Kreishandwerkerschaft diskutiert mit Ramsauer

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Berlin - Die Kreishandwerkerschaft Traunstein/Berchtesgaden war auf Peter Ramsauers Einladung in der Landeshaupstadt zu Besuch.

Eine 50 Personen starke Abordnung der Kreishandwerkerschaft Traunstein/Berchtesgadener Land informierte sich auf Einladung des Wahlkreisabgeordneten Peter Ramsauer über geschichtliche und politische Themen in der Bundeshauptstadt Berlin.

So erfuhren die Teilnehmer beispielsweise in der ehemaligen Stasi-Zentrale Hintergrundinformationen aus der Zeit vor der Wende über die ehemalige DDR. Ein Zeitzeuge erläuterte eindringlich die Schreckensmacht der Staatssicherheitsdienstes und dessen Methoden.

Beim Besuch der bayerischen Landesvertretung wiederum zeigten sich die Kreishandwerksmeisterinnen und –meister vom klaren, nicht pompösen aber weltoffenen Stil des Hauses überrascht. Im nachfolgenden Informationsgespräch im Bundesministerium der Finanzen verließen zahlreiche Teilnehmer bedrückt das Gebäude ob des Schuldenstandes der Bundesrepublik Deutschland. Zuvor konnte in einer offenen Gesprächsrunde der Wissenshunger der Handwerksmeister ausreichend befriedigt werden.

Mit besonderer Erwartung sah man aber einem Gespräch mit Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer entgegen, durch dessen Einladung die Informationsreise zustande kam. Das Verkehrsministerium sitzt an der Berliner Invalidenstraße in einem aus den 1870er jahren stammenden Altbau, an dem sich ein Neubau anschließt. Zwei gegossene Löwen begrüßen am Eingang die Besucher. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gliedert sich dabei in vier Politikbereiche: Verkehr, Bauwesen, Stadtent-wickung/Wohnen sowie Raumentwicklung. Dem Minister arbeiten fünf Staatssekretäre zu. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer begrüßte sichtlich erfreut die Teilnehmer, allen voran Kreishandwerksmeister Peter Eicher, und erläuterte nach dem Gespräch seinen Amtssitz. Über 100 Tage sei er nun im Amt und das sehr gerne, obgleich aus allen Richtungen an ihm gezerrt werden würde, so Ramsauer.

2010 hätte er knapp zwölf Milliarden Euro Etat allein für Investitionen. Ein starkes Augenmerk hätte für ihn die Bahn. Die Bahn müsse langfristig selbstständig und erfolgreich sein. Dabei seien ihm zufriedene Kunden und Mitarbeiter sehr wichtig, auch am Image müsse gearbeitet werden. Von den bundesweit 5400 Bahnhöfen würden 2050 umgebaut werden, was mehr Sauberkeit, mehr Sicherheit, mehr Information und mehr Barrierefreitheit bedeuten werde. Auch in bessere Züge müsse investiert werden.

Den Modellversuch „das begleitete Autofahren mit 17“ wolle er generell gestatten, so Ramsauer. Er selbst hätte auch mit den beiden älteren Töchtern auf dem Beifahrersitz Erfahrungen und dabei positive Eindrücke gewonnen. Zudem unterstreiche seine Eindrücke die Statistik: „Das freiwillige Fahren in Begleitung Er-wachsener hat zu über 20 % weniger Unfällen bei Fahranfängern geführt!“

Ausführlich beantwortete er alle Fragen der Teilnehmer. Über die Dringlichkeiten des Ausbaus der Bahnstrecke München-Mühldorf-Freilassing, Autobahnausbau A 8 und die Ortsumfahrungen Laufen,Altenmarkt, Trostberg und Obing waren sich die Gesprächsteilnehmer einig. Hingegen seien Behauptungen, dass der Bahnausbau München -Mühldorf -Freilassing nicht stattfinde, für den Minister unbegreiflich.

Er betonte, dass er stattfinden werde und man derzeit intensiv an der Planung und anschließende Finanzierung des Schienenstranges Mühldorf-Freilassing arbeite. Generell würde er auf den parallelen Ausbau von Straße und Schiene setzen, um auch den massiv ansteigenden Frachtverkehr der nächsten Jahrzehnte in den Griff zu bekommen.

Unterschiedlich waren die Meinungen der Teilnehmer zu einer PKW-Maut auf Autobahnen. Ramsauer selbst meinte dazu, dass dieses Thema im Ministerium nicht tot sei und er dazu keine Denkverbote erteile.

Auf die Frage eines Teilnehmers nach Elektroautos meinte Ramsauer, dass er die Vision habe, dass Deutschland in Zukunft die besten Elektroautos der Welt bauen werde. Allerdings werde in nächster Zukunft das Elektroauto nicht den herkömmlichen PKW ablösen können.

Abschließend bedankte sich Kreishandwerksmeister Eicher für die Einladung und hob hervor, dass man sich schon freue, dass jetzt der Verkehrsminister aus der eigenen Heimat käme und man nach wie vor immer einen Ansprechpartner auch über Verkehrsthemen hinaus habe.

Nach einem Informationsgespräch im Deutschen Bundestag hatten die Teilnehmer den Eindruck, hinter die politischen Kulissen geblickt zu haben. Eine umfangreiche Stadtrundfahrt, Besuche von Potsdam und Leipzig rundeten das Programm ab.

Pressemitteilung Richter Medienservice

Quelle: chiemgau24.de

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