Andreas Zeller gedacht

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Anton Zeller, der Vater des bei einem tragischen Lawinenunglück im Februar verstorbenen Andreas Zeller, Galerist Tom Katholnigg, sowie Rupert Jaud und Fabian Fraunhofer (von links), die zum engsten Freundeskreis von Andreas Zeller gehörten.

Traunstein - In Erinnerung an den tödlich verunglückten Andreas Zeller wird im Ausstellungsraum der Werbe- und Eventagentur von "Cream & Chili Concepts" am Stadtplatz die von Freunden zusammengetragene Ausstellung "in tribute to Andreas Zeller" gezeigt.

Der 22-jährige Ruhpoldinger, der nach dem Abitur am Chiemgau-Gymnasium in Traunstein und anschließendem Zivildienst bei den Maltesern im Oktober 2007 sein Architekturstudium in Stuttgart begann, war im Februar bei einem Lawinenunglück am Unternberg ums Leben gekommen.Die Idee, mit einer Ausstellung an Andreas Zeller zu erinnern, stammt von seinen Freunden Rupert Jaud, Fabian Fraunhofer und Johannes Bichler. Gemeinsam mit vielen Freunden haben sie sich monatelang mit den Werken ihres verstorbenen Freundes beschäftigt und ein Konzept zur Ausstellung seiner Werke entwickelt. Damit möchten sie einerseits an Andreas Zeller als Mensch und allseits beliebten Freund und Zeitgenossen erinnern, zum anderen bietet sie den Rahmen seine Leistung als Fotograf zu würdigen. Der große Andrang zur Vernissage um kurz vor 20 Uhr ließ erahnen, dass Andreas Spuren hinterlassen hat, die nach wie vor sichtbar sind. Neben der gesamten Familie versammelten sich viele aus dem großen Freundeskreis, um das zu bewundern, was zu einer seiner größten Leidenschaften gehört hatte: die Fotografie. Mehr als 5000 Fotos hat Andreas hinterlassen.

Beispielhaft haben seine Freunde 42 Fotos für die Ausstellung aus verschiedenen Themenbereichen ausgewählt. Neben Landschaftsmotiven und Portraits finden sich auch einige Werke über Stillleben und Impressionen. Besonders beeindrucken die in Bildern festgehaltenen Erlebnisse und Eindrücke, die Zellner in Australien, Südamerika sowie dem Nahen und Fernen Osten gesammelt hatte. In einer persönlichen Führung hat Rupert Jaud, Freund und Studienkollege von Andreas, einiges zu den Hintergründen der ausgestellten Aufnahmen und dem fotografischen Stil von Andreas verraten. "Die ausgestellten Fotos sind keine Schnappschüsse und sind nicht zufällig entstanden", sagte Jaud. Viele der Aufnahmen habe Andreas in vielen Stunden des Tüftelns und der Feinarbeit am Computer mit Fotoshop optimiert und dabei seiner Kreativität freien Lauf gelassen. "Andreas hat sich seine Motive ganz bewusst ausgesucht", verdeutlichte Jaud. Einige seiner Bilder seien beispielsweise so überarbeitet, dass sich bestimmte Farben wiederholen, die dem Betrachter sofort ins Auge stechen. Andere Aufnahmen wiederum zeigen, dass die gewählten Motive ganz bewusst aus einer bestimmten Perspektive gewählt worden seien. Wieder andere zeigten, wie Andreas mit Licht und Schatten spielt, um bestimmte, auf den ersten Blick unwichtig erscheinenden Dingen Bedeutung beizumessen. Wer vor einer der Aufnahmen stehen bleibt, kommt nicht umhin, diese ausgiebig zu studieren und nach dem tieferen Sinn zu suchen.

"Galerist" Tom Katholnigg sagte über seine persönliche Verbindung zum Verstorbenen, Andreas habe für ihn bereits einige Male fantastische Fotos geschossen und überarbeitet, die bei verschiedenen Ausstellungen zur Geltung gekommen seien. In seinen Grußworten bedankte sich Anton Zeller, der Vater von Andreas, besonders bei Katholnigg, der die Räumlichkeiten für die Ausstellung zur Verfügung stellt. Des Weiteren freute er sich über das zahlreiche Erscheinen seiner Freunde. Es sei sicher auch der Wunsch von Andreas gewesen, "dass wir weiterhin Freude am Leben haben und dass wir wieder mit ihm zusammenkommen. Andreas fehlt uns sehr. Aber wir können uns sicher sein, dass er uns viel Freude beim Betrachten der Bilder und -einen schönen Abend wünscht." Die Ausstellung ist noch bis zum 31. August geöffnet, montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr.

Quelle: chiemgau24.de

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