Durch den Darm gegangen

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In großen Modellen konnten die Besucher durch das Herz und (unser Bild) durch den Darm gehen.

Traunstein - Als abschließenden Höhepunkt der Traunsteiner Gesundheitstage veranstaltete das Klinikum einen Tag der offenen Tür.

Der Ansturm am Samstag war schlichtweg überwältigend und übertraf dabei die Erwartungen der Geschäftsführung und Organisatoren bei weitem. Einige Tausend Besucher aus dem südostbayerischen Raum - die genaue Zahl hat niemand ermittelt - nutzten die nicht alltägliche Gelegenheit, um hinter die Kulissen eines Schwerpunktkrankenhauses mit all seinen ärztlichen und pflegerischen Möglichkeiten zu schauen. In den Gängen gab es ein großes Gedränge, die Treppenhäuser waren zeitweise verstopft und die Aufzüge arbeiteten am Rande ihrer Kapazität.

Im Rahmen der Traunsteiner Gesundheitstage nahmen die Mitarbeiter der Klinik und der Organisationen wie BRK, MHD, Polizei, Feuerwehr, Netzwerk Hospiz, VdK, Gesundheitssport Traunstein und verschiedene Selbsthilfegruppen die Gelegenheit war, mit der Bevölkerung ins Gespräch zu kommen, Einblicke in die medizinische Versorgung zu vermitteln sowie Tipps und Informationen zu einer gesunden Lebensweise zu geben. "Es gibt in der Medizin stets viele Neuerungen und neue Methoden", meinte der Aufsichtsratsvorsitzende der Kreiskliniken Traunstein-Trostberg GmbH, Landrat Hermann Steinmaßl.

Die Besucher hatten die Möglichkeit, einige ausgewählte Stationen, Fachabteilungen und Tageskliniken kennenzulernen, zwei Operationssäle zu besichtigen und im Film bei einer Operation zuzuschauen. Der Geschäftsführer der Kliniken, Stefan Nowack, sprach von einem breiten und bunten Programm, das zum Tag der offenen Tür geboten werde.

In der Kardiologie wurde eine Herzultraschalluntersuchung demonstriert

Zu den großen Anziehungspunkten gehörten die begehbaren Modelle eines Dickdarms oder eines Herzens, die in der Eingangshalle aufgebaut waren und einen Einblick in das Innere dieser Organe verschaffte. Sehr gefragt war ein Blick in den OP-Bereich mit Besichtigung von zwei Operationssälen und eines Narkosearbeitsplatzes. Die überwachungsstation stellte eine Intensiveinheit vor. Das Herzkatheterlabor zeigte das große Spektrum vom Herzultraschall bis zum Herzkatheter. In der Frauenklinik konnten die Kreißsäle besichtigt werden und man bekam ausführliche Informationen über minimalinvasive gynäkologische Operationen. Die Unfallchirurgie stellte Hüft- und Wirbelsäulenimplantate vor, die Gefäßchirurgie machte auf Wunsch eine Ultraschalluntersuchung der Schlagader und zeigte eine Auswahl an Gefäßprothesen. In der Strahlenabteilung gab es Führungen und Vorführungen. Die Chefärzte der Abteilungen standen für Auskünfte zur Verfügung. Ebenso stellte sich die Kinder- und Jugendmedizin mit ihrer Kinderintensivstation vor.

Ein weiterer Besuchermagnet war die Rettungshubschrauberstation "Christoph 14", in der es regelmäßige Führungen gab. Im Patientengarten fuhren die Besucher mit der neuen Drehleiter der Feuerwehr Traunstein 30 Meter in die Höhe. Das BRK und der MHD bauten ein Betreuungszelt für ihre Vorführungen auf und stellten ihre Einsatzfahrzeuge aus. An einem Stand präsentierten sich die Kriseninterventionsteams. Die Polizei war ebenfalls mit einem Einsatzfahrzeug dabei. Zur Unterhaltung spielte zunächst die Pallinger Blaskapelle und später die "Cappuccino Jazz Band". Bei einem Gewinnspiel konnten die Besucher Sachpreise gewinnen. Der erste Preis war ein Alpenrundflug.

bjr/Chiemgau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

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