Abgerutschte B305 wird erst 2015 wieder saniert

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Inzell - Kontrollfahrten dreimal täglich, ein Lkw-Verbot, ein angeforderter Spezialkran... Der Hangrutsch an der B305 wird das Staatliche Bauamt und die Autofahrer einige Nerven kosten!

Es schaut schon angsteinflößend aus: Ein großes "Loch" direkt am Streckenrand der B305 zwischen Inzell und Weißbach. Nach dem Starkregen der vergangenen Woche rutschte am Donnerstag im Bereich "Gletschergarten" eine Böschung ab. Ein Streckenwart des Bauamts entdeckte den Hangrutsch am Donnerstagabend. Inzwischen ergriff das Bauamt Traunstein Maßnahmen und sperrte die Straße halbseitig.

Zuerst wurde die Strecke nur für den Schwerlastverkehr über 24 Tonnen gesperrt, nun wurde die Grenze auf 18 Tonnen heruntergesetzt, so Sebald König vom Baumamt im Gespräch mit chiemgau24.de. Dass die B305 nicht trotzdem von schweren Brummis genutzt wird, will man aber nicht dem guten Willen der Lastwagenfahrer überlassen: "Die Polizei kontrolliert in diesem Bereich jetzt verstärkt", so König - trotz des Risikos: Eine Vollsperrung wäre wegen der Bedeutung der Strecke nicht in Frage gekommen. Man müsse aber keine Bedenken haben, dass ähnliches auch an anderen Abschnitten passieren könnte: "Dreimal täglich unternehmen wir dort Kontrollfahrten", so Sebald König.

Komplizierte und langwierige Bauarbeiten

Die Bauarbeiten werden sich als kompliziert herausstellen: Umfang und Wurzelwerk des abgerutschten und gefährdeten Bereichs müssen erst richtig eingeschätzt werden. Dazu wurde auch mit Geologen zusammengearbeitet. Für die Reparaturen wird außerdem ein so genannter Knickausleger benötigt, um die Betonleitwände am Streckenrand zu installieren. "Um solches Spezialgerät zu bekommen stehen wir momentan in Verhandlungen mit zwei Firmen", erklärt König vom Staatlichen Bauamt Traunstein.

Fest steht laut König, dass bis zur Fertigstellung einige Monate vergehen werden: "Über den Winter bleibt die B305 beim Gletschergarten mit Ampelregelung nur einspurig befahrbar."

xe

Quelle: chiemgau24.de

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