119 Betten und 90 neue Arbeitsplätze

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Grundsteinlegung für das "Seniorenzentrum Chiemgau" in Traunstein: Uwe Hauch (geschäftsführender Gesellschafter des Investors ILG Fonds GmbH), Hans-Georg Döbereiner (Mitglied des Landesvorstandes Baden-Württemberg des Arbeiter-Samariter-Bundes), OB Manfred Kösterke, der stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser und Kersten Stier (Geschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bunds, von links).

Traunsteien - In Traunstein entsteht ein neues Pflegeheim. Das "Seniorenzentrum Chiemgau" auf dem ehemaligen Maximiliansbräu-Grundstück (vormals Kieselbräu) in der Haslacher Straße soll mit 119 Betten (103 Einzel- und acht Doppelzimmer) im Juni 2010 fertiggestellt werden.

Im Beisein des Heimleiters des vom Diakonischen Werk Traunstein betriebenen Seniorenzentrums Wartberghöhe, Georg Eisenberger, das sich in unmittelbarer Nähe befindet, erfolgte die Grundsteinlegung für das ehrgeizige Bau- und Anlageprojekt "Seniorenzentrum Chiemgau".

Initiator der Baumaßnahme ist die Fondsgesellschaft ILG Fonds GmbH aus München, die den Neubau des Pflegeheims im Rahmen eines geschlossenen Immobilienfonds aufgelegt hat und Anlegern die Beteiligung auf dem Weg des Erwerbs von Kommanditanteilen zum Erwerb angeboten hat, die nach eigener Ausführung bereits weitgehend bei Kapitalanlegern platziert seien. Der obligatorische Finanzierungsanteil im Rahmen einer Bankfinanzierung für den Fonds sei gesichert.

Uwe Hauch, Geschäftsführer der Fondsgesellschaft, die nach eigenen Angaben bereits 34 Fonds mit einem Gesamtvolumen in Höhe von über 650 Millionen. Euro erfolgreich platziert und sich bisher überwiegend in Fachmarktzentren und Baumärkten engagiert hat, verwies in seinen Ausführungen auf den demografischen Wandel in Deutschland: "Die Anzahl pflegebedürftiger Menschen in Deutschland steigt."

Er bedankte sich bei der Stadt Traunstein, die nach dem Grundstückskauf im vergangenen April mit einer sehr kurzen Bearbeitungszeit den Bauantrag genehmigt habe. Bei der Bauausführung habe man auf die Auftragsvergabe an regionale Firmen geachtet: "Die Baumaßnahme sichert Arbeitsplätze in der Region." Nach der Eröffnung sollen in dem Haus 90 neue Arbeitsplätze entstehen, für die in den kommenden Monaten am regionalen Markt Personal gesucht werde.

Der stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser verwies in seiner Rede auf die Altersstruktur der Bürger des Landkreises Traunstein. Von den rund 171000 Einwohnern seien etwa 21 Prozent über 65 Jahre alt, 24 Pflegeheime mit über 2000 Plätzen stünden unter der Aufsicht des Landratsamts und würden laufend auf ihre Qualitätsstandards überprüft. Im Hinblick auf die anderen Senioren- und Pflegeobjekte im unmittelbaren Umfeld äußerte er die Hoffnung "auf Synergieeffekt bei den Wohlfahrtsverbänden, die sich positiv für unsere Senioren im Landkreis auswirken". Die Investition in das Bauprojekt bezeichnete er als "wichtig für die heimische Wirtschaft".

Oberbürgermeister Manfred Kösterke ging in seinem Grußwort auf den Standort des Objektes ein: Man hätte sich für die Stadtentwicklung einen anderen Standort für das Pflegeheim gewünscht. "Das ist schon eine Massierung von Pflegeheimen in der Region Traunsteins." Anschließend lobte er aber die Konzeption des Hauses, gerade auch in Bezug auf die geplanten kleinen Hausgemeinschaften: "Das ist ein zukunftsweisendes Konzept. Die Menschen werden sich in dem Haus und in der Stadt sicher wohlfühlen."

Als Betreiber fungiert der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) mit Sitz in Baden-Württemberg, mit dem ein 20-jähriger Mietvertrag geschlossen wurde. ASB-Geschäftsführer Kersten Stier führte aus, dass man über gemeinsame Wohnküchen die Bewohner des Hauses zur aktiven Mitarbeit ermutigen wolle: "Die aktivierende Pflege steht im Vordergrund." Man wünsche sich darüber hinaus ein "Haus der Begegnung", in dem auch Vereine und örtliche Organisationen zu einem guten Miteinander in dem Haus beitrügen und das Leben der älteren Menschen bereichern würden. Stadtpfarrer Sebastian Heindl und der evangelische Amtsbruder Torsten Fecke nahmen vor der Grundsteinlegung noch die kirchliche Weihe vor und sprachen den Segen über die Baumaßnahme und den Betrieb des "Seniorenzentrums Chiemgau" aus. "Es ist eine christliche Verpflichtung, sich um die Schwächeren zu kümmern. Den Blick für den anderen zu haben, bringt Segen", gab Heindl den Verantwortlichen für das Projekt mit auf den Weg.

wz/Chiemgau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

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