Almkirta "übers Bauernleb`n"

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Zum Jubiläum wurde auch die früher oft sehr schwere Bauernarbeit nachgestellt. Vor den Hütten im Museumsbereich spielten den ganzen Tag über Musikgruppen auf.

Ruhpolding - Einige 1000 Besucher lockte am Sonntag das Ruhpoldinger Holzknechtmuseum mit einem Almkirta, dessen Tradition sich bis in die 30er-Jahre zurückverfolgen lässt.

Er stand unter dem Motto: "übers Bauernleb'n", weil vor 700 Jahren 43 Ruhpoldinger Bauernhöfe in einer Güterbeschreibung zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurden.

Beim Gottesdienst am Feldkreuz auf dem Freigelände hob Pfarrer Otto Stangl die Verantwortung der Menschheit für die Umwelt und die Natur hervor: "Angesichts der Schönheit der Natur könne man nur staunend schweigen." Musikalisch umrahmt wurde die Feldmesse von der "Rathaus Musi" und vom Ruhpoldinger Männerchor. Danach spielte die vereinseigene Blasmusik zunächst zu einem musikalischen Frühschoppen auf und die jüngsten Trachtler sowie die Goaßlschnalzer sorgten mit ihren Aufführungen für ein buntes, abwechslungsreiches Programm.

Vor den Hütten im Museumsbereich wurde den ganzen Tag über musiziert und gesungen. Der Dritte Trachtenvorstand und Hauptorganisator des Almkirta, Benedikt Schausbreitner, war besonders stolz darauf, dass an diesem Tag so viele Musikgruppen anwesend waren. Die zahlreichen Besucher konnten sich auch noch von den Fertigkeiten der alten Handwerkskunst wie Schmieden, Pferde beschlagen oder Hirschhornschnitzen überzeugen.

Aufgrund des Jubiläums wurde auch die frühere, oft sehr schwere Bauernarbeit nachgestellt, vor allem die Heuarbeit mit allen Arten der damaligen Heuaufbereitung, wozu die ganze Bauernfamilie mit eingebunden war. Mit alten Maschinen und Gerätschaften, gezogen von Pferden oder alten Traktoren, war auch der technische Forschritt auf dem Bauerhof zu sehen. Durch das Programm führte fachkundig der versierte Heimatgeschichtskenner, Helmut Müller, der auch im Pavillon des Holzknechtmuseums eine Sonderausstellung mit vielen Dokumenten und Fotos über die im "Urbar" erwähnten 43 Höfe organisiert hatte. Für das leibliche Wohl mit Getränken und echten bayerischen Schmankerl aus der "Bauernkuchl" sorgten ebenfalls den ganzen Tag über die Frauen und Männer des Trachtenvereins.

hbw/Chiemgau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

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