So schön ist der Chiemsee

Fraueninsel: Was Sie schon immer zur Kloster-Insel wissen wollten

Das Kloster auf der Fraueninsel ist weltbekannt. Aber die zweitgrößte Insel im Chiemsee hat noch viel mehr zu bieten.
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Das Kloster auf der Fraueninsel ist weltbekannt. Aber die zweitgrößte Insel im Chiemsee hat noch viel mehr zu bieten.

Chiemsee - Die Fraueninsel ist die zweitgrößte Insel im bayerischen Meer. Zwar gibt es hier kein Schloss, aber dafür ein berühmtes Kloster und einen bekannten Christkindlmarkt. Und das ist noch nicht einmal alles.

Die Fraueninsel im Überblick:
Länge: 620m

Breite: 300m

Fläche: 15,5ha

Hauptort: Frauenchiemsee

Einwohner: 300

Die zweitgrößte Insel im Chiemsee bildet zusammen mit der Herreninsel die Gemeinde Chiemsee - die zweitkleinste Gemeinde in ganz Bayern. In rund 50 Häusern leben hier gut 300 Einwohner. Zum Vergleich: Auf der
Herreninsel sind es gerade einmal 18. Genau wie bei dem "männlichen" Pendant sind im täglichen Sprachgebrauch zwei Bezeichnungen üblich. Fraueninsel oder Frauenchiemsee, die gleichermaßen verwendet werden. Das Kloster Frauenwörth prägt die Insel. Immerhin ist es ein Wallfahrtsort für die Heilige Irmengard, der Schutzpatronin des Chiemgaus. Aber die Insel ist nicht nur für das Kloster berühmt. Ab dem Jahr 1820 wirkte hier eine Künstlerkolonie, von der auch Max Haushofer Teil war. Autos und Fahrräder dürfen auf der Insel nicht fahren. Dafür führt ein gut 1,5 Kilometer langer Fußweg um die Insel. Die Fraueninsel ist das ganze Jahr über mit den Dampfern der Chiemsee-Schifffahrt zu erreichen.


Inhaltsverzeichnis

1. Die Schifffahrt zur Fraueninsel


2. Übernachten auf Frauenchiemsee

3. Das Kloster Frauenwörth auf der Chiemseeinsel

4. Die Chiemseemaler: Die Künstlerkolonie auf der Fraueninsel

5. So schön ist der Christkindlmarkt der Fraueninsel

1. Die Schifffahrt zur Fraueninsel

Auf die Fraueninsel kommt man nur - genau wie auf Herrenchiemsee - mit dem Boot oder mit einem der Schiffe der Chiemseeschifffahrt. Diese fahren die Insel zum Glück das ganze Jahr über an, es sei denn die Witterung lässt es nicht zu. Je nach Jahreszeit, gelten unterschiedliche Fahrpläne

Vom Gstadter Hafen sind die Dampfer auf dem bayerischen Meer ebenfalls von morgens bis abends unterwegs. Jedoch zu anderen Zeiten als in Prien. Im Winter sind die Schiffe auch auf dem Chiemsee unterwegs und bringen die Besucher sicher zu Herren- und Fraueninsel. Dann müssen die Passagiere den Winterfahrplan beachten. Übrigens kann man sich in den vielen Bootsverleihen rund um das bayerische Meer eines der Wassergefährte ausleihen und gemütlich selbst zur Fraueninsel schippern und am Ufer anlegen. 

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Die Schiffe steuern die Fraueninsel das ganze Jahr über an.

2. Übernachten auf Frauenchiemsee

Die Fraueninsel ist wirklich eine Reise wert. Warum also nicht länger bleiben? Auf der Fraueninsel findet sich schnell eine Gelegenheit zum Übernachten. Zum Beispiel im Peterlhaus. Sechs Gästezimmer können hier bezogen werden. Haustiere dürfen hier nach Absprache Urlaub machen. Das Gästehaus verfügt außerdem über einen eigenen Strand am Seeufer.  

Näher am Hafen an der Westseite der Insel liegt das Gästehaus Neumair. Das Gebäude auf der Fraueninsel wurde im Jahr 1872 gebaut. Der Familienbetrieb wird schon in der dritten Generation geführt. 

