Viele, auch schon tödliche, Unfälle

Wie kann die Unfallkreuzung in Egerer entschärft werden?

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Hier kreuzen sich die Staatsstraße 2095 von Seebruck nach Traunstein und die Kreisstraße TS31 nach Tabing und Truchtlaching.
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Chieming - "Mittlerweile kracht es fast schon täglich", so einer unserer Leser - auch drei junge Menschen mussten in Egerer vor zwei Jahren schon ihr Leben lassen. Wie könnte die Kreuzung entschärft werden?

"An der Abzweigung Truchtlachinger Straße (Goriwirt/Lidl) kracht es mittlerweile fast schon täglich und es kommt immer wieder zu sehr gefährlichen Situationen beim Auffahren auf die St2095. Die Geschwindigkeit in Egerer von 70km/h auf 50km/h reduzieren (geschlossene Ortschaft) und an der Abzweigung eine Ampel oder noch besser einen Kreisverkehr bauen, das würde doch hier sicher helfen", so einer unserer Leser über unser Meldeportal "Pinweis".

Straßenbauamt sperrt sich gegen zwei Maßnahmen

Der jüngste schwerere Unfall Ende März forderte vier Verletzte, im Juni 2015 starben drei Slowaken, die in Chieming wohnten, bei einem Crash - ein Kreuz erinnert noch heute an sie. "Wir haben schon oft Gespräche mit dem Straßenbauamt geführt, aber man muss auch sagen, dass viele Unfälle passieren, weil zu schnell gefahren wird", so Chiemings Bürgermeister Benno Graf. 

Unfall auf St2095 bei Chieming am Donnerstag

Bei konkreten, von der Gemeinde vorgeschlagenen Maßnahmen, die die Kreuzung entschärfen könnten, habe sich das Straßenbauamt aber gesperrt: Eine Tempobegrenzung auf 50 Stundenkilometer wurde genauso abgelehnt wie eine zusätzliche Abbiegespur in Richtung Truchtlaching: "Laut dem Straßenbauamt fehlt dazu aber der Platz", so Bürgermeister Graf.

Für einen Kreisverkehr reicht der Platz nicht

Dieses Kreuz erinnert an die drei Toten vom Unfall im Juni 2015.

Am Platz scheitert auch ein Kreisverkehr, der vor mehreren Jahren schon im Gespräch war: "Eigentlich die ideale Lösung", aus der Sicht von Graf. Privatgrundstücke grenzen direkt an die Straßen. So bleibt der Gemeinde aktuell nichts anderes übrig, als im Kleinen zu handeln: Seit Februar steht kurz vor der Kreuzung ein Tempomessgerät, das die Autofahrer auf ihre Geschwindigkeit hinweist - "eine erste Maßnahme, um den Verkehr zu bremsen", so Benno Graf.

Es wird regelmäßig geblitzt

Überhaupt: Nicht nur die Polizei, auch die Gemeinde selbst lässt in Egerer regelmäßig blitzen. "Finanziell 'rentiert' sich das für die Gemeinde nicht, aber wir bekommen dadurch auch interessante Zahlen. Es sind wirklich nicht viele 'Ausreißer', die viel zu schnell fahren. Das hat sich klar gebessert", so Graf. Auch die Polizei führte erst vergangene Woche Verkehrskontrollen durch - von den 450 gemessenen Fahrern war nur einer mit 97 km/h deutlich zu schnell.

Von einer möglichen Ampelregelung zeigt sich Bürgermeister Graf dagegen weniger begeistert: Er kann sich noch heute an Staus vom Chieminger Ortszentrum bis nach Laimgrub erinnern, bevor dort der Kreisverkehr errichtet wurde - dort bekamen die Behörden schließlich den Grund für einen Kreisverkehr. Auch in Egerer befürchtet Graf auf der Staatsstraße dann lange Rückstaus, falls Ampeln errichtet werden sollten.

So funktioniert Pinweis

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Schritt-für-Schritt: So funktioniert Pinweis

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Quelle: chiemgau24.de

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