Bürger setzen sich für Windräder ein

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Viele Pallinger sind stolz auf ihre Windräder, weil sie umweltfreundlich denken und ihren Strom teilweise selber erzeugen.

Landkreis Traunstein - Das Forum Besorgter Bürger e.V. hat zum geplanten Windpark in Kammer/Otting Stellung bezogen. Eine Errichtung von Windrädern wird ausdrücklich begrüßt.

Im Vergleich zu der Solartechnik, die erheblich teurer ist und auch auf ihre Weise das Landschaftsbild prägt, wird der Einsatz von Windrädern mit neuer Technik begrüßt. „Erklärtes Ziel des Landkreises Traunstein ist es, bis 2020, den Strombedarf zu 100 % aus Erneuerbaren Energien im eigenen Landkreis zu erzeugen. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, ist es entscheidend den Mix aus allen Erneuerbaren vollständig und rasch zu nutzen.“

Weiter heißt es: „Jetzt bietet sich eine hervorragende Gelegenheit, auf diesem Weg ein deutliches Stück voran zu kommen. Zwischen Otting und Kammer soll ein Bürger-Windpark errichtet werden. Dies sei eine phantastische Chance das Windkraftpotential vor Ort zu nutzen, einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, sich ein weiteres Stück unabhängiger von Energie- und Rohstoffimporten zu machen und damit auch zur Friedenssicherung beizutragen. Die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken und auch Neubau von Kohlekraftwerken wären unnötig, wenn ernsthaft und massiv der Ausbau der Erneuerbaren Energien forciert werden würde.

Das bedeutet, alle und überall müsse der gesamte Energiemix der Erneuerbaren Energien, neben verstärkten Energieeinsparungen und Energieeffizienzmaßnahmen, konsequent zur Anwendung gebracht werden.“ Mit dem geplanten Windpark würde man einer dezentralen, kommunalen und zukunftsweisenden Energieversorgung, einer Eigenstromversorgung in der Heimat, näher kommen. Über 20 Millionen Kilowattstunden für rund 10000 Haushalte klimafreundlicher Strom können mit den geplanten Windrädern, Jahr für Jahr, vor unserer Haustüre, produziert werden. In einem Bürger-Windpark, von Bürgern für Bürger.

Sollten die finanziellen Mittel der Bürger, für die nötigen Investitionen nicht ausreichen, so wäre es wünschenswert, ja eigentlich fast schon verpflichtend, wenn die Kommunen sowie der Landkreis sich ebenfalls beteiligen würden und damit ihr Verantwortungsbewusstsein zum Ausdruck bringen würden. Der Landkreis Traunstein, hat dies im Bereich der Photovoltaik, in diesem Jahr, bereits vorbildlich praktiziert. Bei der Windkraft steht das noch aus. Dies kann hier und jetzt, als ein weiterer wichtiger Baustein, umgesetzt werden. Hier kann bewiesen werden, wie ernst es mit der Energiewende gemeint ist. Soll weiterhin nur dafür geredet, oder wirklich gehandelt werden? Oder will man sich darauf beschränken bevorzugt schon bestehende Wassserstrom-Anteile aus allen Teilen Europas in unsere Leitungsnetze virtuell einzuspeisen? Natürlich verändern Windräder unser Landschaftsbild, berücksichtigt man allerdings die vielfältigen Vorteile, wählt die Standorte sorgfältig und berücksichtigt selbstverständlich sämtliche naturschutzrechtlichen Belange, so finden die Windräder eine sehr hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. So haben zum Beispiel auch die Anwohner der Windräder in Palling im Prinzip keine Akzeptanzprobleme, im Gegenteil, sie sind stolz auf „ihre“ Windräder. Übrigens, der Bund Naturschutz begrüßt und unterstützt ebenfalls den geplanten Windpark in Kammer – Otting.

Des Weiteren zeigt sich seit einigen Jahren in Palling, dass die Windkraftnutzung, auch in unserer Gegend durchaus wirtschaftlich betrieben werden kann! Die Wertschöpfung durch Öko-Energien, ist ganz beachtlich. Sonnen-, Windkraft und Co. werden immer mehr zum Geldbringer für die Kommunen. Die Wirtschaftskraft in der Region wird gestärkt, die Erneuerbaren Energien sind somit ein wunderbares Beispiel für eine optimale Verknüpfung von Ökonomie und Ökologie. Der beispiellose Siegeszug der Erneuerbaren Energien im Strombereich muss dringend weitergehen, auch und gerade bei uns. Jetzt liegt es an der Kommunalpolitik, konkret an der Stadt Traunstein und an der Gemeinde Waging, diese einmalige Chance nicht ungenutzt zu lassen, und umwelt- sowie klimafreundlichen Strom aus heimischer Windkraft, direkt vor unserer Haustüre zu erzeugen. Doch sollte die Windkraft nicht von oben einfach aufgedonnert werden, sondern den Bürgern müsse Zeit gegeben werden, sich mit den Vorzügen und den landschaftlichen Bedenken auseinanderzusetzen. Da genügt wohl nur eine Informationsveranstaltung in Otting, wir berichteten darüber, nicht.

 

Pressemitteilung des Forums Besorgter Bürger e.V.

Quelle: chiemgau24.de

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