Neue Gruppe will sich bei vielen Themen einbringen

"Es gibt Alternativen zur Ortsumfahrung": Bürgerverein gegründet

+
Foto von der Gründung des Bürgervereins Chieming. Von links: Sebastian Heller (Kassenprüfer), Daniel Seeberger (Beisitzer), Susanna Philipp-Richter (Schriftführerin), Gerhard Bresoski (stellv. Vorsitzender), Simone Mayer (stellv. Vorsitzende), Ina Seeberger (Kassierin), Sepp Mitterleitner (1. Vorsitzender), Andrea Probst (Beisitzerin), Silvia Rachl-Hees (Beisitzerin), Wolfgang Wimmer (Beisitzer), Ariane Ruess-Maier (Kassenprüferin).
  • schließen

Chieming - Verkehr, Umwelt, Dorfgemeinschaft - um bei diesen Themen mitzureden und Einfluss zu nehmen, hat sich jetzt der "Bürgerverein" gegründet. Wir haben mit dem Vorsitzenden gesprochen. 

40 Chieminger waren es, die am Montag zur Gründungsversammlung gekommen sind - für Sepp Mitterleitner ein erster Erfolg: "Wir wollen möglichst viele überzeugen, um in der Gemeinde Gewicht zu bekommen." Worum geht's? "Ein zentraler Punkt ist natürlich die Ortsumfahrung. Es gibt Alternativen", so der Vorsitzende des Bürgervereins Chieming im Gespräch mit chiemgau24.de.

Verkehrssituation verbessern, ohne in Natur einzugreifen

Schon vor Monaten hat sich Mitterleitner mit seinen Mitstreitern erstmals zusammengesetzt. Aufhänger sind Umwelt und Verkehr: Die Verkehrssituation in Chieming sollte auch ohne Eingriffe in die Natur verbessert werden - in der Folge lehnt man die umstrittene, geplante Ortsumfahrung ab. Die Befürworter sehen sie als einzig realistische Möglichkeit, den überörtlichen Verkehr aus Chieming zu verbannen. Der Gemeinderatsbeschluss war positiv, das Staatliche Bauamt beginnt mit den ersten Planungen

"Bei der Ortsumfahrung kommt der Ball jetzt ins Rollen, also müssen wir aktiv werden", so Mitterleitner. Er argumentiert:Die Durchgangsstraße für den Schwerverkehr zu sperren wäre wegen Lärm und Abgasen möglich. Damit wäre das größte Verkehrsproblem gelöst und auf eine Umfahrung könnte verzichtet werden. Die einzigartige Landschaft müsse erhalten werden. "Eines unserer Ziele ist auch, dass wir Mittel haben um Fachleute heranzuziehen, damit wir gegenüber den Behörden besser argumentieren können", erklärt Sepp Mitterleitner. 

Gruppe wird nicht bei Kommunalwahl antreten

Neben Umwelt und Verkehr sollen gesellschaftliche Themen der dritte Schwerpunkt des Bürgervereins sein: eine lebendige Dorfgemeinschaft, altersgerechtes Wohnen, die Belange von Kinder und Jugendlichen. "Wir sind eine ganz gemischte Truppe", so Mitterleitner: Mitglieder der Bürgerinitiative "Ein Chieming" sind dabei, der langjährige Gemeinderat Wolfgang Wimmer oder Sebastian Heller als Kassenprüfer. Mitterleitner: "Es geht darum, sachlich zu informieren und zu diskutieren" - er stellt aber auch klar: Ambitionen, bei der Kommunalwahl nächstes Jahr anzutreten, hat der Bürgerverein nicht.

xe

Quelle: chiemgau24.de

Zurück zur Übersicht: Chieming

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT