"Verwirkliche deinen Traum!"

Spreadfilms-Firmengründer am Isinger Gymnasium

Chieming - Isings ehemaliger Schüler und heutiger Umsatz-Millionär Michi Schanz ermutigte die Zehntklässler am Landschulheim, ihren eigenen Weg zu finden und ein Unternehmen zu gründen

Michi Schanz, der vor neun Jahren am Isinger Gymnasium sein Abitur abgelegt hatte, kam mit seinem Freund und Firmengründer Andi Ramelsberger an seine ehemalige Schule, um die Zehntklässler zu bestärken, sich selbständig zu machen. Dabei plauderten die beiden aus dem Nähkästchen - hatten sie doch vor fast genau zehn Jahren die Firma "Spreadfilms" gegründet, mit der sie bis heute sehr großen Erfolg haben.

"Schon als Zehntklässler haben wir eigene Filme gedreht, geschnitten und verkauft." Mucksmäuschenstill war es, als der gelernte Informatiker Andi Ramelsberger aus der Gründerzeit erzählte. "Wir haben für sechs Euro dreißig bei McDonalds gearbeitet, um das sauer verdiente Geld in unser Kamera-Equipment zu stecken." Der damalige Wandel von der VHS-Analog-Kamera zur Digital-Technik sei für ihren Einstieg in das Filmgeschäft dann ein passender Zufall gewesen. Heute beschäftigt ihr Unternehmen 35 Mitarbeiter, erzielt drei Millionen Euro Umsatz im Jahr und produziert unter anderem Imagefilme, Produktvideos und Tourismusfilme für namhafte Firmen wie die den Antennenhersteller Kathrein, die Bundesbahn, den Molkereibetrieb Bauer, Red Bull und BMW. "Spreadfilms" hat sein Zentrum in Traunstein und München, beginnt aber derzeit, von Wien aus den österreichischen Markt zu erobern.

"Wir können jeden Tag das tun, was wir uns wünschen." Auch jenseits des unternehmerischen Erfolgs sind die beiden Unternehmer sehr zufrieden mit ihrer Entscheidung, nicht studiert, sondern gleich eine Firma gegründet zu haben. "Man muss den Weg gehen, den man für richtig hält", betont Michi Schanz, "Gegenwind gibt es immer viel." Auf die vielen Nachfragen von den Schülern hin erläutern die beiden Firmengründer noch einige Details aus den letzten zehn Jahren: Wie sie ihr erstes Büro in Traunstein selbst renoviert hatten, wie die Zahl ihrer Mitarbeiter bis heute auf 35 Personen angewachsen ist, dass sie heute damit klarkommen müssen, viel Zeit damit zu verbringen, ihre Mitarbeiter zu führen, statt selbst Filme zu drehen.

Das Hobby zum Beruf

Am Isinger Gymnasium dabei ist auch Jakob Bruckner, der zusammen mit seinem jüngeren Bruder Matti erfolgreich unter dem Bandnamen Bruckner auftritt. Jakob erzählt von den harten Jahren vor zehn oder fünfzehn Zuhörern, von den Zweifeln über den richtigen Weg.

Würden alle drei noch einmal diesen mutigen Schritt gehen, fragen die Schüler. "Wir haben unser Hobby zum Beruf gemacht - das ist super", antwortet Andi Ramelsberger. Man müsse aber dafür brennen, meint der ehemalige Isinger Michi Schanz. Denn: "Wir haben wahnsinnig viel Energie reingesteckt."

Walter Heil

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © Walter Heil

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