Das Hotel Inselwirt auf der Fraueninsel kann auf eine sehr lange Geschichte zurück blicken.Das Haus wurde im 12 Jahrhundert errichtet. Im Laufe der Jahrhunderte diente es nicht nur als Amts- und Wohnsitz des Hofrichters, sondern auch als Taverne. Ab 1803 verrichteten die Arbeiter einer Tuchmacherei hier ihre Arbeit. Im Jahr 1951 war es dann soweit: die Gaststätte eröffnete. Und im Jahr 1981 entstand im Zuge der Renovierung das Hotel. 

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Die meisten Hotels und Gasthäuser auf der Fraueninsel haben einen direkten Zugang zum Chiemsee - inklusive eigener Liegewiese.

3. Das Kloster Frauenwörth auf der Chiemseeinsel

Das Kloster Frauenwörth ist sicherlich schon wegen seiner Geschichte ein interessantes Ausflugsziel. Gegründet wurde es im Jahr 782 von Herzog Tassilo II.. 1836 wurde das Kloster durch König Ludwig II. von Bayern nach der Säkularisation wieder ins Leben gerufen. Bis in das Jahr 1995 betrieben die Benediktinerinnen hier noch eine Berufsschule. 

Die Benediktinerinnenabtei auf der Fraueninsel wird auch heute noch von den Nonnen auf der Insel geführt. Die große Gartenanlage des Klosters ist ein lohnendes Ziel für Spaziergänger. 

Die Kirche von Frauenwörth kann unter anderem im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Sollten jedoch Gottesdienste stattfinden, fallen die Führungen aus. Die Führer erklären aber die Besonderheiten der Kirche. Das Gotteshaus der Insel kann im Anschluss an die Gottesdienste selbständig erkundet werden. Es gibt sogar die Möglichkeit, auf der Fraueninsel mit den Nonnen direkt ins Gespräch zu kommen. Die Benediktinerinnen betreiben sogar einen eigenen Onlineshop. 

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Das Kloster Frauenwörth kann ausgiebig besichtigt werden. Mit etwas Glück, kommen die Besucher sogar mit den Nonnen ins Gespräch.

4. Die Chiemseemaler: Die Künstlerkolonie auf der Fraueninsel

Um den Chiemsee hat sich sogar ein eigene Kunstgruppe gebildet: die Chiemseemaler. Dazu zählte auch die Künstlerkolonie auf der Fraueninsel. Als deren Begründer gilt Max Haushofer aus München. Er kam im Jahr 1828 zum ersten Mal auf die Insel - damals noch im jungen Alter von 17 Jahren. Ihm folgten schließlich weitere Künstler. Darunter die Maler Christoph Christian Ruben und Franz Roubaud auf die Fraueninsel. 

Die enge Verbundenheit mit der Insel, zeigt sich auch darin, dass einige der Künstler auf dem kleinen Klosterfriedhof der Fraueninsel begraben liegen. Im Augustiner-Chorherrenstift auf der Herreninsel sind über 50 Werke der Künstler ausgestellt. Auf dem Klosterfriedhof  der Fraueninsel befindet sich auch das Grab des verurteilten NS-Kriegsverbrechers Alfred Jodl. Immer wieder kommt es daher dort zu Auseinandersetzungen.

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5. So schön ist der Christkindlmarkt der Fraueninsel

Ein fester Termin in vielen Kalender ist der Besuch des Christkindlmarktes auf der Fraueninsel. Im Jahr 2018 bieten die mehr als 90 Aussteller wieder Kunsthandwerk, Geschenkideen und Spezialitäten an. 

Der Christkindlmarkt auf der Fraueninsel ist in der Regel an zwei Adventswochenenden geöffnet. Der Christkindlmarkt auf der Fraueninsel ist schon seit langem beliebt. Regelmäßig nutzen viele Besucher die Gelegenheit, den vorweihnachtlichen Markt auf Frauenchiemsee zu besuchen. Wer den Weihnachtsmarkt auf der Insel nicht besuchen will, der kann sich ja in den Gemeinden am Seeufer umschauen - auch hier warten bunte Buden auf Besucher in weihnachtlicher Stimmung. 

Der Christkindlmarkt auf der Fraueninsel ist echtes Highlight in der Vorweihnachtszeit.

Die Inseln sind aber nur ein kleiner Teil der Umgebung rund um den Chiemsee. Auch die anderen Orte und nicht zu vergessen die Natur, machen diese Landschaft einmalig. 

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kil

Quelle: chiemgau24.de

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