Geruchslos, farblos, gefährlich

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Landkreis - Der Messwert für das radioaktive Edelgas Radon ist im Chiemgau stellenweise bedenklich hoch. Das Bayerische Landesamt für Umwelt möchte nun Aufklärungsarbeit leisten. Was man präventiv tun kann:

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Radon-Belastung wird unterschätzt

Das Bayerische Landesamt für Umwelt setzt sich auch im Chiemgau für mehr Informationen zum Thema Radon ein. Wie Bayernwelle-Recherchen ergaben, ist die Belastung durch das radioaktive Gas auch in der Region stellenweise sehr hoch. Bislang sei das Interesse bei den Bürgern eher gering, so die Pressesprecherin des Landesamtes, Sandra Brandt. Dabei könne Radon eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit darstellen.

Bundesweit sterben laut Experten fast 1900 Menschen pro Jahr, weil sie in Gebäuden das radioaktive Gas einatmen.

Was ist Radon?

Radon ist ein radioaktives, chemisches Element und gehört zu den Edelgasen. Das Gas ist ein radioaktives Zerfallsprodukt des im Boden natürlich vorkommenden radioaktiven Schwermetalls Uran. Es ist geruchslos, farblos und geschmackslos - und wird noch immer unterschätzt.

Fällt die Temperatur unter den Schmelzpunkt, färbt sich die Substanz gelb bis orange. Als radioaktives Gas mit sehr hoher Dichte kann sich Radon in Gebäuden, besonders in Kellern und den unteren Stockwerken, in bedeutsamen Mengen ansammeln.

Informationsbedarf sei daher dringend notwendig. Deshalb plant das Bayerische Landesamt für Umwelt ein Info-Netzwerk. Bislang stehen den Bürgern über das Bayerische Landesamt für Umwelt unter anderem im Internet viele Informationen zum Thema Radon zur Verfügung. 

Was kann man tun?

Entscheidend ist die Durchlässigkeit eines Gebäudes gegenüber Radon im Fundament. Als Präventions- und Reduktionsmaßnahmen empfiehlt das Landesamt auf seiner Internetseite unter anderem den Einbau von Kunststofffolien und Beschichtungen um Radoneintritt zu verhindern.

Bei erhöhter Radonkonzentration im Kellerbereich sollten automatische Türschließer montiert, Türdichtungen eingebaut und der Keller - wenn nötig - auch mechanisch belüftet werden.

s-ah/mg/Bayernwelle

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © pa

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