Polizei ermittelt

Badeunfall in Chieming: 76-Jähriger aus Kreis Traunstein treibt tot im Wasser

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Chieming - Zu einem Badeunfall ist es am Dienstag am Strand in Chieming gekommen. Ein Mann ist dort tot im Wasser gefunden worden. Nun ermittelt die Polizei, wer der Unbekannte ist und was ihm passiert ist.

Update, 11.20 Uhr - Pressemeldung der Polizei

Ein 76-Jähriger aus dem Landkreis Traunstein wurde am 7.August leblos im Chiemsee aufgefunden. Trotz sofortiger Reanimation konnte dem Mann nicht mehr geholfen werden. Er verstarb.

Kurz nach 17 Uhr wurde im Bereich des Chiemseeufers der Mann im See treibend festgestellt. Einige Badegäste reagierten daraufhin sofort und zogen den Mann aus dem Wasser. Obwohl ein zufällig anwesender Arzt sofort mit der Wiederbelebung begann, konnte der Mann nicht mehr gerettet werden und verstarb.

Die Kripo Traunstein hat die Ermittlungen übernommen. Hinweise auf Fremdeinwirkungen liegen nicht vor.

Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd

Vorbericht

Zu einem Badeunfall ist es am Nachmittag des 7. Augustes am Strand in Chieming gekommen, wie die Polizei bestätigt. Gegen 15 Uhr haben Badegäste bemerkt, dass ein Mann bewusstlos im Wasser treibt. Daraufhin ist die Rettungskette in Gang gesetzt worden. Allerdings ist für den Mann jede Hilfe zu spät gekommen.

Momentan versucht die Polizei, die Identität des Toten zu klären. Es soll sich um einen älteren Mann handeln, berichten Augenzeugen. Auch zur Ursache des Badeunfalles ist derzeit nichts bekannt. Ob der Unbekannte ertrunken ist oder es sich um einen medizinischen Notfall handelt oder ein anderer Grund vorliegt, ist derzeit nicht klar.

Der Kriminaldauerdienst ermittelt derzeit. Weitere Informationen zu dem Vorfall will die Polizei im Laufe des Tages in einer Pressemeldung bekanntgeben.

Zahl der Badeunfälle gestiegen

Die Zahl der Badeunfälle in Deutschland ist in diesem Jahr drastisch angestiegen. Laut Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, kurz DLRG, sind in den ersten sieben Monaten diesen Jahres 280 Menschen ertrunken - und damit 38 mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die meisten Unfälle passieren laut DLRG-Sprecher Achim Wiese an ungesicherten Badestellen im Binnenland. An Küsten habe die Zahl der tödlichen Unfälle im Vergleich zum Vorjahr hingegen deutlich abgenommen.

Die meisten Menschen - nämlich 45 - sind in Bayern ertrunken. Neben Leichtsinn, einer hohen Risikobereitschaft und Selbstüberschätzung zählen auch Eltern, die sich in Wassernähe mehr mit ihrem Handy beschäftigen als auf ihre Kinder zu achten, zu den Ursachen für Badeunfälle.

Badeunfall am Lußsee in München

Zu einem weiteren Badeunfall ist es ebenfalls am Dienstag gegen 15.30 Uhr in München gekommen, wie das Polizeipräsidium München berichtet. Dort hielt sich eine 28-Jährige gemeinsam mit ihrer Mutter und ihren drei Kindern am Lußsee in Lochhausen auf.

Auf bisher ungeklärte Weise geriet eines der Kinder - ein dreijähriges Mädchen - in den See. Eine aufmerksame 37-Jährige bemerkte das im Wasser treibende Mädchen und rief um Hilfe. Daraufhin konnte ein 38-jähriger Badegast das Kind aus dem Wasser retten.

Der sofort alarmierte Rettungsdienst brachte das Kind in ein Münchener Klinikum. Eine Lebensgefahr für das Kind konnte zunächst nicht ausgeschlossen werden.

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ksl

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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