. Leih- und Zeitarbeit sei moderne "Sklavenarbeit" stand auf einem der Transparente zu lesen. Zu der Kundgebung kamen dann auch noch einige Mitarbeiter des Konzerns dazu, die Beamtenstatus haben, da sich diese kein Streikrecht haben, sich aber im Rahmen der „Mittagspausenaktion“ an der Kundgebung beteiligten.

Zu dem bundesweiten Warnstreik, der in Bayern nach Gewerkschaftsangaben in acht bayerischen Städten, darunter auch am Konzern Standort Rosenheim mit nach Gewerkschaftsangaben 120 Teilnehmern stattfand, hatte die Gewerkschaft Verdi aufgerufen. Man sei über das Angebot der Arbeitgeber empört machte Michael Pertl vom Landesbezirk Bayern der Gewerkschaft deutlich. „Finanzierung der Arbeitsplatzvernichtung durch Lohnverzicht ist aus der Perspektive der Belegschaft kein Zukunftsbündnis.“ Man wolle eine „gerechte Verteilung der Unternehmensgewinne“ erreichen. Im Zusammenhang mit der Standort Diskussion beziehungsweise der vom Konzernvorstand geplanten Arbeitsplatzverlagerungen von Traunstein nach Regensburg und Augsburg (wir berichteten mehrfach) sei der nächste Verhandlungstermin für Mitte März anberaumt. DGB-Kreisvorsitzender Hans Gandler wetterte gegen die Leiharbeit, die er als „Lohndumping“ bezeichnete. Man fordere gerechte Löhne, die Familien das Auskommen ermögliche. „Gute und faire Arbeit ist unser Ziel.“ Leiharbeiter würden mit einem Durchschnittslohn von 1.400 Euro und weniger Urlaub dauerhaft deutlich schlechter gestellt, als fest Beschäftigte.

Die Kundgebung fand im Rahmen des Aktionstages des Deutschen Gewerkschaftsbundes „Arbeit – sicher und fair“ statt, mit dem die Arbeitnehmervertretung darauf hinweisen will, dass trotz der wirtschaftlichen Erholung ihrer Überzeugung nach zu wenig dauerhafte Arbeitsplätze entstünden, wogegen überwiegend die Leiharbeit und befristete Beschäftigungen zunehmen würden.

Wittenzellner

Quelle: chiemgau24.de

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