Spiel, Sport, Sonne satt und Teamgeist

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Der Flair der "Special Olympics", die zuletzt im März in Inzell ausgetragen wurden, war auch beim Bezirkssportfest im benachbarten Ruhpolding zu spüren.

Ruhpolding - Ein bisschen etwas vom Flair der "Special Olympics" in Inzell war beim Bezirkssportfest der Förderzentren mit Schwerpunkt "geistige Entwicklung" bei heißer Julisonne im Ruhpoldinger Waldstadion zu spüren.

Mit strahlenden Gesichtern schreiten etwa 200 Schüler aus ganz Oberbayern zu feierlicher Musik die Laufbahn des entlang. Sie winken vergnügt. Ein paar junge Zuschauer am Rand klatschen und winken zurück. Für jede der elf Schulen werden bunte Tafeln mitgetragen, und die meisten Schulmannschaften tragen einheitliche, farbige T-Shirts.

Organisiert und ausgerichtet hat das Fest die St.-Valentins-Schule Ruhpolding unter Federführung von Ernst Bresina, der die Veranstaltung auch moderierte und mit Stefan Maier vom Heilpädagogischen Förderzentrum (HPZ) Ruhpolding seine eigenen Schüler betreute.

Die zum Teil weit angereisten Gäste vom Grundschulstufen- bis zum Berufsschulstufenalter kamen aus Rosenheim, Ingolstadt, Farchant, Au am Inn, Freising, Erding, Steinhöring und München. Neun Leichtathleten gehen auf die Gastgeberschule, acht auf die Rupertus-Schule Piding und sechs sind von der Johannes-Schule Bayerisch Gmain. Etliche Schüler jeder Schule nahmen alternativ zum 50-Meter-Sprint, Weitsprung und Werfen an einer "Spieleolympiade" teil, zum Beispiel 17 Schüler der St.- Valentins-Schule. So konnte jeder viele Spiel-, Spaß- und Bewegungsmöglichkeiten finden, die zu seinen Fähigkeiten und Vorlieben passten.

"Lasst mich gewinnen, doch wenn ich nicht gewinnen kann, lasst mich mutig mein Bestes geben", begrüßte Schulleiterin Christa Rinner mit dem Special-Olympics-Eid die Gäste, gefolgt von Bürgermeister Claus Pichler. Schirmherr Wolfgang Hamberger hatte einen Schirm und Sonnenblumen dabei: "Wenn die Sonne nicht geschienen hätte, hätte ich sie mitgebracht", sagte er. Sein Wunsch: "Jeder soll heute seinen kleinen Sieg erringen." Begleitet wurde er von der Schulsport-Verantwortlichen der Regierung, Anne Radlinger.

Angehörige des Heilpädagogischen Zentrums Ruhpolding hatten ihren Spaß mit dem Schwungtuch.

Der Funke der Begeisterung sprang beim gemeinsamen Aufwärmen zu fröhlicher Musik schnell über. Danach teilten sich die Schüler in ihre Riegen auf. Es waren auch zwei Schwer- und Mehrfachbehinderte dabei. Ein Gast machte im Rollstuhl beim 50 Meter-Sprint und auch beim Werfen mit. Ein heimischer Rollstuhlfahrer konnte immerhin fünf Spielestationen bewältigen. An den Stationen konnte man beispielsweise auf Büchsenpyramiden zielen oder einen Geschicklichkeitsparcours bewältigen. Junge Damen vom HPZ hatten großen Spaß mit dem Schwungtuch. Auch Gastkinder konnten zwischendrin die Spielgeräte ausprobieren, wie Theresa (drei), die einen riesigen Erdkugelball herumschob. Ihre Mutter Heidi Mayer von der Bergwacht musste nur drei Pflaster für Schürfwunden verteilen, die sich Buben beim wilden Fußballspielen am Rande der Spiele zuzogen. Kreislaufprobleme bekam bei der Hitze zum Glück keiner, auch, weil genug zu trinken da war: 700 Flaschen hatte Adelholzener Alpenquellen spendiert.

Als krönenden Abschluss gab es nach der Brotzeit eine Staffel, mit der die Schüler gar nicht aufhören wollten. Es galt dabei, einen Becher Wasser von einer vollen in eine leere Tonne zu befördern. Am Ende gab es für alle Urkunden und Medaillen. Die ersten drei jeder Stufe bei den Mädchen und Buben bekamen von der Sparkasse gestiftete Pokale und Sachpreise. Auch jede Schule durfte als Erinnerung einen Pokal mit heim nehmen.

Platz eins ging bei in der Grundschulstufe bei den Mädchen an Saskia Schwarz von der Christophorus-Schule Farchant und bei den Buben an ihren Schulkameraden Christoph Büttner. In der Hauptschulstufe wurde bei den Mädchen Arba Sertolli von der Franziskus-von-Assisi-Schule Au Erste und bei den Buben Philipp Weißenbacher von der St.-Valentins-Schule Ruhpolding. Philipp lief die 50 Meter in 8,7 Sekunden, sprang 3,30 Meter und warf 47 Meter weit. Schulkamerad Mathias Gasteiger wurde mit acht Sekunden, 3,25 Metern beim Sprung und 20,5 Metern beim Wurf Vierter bei der Hauptschulstufe.

Rosenheimerin beste Berufsschülerin

Die meiste "Konkurrenz" herrschte in der Berufsschulstufe. Bei den Mädchen schnitt die Region sehr gut ab: Erste wurde Egzona Behrami von der Caritas-Schule Rosenheim mit 8,9 Sekunden, 3,25 Metern und 35 Metern, zweite Sabrina Bargel von der Johannes-Schule Bayerisch Gmain mit 8,2 Sekunden, 3,5 Metern und 21 Metern.

Bei den Berufsschul-Buben setzte sich Dennis Meier von der Rupertus-Schule Piding gegen 25 Mitbewerber durch, mit einem sagenhaften 7,2-Sekunden-Sprint, einem 4,15-Meter-Sprung und einem 45-Meter-Wurf. Einer der zwei punktgleichen Drittplatzierten war Benjamin Krause von der St.-ValentinsSchule Ruhpolding (acht Sekunden/3,80 Meter/42,5 Meter). Seine Schulkameraden aus Ruhpolding und Piding zeigten sich sprungstark mit Sprüngen zwischen 3,60 (Michi Mann aus Traunstein) und vier Metern (Michi Dufter aus Teisendorf) beziehungsweise wurfstark: Christoph Egart aus übersee schaffte 33,5 Meter. Beim Staffellauf errang die Johannes-Schule Bayerisch Gmain hinter dem Förderzentrum Ingolstadt Platz zwei. Dritter wurden die Fröbelschule Freising und die Caritas-Schule Rosenheim.

vm

Quelle: chiemgau24.de

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