A8: Politiker plädieren für "sechs plus zwei"

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Grabenstätt - Ein klares Plädoyer für den sechsspurigen Ausbau der A8 plus Standstreifen haben Traunsteins Landrat Hermann Steinmaßl und CSU-Landtagsabgeordneter Klaus Steiner abgegeben.

Diskussionsteilnehmer plädierten dafür, Alternativen ernsthafter zu diskutieren. Steiner war der erste, der das Thema in der Diskussion ansprach. Er verwies darauf, dass regionale Betriebe die Garanten für Arbeits- und Ausbildungsplätze seien, eine gute Verkehrsinfrastruktur bräuchten und auch forderten. Der Abgeordnete sprach sich deshalb dafür aus, "bei aller Rücksichtnahme" den Ausbau der Autobahn und den Bau von Ortsumgehungen weiter zu verfolgen.

Helge Holzer, Priener Gemeinderätin und Vorsitzende der Bürgerinitiative "Rettet den Chiemsee", erwiderte, dass niemand etwas gegen den Ausbau der A8 habe, es gehe lediglich um das Wie. Der Sprecher einer Rohrdorfer Bürgerinitiative appellierte, zunächst Geschwindigkeitsbeschränkungen als probates Mittel, den Verkehr besser zu leiten, einzuführen. Er bezweifelte, dass das Verkehrsaufkommen so stark zunehmen werde, dass der Ausbau mit sechs plus zwei Spuren nötig werde. Es könnte auch reichen, lediglich Standspuren zu den bestehenden vier Fahrstreifen dazuzubauen.

Landrat Steinmaßl bat um eine "ehrliche Diskussion" der beiden Lager. "Wir diskutieren beidseitig um 2,5 Meter", stelle er den Unterschied der beiden Varianten ("sechs plus zwei" und "vier plus zwei") dar. Er lasse es deshalb nicht zu, dass die Diskussion auf die Positionen "Erhalt" und "Vernichtung" der Landschaft reduziert werde. Für ihn seien die Aspekte Lärmschutz für die Menschen und Sicherheit die entscheidenen Kriterien, die für einen sechs-plus-zwei-spurigen Ausbau sprächen.

db/Chiemgau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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