Gscheide Musi beim Seewärts Festival

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Chieming - Mit tollen Bands war die Stimmung genauso aufgeheizt wie das Wetter: Von Elektropop über Disco-Pop-Punk bis hin zu Folk und Blues gab es ein vielfältiges Programm.

Von überall her strömten die Besucher zum zweiten „Seewärts Festival“ der Chieminger Wasserwacht, um sich mit feinster Musik in familiärer, gemütlicher Atmosphäre verwöhnen zu lassen. Einige weibliche Fans reisten sogar extra aus England ans malerische Chiemsee-Ostufer, um den smarten, einfühlsam singenden Jungs der britischen Folk-Band „Young Rebel Set“ zu später Stunde ganz nah zu sein.

Nach der gelungenen Premiere im Vorjahr, hatten sich die Wasserwachtler und ihre Helfer im Vorfeld ganz besonders ins Zeug gelegt, um ihren Gästen ein unvergessliches Erlebnis zu bereiten. Es sollte sich auszahlen, denn „mit dem Wetter haben wir sauberes Glück gehabt und wenn die Besucher zufrieden sind, dann sind wir es auch“, freute sich Benedikt Speckbacher am Ende des zweitägigen Festprogramms, dass am Vortag mit der Beachparty eröffnet worden war. Auch für das diesjährige Line-Up beim „Seewärts Festival“ konnten wieder hochkarätige Künstler der verschiedensten Musikrichtungen gewonnen werden. Von Elektropop über Disco-Pop-Punk im Sinne der NDW und britischem Indie-Rock bis hin zu Folk und Blues war alles dabei.

Das zweite Seewärts Festival in Chieming

Während „Boarisch Six“ beim Seehafenfest in Seebruck die Besucher auf das Brillantfeuerwerk einstimmte, zündeten die Musiker am Chieminger Seeufer ein Feuerwerk nach dem anderen. Den passenden Auftakt machte die ambitionierte Münchner Band „Blind Freddy“, die es beim diesjährigen „Newcomer Contest Bayern“ in die Finalrunde geschafft hatte. Mit ihrer einzigartigen Mischung aus ursprünglichen Rockelementen und modernen, elektronischen Synthie-Pop-Einflüssen heizten die vier jungen Musiker den Gästen dermaßen ein, dass es die Organisatoren vorsichtshalber künstlich regnen ließen. Ihren bislang größten Erfolg feierte „Blind Freddy“ im vergangenen Jahr beim Zwillings-Festival „Rock am Ring“ und „Rock im Park“.

Anschließend folgte der stimmungsvolle Auftritt der heimischen Band „Gold Faces“ um Michi Rieder (Gesang/Gitare), Steffi Brückner (Gesang/E-Gitarre/Percussion) und Felix Kunz (Drums). Es sei eine super Sache, dass die Organisatoren jungen Nachwuchsbands aus der Region, die Chance geben, sich einem breiten Publikum zu präsentieren, freuten sich die drei „Gold Faces“ nach ihrer „Seewärts Festival“-Premiere. Brückner, die in Chieming als einzige Frau auf der Bühne stand, und Rieder hatten die Band vor eineinhalb Jahren gegründet und später Schlagzeuger Kunz mit ins Boot genommen. „Die Supersieger“ wurden zwar als Band aus München angekündigt, doch auch der Domi (Gesang/Gitarre) und der Chris (Gesang/Schlagzeug) verfügen über südostbayerische Wurzeln. In der Tradition der NDW stehend präsentierten sie letztmals gemeinsam ihre unverwechselbare Disco-Pop-Punk-Musik aus dem neuen Album „Der Tag an dem der Haushaltsroboter mein 200 qm-Loft in Brand gesetzt hat“, denn Chris steigt aus. „Die Supersieger wird es aber weiterhin geben“, versicherte Bandleader Dominik Schauer.

Einen bleibenden Eindruck hinterließ auch die Hamburger Band „Fuck Art, let´s dance!“, die mit ihren heftigen elektronischen Beats die atmosphärischen Gitarren in die Herzen ihrer tanzenden Fans trieben. Bevor sie aber so richtig loslegen konnten, hatte Sänger Nico Cham um gut durchlüftete Badeschlappen gebeten, die umgehend auf die Bühne flogen.

Nachdem es „I Heart Sharks“ vorbehalten war, echten Britpop mit Berliner Electronica „dreckig und leidenschaftlich“ zu verführen, durften die Englisch-Boys von „Young Rebel Set“ um den einzigartigen Sänger Matt Chipchase ihre Verführungskünste unter Beweis stellen. Nicht nur für die Mädels war es ein toller Abschluss eines rundum gelungenen Festivals.

Der Erlös des Seewärts Festivals kommt dem Förderverein der Wasserwacht und damit auch der Allgemeinheit zugute, denn die Wasserwachtler sorgen in ihrer Freizeit dafür, dass das Bade- und Freizeitvergnügen auf und am See so sicher wie möglich ist. Man spare für ein neues Rettungsboot, hieß es. Für das leibliche Wohl der Gäste sorgte die Wasserwacht mit ihren kulinarischen Partnern. Zwischen den Bandauftritten lohnte ein Bummel durch die Basar- und Infostände. Wer es sich besonders bequem machen wollte, der suchte sich ein lauschig-chilliges Plätzchen in der „Segel-Lounge“ um die romantisch leuchtenden „Eiskristalle“.

mmü

Quelle: chiemgau24.de

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